Newsticker

Samstag, 31. Oktober 2009

Links! Zwo! Drei! Vier! (9)

Täterätäääää! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Als Mitte Oktober einige Bastlerinnen vom Outdoor-Riesen Jack Wolfskin abgemahnt wurden, war SpiegelOnline eines der ersten großen Nachrichtenportale, das den Skandal vorbildlich in die Öffentlichkeit trug. Es gab einen ausführlichen Artikel mit über 1000 Kommentaren, Nachberichterstattung und sogar eine Klickstrecke. Wer allerdings aufgrund der großen Aufmerksamkeit hoffte, auch im Print-Spiegel (44/2009) fündig zu werden, der wurde enttäuscht: Kein Wort über die im Online-Ableger so hochgekochte Affäre, stattdessen acht Seiten Werbung für Jack Wolfskin im Heft-Innenteil. Da weiß man endlich, worauf es dem sogenannten Sturmgeschütz der Demokratie wirklich ankommt. (Mit Dank an Jörg S.)

2. Hörprobe: Bild-Leser beschimpfen Titanic. Den historischen Hintergrund dazu gibt es hier: Wie Titanic einmal die Fußball WM 2006 nach Deutschland holte.

3. Ahoi polloi zum Tode Riegers.

4. Und zu guter Letzt noch ein sportliches Video mit dem unvergleichlichen Remi Gaillard:

ssi

Freitag, 30. Oktober 2009

Exklusiv im Postillon: Pumuckl nackt!



Von links nach rechts:
1. Pumuckl rekelt sich lasziv in seinem Bettchen. Dieser Kobold hat es nicht nur hinter den Ohren faustdick.
2. Pumuckl beugt sich über die Couch, spielt mit der Kamera und zeigt, dass er auch von hinten knackig aussieht.
3. Auf diesem Schiff, da ist er Kapitän: Pumuckl posiert frivol auf seiner Schiffschaukel.
ssi

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Mediales Herbstloch?

Hamburg (dpo) - Trotz Kanzlerwahl und neuem Bundestag scheint derzeit eine Nachrichtenflaute zu herrschen. Wie sonst ließe sich erklären, dass aktuell mehrere Zeitungen und Nachrichtenportale über den bereits seit Jahrzehnten bekannten Hirntod von NPD-Finanzier und -Funktionär Jürgen Rieger berichten?
aaw, ssi; Foto (Marek Peters): Unser "Mitgefühl gilt seiner Familie - Aber das tat es auch schon - und zwar besonders - zu Lebzeiten" (Zitat von pantoffelpunk).

Die NPD im Postillon-Archiv:
Der Verrechenschaftsbericht der NPD
Koinzidenz?

Studie beweist: Indianer kennen doch Schmerz

New Haven/Connecticut (dpo) - Sie spüren ihn also doch: Wissenschaftler der Universität Yale haben das alte Sprichwort "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" an 1000 amerikanischen Ureinwohnern untersucht und konnten es eindrucksvoll widerlegen.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Leider zu spät für Bundestag: Schaf überspringt 5%-Hirte


ssi; Foto: Wird von Schaf übersprungen: 5%-Hirte (man beachte das Postillonenhorn).

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Jubiläum: 164 Jahre Postillon!

Hamburg (dpo) - Unfassbar! Wahnsinn! Schnapszahl! Der Postillon feiert heute seinen 164. Geburtstag. Exakt am 28. Oktober 1845 gründete der ostfriesische Schweizer Stefano "Schmarrn" Sichemarn inspiriert von der Perspektive auf schnelles Geld und leichte Frauen eine Zeitung, die heute täglich von gut zwei Milliarden Deutschen gelesen wird.
Und weil das Traditionsblatt vor genau einem Jahr als letzte große Tageszeitung den Sprung ins Internet gewagt hat, gibt es sogar ein Doppeljubiläum. Feiern Sie mit uns, besuchen Sie eine der spontanen Partys, die seit 00:00 Uhr deutschlandweit gefeiert werden oder lesen Sie wenigstens die nun folgende kurze Historie der letzten 12 Monate mit vom Chefredakteur persönlich ausgewählten Sternstunden des investigativen Journalismus.

Oktober 2008: Der Postillon erblickt unter der Adresse derpostillon.blogspot.com am 28. das Licht der Welt. Ohne sich selbst groß anzukündigen läutet der Artikel Hund beißt endlich wieder Mann (Foto) eine neue Ära ein. Von Anfang an dominierten die Ausscheidungen von Vierbeinern und die sinnlichen Lippen von EU-Kommissaren die Berichterstattung. 4 bis 13 Besucher (unique visitors) verirren sich täglich auf die junge Seite.

November 2008: Im November decken die Enthüllungsjournalisten des Postillons einen großen Bierskandal (Foto) auf, berichten vom Rücktritt Obamas, dokumentieren einen schweren Fall von Mopsquälerei und verfassen einen Nachruf auf Alf. Das erste Wort zum Sonntag erscheint. Auch über die Freilassung Klars, ein feiges Kartenhausattentat und einen gefährlichen Bi-Ba-Buzemann-Angriff lesen im November immerhin täglich 8 bis 25 User. Am 26.11. zieht der Postillon im Zuge eines größeren Stellenabbaus in das neue und immer noch aktuelle Redaktionsgebäude unter der Adresse der-postillon.com.

Dezember 2008: Der Dezember brachte neben einer Reportage über Schachhooliganismus, ersten Umfragen von Opinion Control und erstklassiger Sportberichterstattung immerhin eine erste Erwähnung bei medienrauschen, was sagenhafte 100 Besucher an einem Tag auf die noch immer junge Seite trieb. Ein Exklusiv-Interview mit Jesus (Foto) an Heiligabend durfte da natürlich nicht fehlen. Über die Weihnachtsfeiertage erhält der Postillon sein aktuelles mehrfach prämiertes Design. Tägliche Besucher: ca. 30.

Januar 2009: Im neuen Jahr konnte der Postillon seinen ersten Google-Erfolg verzeichnen: Der Artikel Jackpot geknackt wurde im Zuge des Lottofiebers ca. 500fach ergoogelt und angeklickt. Mit Tollste Achterbahn aller Zeiten feierte die erste Onion-Übersetzung ihren Einzug. Ihr sollten noch viele weitere folgen. Weitere Themen im Januar waren ein prominenter Selbstmord, ein Hochstapler, der erste Auftritt des kleinen Timmys und die Wiederwahl Roland Kochs (Foto). Gelesen wurde all das von 34 bis 254 (Google-Jackpot) Besuchern pro Tag.

Februar 2009: Im kürzesten Monat des Jahres scheiterte die Ehe von Timmys Eltern (Foto) und ein Krokodil bedrängte den Kasper. Außerdem erschien der erste Newsticker, Obama misshandelte kleine Raucher und eine Politesse musste hinter schwedische Gardinchen. Dass im Februar der Ku-Klux-Klan ausgelöscht wurde und Amnesty International zur Atommacht aufstieg, konnten immerhin schon stabile rund 150 Leser exklusiv erfahren.

März 2009: Im März berichtete der Postillon exklusiv über das Aus für die Bremer Stadtmusikanten, wandte sich seiner albanischen Leserschaft zu und entdeckte die hohe Kunst des Photoshoppens. Der Amoklauf in Winnenden war ein gefundenes Fressen und wurde mit vier Artikeln ordentlich ausgeschlachtet. Weiterhin verschwanden im März eine Polonaise, die Autobiographie eines Amnesie-Kranken und Horst Köhler aus dem Fokus der Öffentlichkeit (Foto). Gelesen oder weggeklickt haben das unveränderte 150 tägliche Besucher.

April 2009: Der April sollte der bislang folgenreichste Monat in der Geschichte des Postillons werden: Angestachelt von einem mittlerweile entlassenen Praktikanten twitterte der Chefred. unter dem Namen DerChefred und mit einem Foto von Kai Diekmann über den harten Büroalltag eines Topjournalisten. Diekmanns Anwalt ließ den Account löschen und den Chefred. wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung blechen. Der Artikel, in dem diese Ereignisse zusammengefasst waren (Foto), wurde vom BILDblog verlinkt und brachte allein im April ca. 12.000 Besucher herein (siehe Kommentare). Danke noch einmal dafür, Kai! Eine Erwähnung im selben Medium zum Thema Pro-Reli brachte weitere Besucherströme und sorgte für durchschnittlich (lange nicht mehr erreichte) 600+ Visits täglich. Außerdem gab es im April noch Kühlschrankplünderungen, einen toten Hasen, einen iranischen Doppelkopf, ein Nordic-Walking-Desaster und einen ersten Artikel über die Übertragung der Schweinegrippe, der ein wenig Wellen schlug.

Mai 2009: Den Mai durfte Franz Beckenbauer einläuten. In diesem Monat erfand Bild Drosselspuren (Foto), warf ein Außenseiter erfolgreich das Handtuch, bekam die FDP ernsthafte Konkurrenz und die "Neue Germanische Medizin" Ärger mit dem Postillon. Das erste Postillon-Bilderrätsel erschien ebenso im Mai wie das erste Exemplar der beliebten Nachrichten in Bildern und die erste Presseschau. Außerdem stellte sich heraus, dass der Postillon jugendgefährdend ist. Bis heute ist er auf manchen Rechnern nicht aufrufbar, was rund 450 Besucher (immer noch leicht BILDblog-geschwängert) täglich im Mai aber nicht davon abhielt, fleißig vorbeizuschauen.

Juni 2009: Im Juni machte sich die Redaktion gen Thailand aus dem Staub. Dennoch ging es auf Sparflamme weiter: Ein Mausmaki (Foto), die Lebensmittelampel, Arkandor und die Europawahl dominierten die Schlagzeilen. Beinahe wäre übrigens im Anschluss an die Wahl die Partei der Nichtwähler gegründet worden. Aufsehen erregten aber auch ein vernachlässigtes iPhone, eine außer Kontrolle geratene Elbfähre und eine drohende al-Qaida-Pleite. Trotz Thailand besuchten den Postillon täglich im Schnitt 400 Leser.


Juli 2009: Der Juli in Stichpunkten: Rückkehr, Jacko tot, Clown, Schuhe, Mondreport, Bienen (Foto), Kleinanzeige, Timmy und ein Arschbombenattentat - und das Alles bei rund 450 Lesern täglich. Toll! Wer jetzt das Gefühl bekommt, dass der Red. langsam keine Lust mehr auf diese historische Übersicht hat, der liegt richtig.


August 2009: Der August brachte nicht nur halbnackte Frauen in den innerstädtischen Parks mit sich, sondern auch jede Menge bahnbrechende Artikel. Ein beraubter Luftgitarrist durfte dabei ebensowenig fehlen wie bekiffte Polizisten oder die Satirepartei FDP. Der Postillon konnte außerdem sowohl einen Wahlumfragebetrug um Horst Schlämmer aufdecken, als auch das 60-jährige Jubiläum von adidas feiern. Ein Geißeldrama auf der Reeperbahn rundete den durchweg erfolgreichen Monat August schließlich ab (Besucherdurchschnitt 600).


September 2009: Im September berichtete der Postillon über den Tatort-Skandal, über eine Bande Wildschweine, den neuen Tarantino-Film und einen Kettensägenmörder. Außerdem startete die neue Rubrik Links234. Die Bundestagswahl rückte selbstverständlich mehr und mehr in den Fokus. Das zeigte sich beim Kampf für eine starke Mitte (FDP) (Foto), Terrordrohungen nach der Wahl, in einer fundierten Bundestagswahlanalyse und einem Ratgeber wie man richtig wählt. Gelesen wurde das von rund 650 Besuchern täglich.

Oktober 2009: Der noch nicht ganz vollendete Oktober schließt das erste Postillon-Online-Jahr ab. Warum hassen alle Lafo und warum lieben alle zu Guttenberg? Diesen und anderen Fragen stellte sich die tapfere Redaktion in dieser herbstlichen Zeit. Eine vollständige Geschichte des Postillons pünktlich zum 164-jährigen Jubiläum (Foto) gibt schließlich einen gekonnten Überblick über die vergangenen 12 Monate. Besucherschnitt Oktober: ca. 700.

Danke auch an Eulenspiegel-Leser, Anonymus, Muriel, Mimimat, Leftfield, bornabas, Runaway Brain, der besen, Paramantus, Gedankenpflug, diverse Anonyms und all die anderen Kommentatoren, die hier nicht extra aufgeführt wurden.

Für Gratulationen, 'weiter so!'s und Fangekreische ist jede Menge Platz in den Kommentaren.
ssi; Fotos: Quellenangaben in den jeweiligen Artikeln.

Johnbook gratuliert dem Postillon auf die ihm eigene Art:
Herzlichen Glühstrumpf

Dienstag, 27. Oktober 2009

Ein Urlaubsflirt mit Folgen

Detmold (dpo) - Kim Reuter (32) staunte nicht schlecht, als vor einigen Monaten plötzlich eine alte Urlaubsbekanntschaft mit einem missmutigen Teenager im Schlepptau und folgender Hiobsbotschaft vor der Tür stand: "Erinnerst du dich an Mallorca '96? Aus unserer kleinen Urlaubsaffäre ist ein Kind entstanden. Ich habe mich 13 Jahre um unsere Tochter gekümmert, habe sie ganz alleine großgezogen. Jetzt bist du dran."
Kim Reuter war anfangs schockiert, hatte sie doch nie damit gerechnet, dass aus ihrer kurzen Liaison mit dem Surflehrer Mark H. tatsächlich ein Kind entsprungen war. Dennoch kümmert sich die Bürokommunikationskauffrau nach einigen Eingewöhnungsschwierigkeiten mittlerweile rührend um ihre Tochter. Eines habe sie ihr allerdings sofort beigebracht: "Sie sollte immer verhüten - es sei denn, sie möchte riskieren, dass es ihr so ergeht wie mir."
ssi; Foto (Manet): So ein Urlaubsflirt kann schnell das ganze Leben auf den Kopf stellen.

Montag, 26. Oktober 2009

Ratgeber: Wie lasse ich mich erfolgreich gegen die Schweinegrippe impfen?

(dpo) - Heute starten endlich bundesweit Impfungen gegen die Schweinegrippe. Für alle, die sich bereits für die Spritze entschieden haben, hat die Medizin-Redaktion des Postillons die vielen Kleinigkeiten zusammengetragen, auf die der professionelle Sich-Impfen-Lasser achten sollte:

1. Nehmen Sie nur die Familienmitglieder zum Impfen mit, mit denen Sie sich ein Zusammenleben in einer postapokalyptischen Welt nach dem Totalausbruch der Seuche vorstellen können.
2. Eine Atemschutzmaske sorgt dafür, dass Sie sich nicht noch auf der Zielgeraden anstecken und wirkt zudem beruhigend auf die anderen Patienten im Wartezimmer. Atmen Sie wie Darth Vader, um die Ernsthaftigkeit Ihres Anliegens zu unterstreichen.
3. Reichen Sie Ihrem Arzt auf keinen Fall die Hand. Das hat Zeit bis nach der Impfung!
4. Eine Schluckimpfung empfiehlt sich nicht. Die Spritze könnte Rachen und Speiseröhre verletzen.
5. Auch eine Injektion ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Fordern Sie Ihren Arzt auf, Ihnen vorher mindestens zwei Betäubungsspritzen zu geben.
6. Timing ist alles: Wer seinen Arzt binnen einer Sekunde nach der Injektion ins Gesicht schlägt, handelt im Affekt und kann strafrechtlich nicht belangt werden.
7. Nach der Injektion: Warten Sie kurz. Wenn sich die Einstichstelle nach kurzer Zeit rötet, juckt und brennt, dann wissen Sie, dass Sie weder der Bundeswehr noch der Regierung angehören.
8. Hoffen Sie, dass sich die Schweinegrippe nicht als ähnlicher Rohrkrepierer wie Vogelgrippe, BSE und Musikantenstadl entpuppt, sonst war die ganze Aufregung wieder einmal umsonst.

ssi; Foto rechts (Kuebi): Bestechend: Nadel; Foto links: Schlägt gleich zu: Patientin.

Mehr zur Schweinegrippe im Postillon-Archiv:
WHO: So überträgt sich die Schweinegrippe
Jetzt auch in Frankreich: Gallier hat Schweinegerippe

Medizin-Themen im Postillon-Archiv:
Unbekannter Menschenfreund spendet 200 Nieren
Medizinisches Wunder: Krebs geheilt
Neue Studie: Säuglinge sind manisch-depressiv
Komasaufen nicht so schlimm
Kleiner Mann aus Vagina entfernt
Medizinische Sensation
Hirnreich
Rückrufaktion

Blogger über die Schweinegrippe:
Lupe - Schweinegrippe: Bin ich angesteckt?
Lupe - Schweinegrippe: 30 lustige Atemschutz-Masken
Paramantus - Pharmaindustrie jubelt: Schweinegrippe fordert endlich wieder Todesopfer 
Paramantus - Schweinegrippe: Soll ich mich impfen?
Spiegelfechter - Im Schweinsgalopp ins Impfchaos

Sonntag, 25. Oktober 2009

Kind will Nase zurück


ssi; Foto: Wurde von dreistem Nasendieb beraubt: Katie (2).

Das Wort zum Sonntag (49)

Kommentar:
Unter Gelb-Schwarz droht der kahle Sozialschlag, Sarrazin schweigt für eine sprechende Mehrheit und die SPD muss an der dritten Ampel nach links, rechts und dann 800 Meter geradeaus rucken, ohne die Agenda 2010 zu verleugnen, die ohnehin auf der Stelle rückgängig zu machen ist: Täglich nötigen uns Journalisten, Meinungsressortleiter und Kolumnisten ihre Sicht der Dinge in Form von Kommentaren auf. Warum aber sollte man sich von halbinformierten, interessengetriebenen Schmierfinken sagen lassen, was man fühlen, tun und denken soll, anstatt seine eigene Meinung zu bilden oder Bildung zu meinen? Am besten also Sie ignorieren Kommentare wie diesen in Zukunft.
ssi

Samstag, 24. Oktober 2009

Links! Zwo! Drei! Vier! (8)

Täterätäääää! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier mehr oder weniger amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Dass man auch einfach mal nur Schwein haben kann, das zeigt der kurze Clip At first I was like ohhhhhhhh but then I was like alllllirghtttttttt.

2. Terry Border haucht Alltagsgegenständen mit Hilfe von ein wenig Draht Leben ein. Die komplette Bildergalerie gibt es hier zu bestaunen: Terry Border Makes Everyday Objects Come Alive (18 pics)

3. Für alle, die am Dienstag Neues aus der Anstalt im ZDF verpasst haben: Hier gibt's die komplette Folge 28 in bewegten Bildern.

4. Am Donnerstag, dem 15.10. war es wieder einmal so weit: Ein kühner Recke hat es gewagt, als Bildchef (Kai Diekmann) zu twittern und dabei nicht wenig Staub aufgewirbelt. Ob er auch wie damals der Postillon mit Diekmanns Anwalt zu tun bekam?
ssi

Freitag, 23. Oktober 2009

Interview: "Die Zeitumstellung bedeutet faktisch eine Stunde Anarchie!"

Düsseldorf (dpo) - Noch freut sich ein Großteil der Bevölkerung auf die Zeitumstellung, doch das könnte sich bald ändern: Die juristische Fakultät der Universität Düsseldorf hat Unglaubliches über die Stunde, die am Sonntag im Zuge der Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit zusätzlich anfallen wird, herausgefunden. Der Postillon begrüßt dazu Prof. Dr. jur. Sven Lochinson zu einem Interview:

Der Postillon: Herr Professor, erzählen Sie uns doch bitte von Ihrer Entdeckung.
Prof. Dr. jur. Sven Lochinson: Gerne. Bei unseren Studien sind wir auf eine erstaunliche Lücke im deutschen Strafrecht gestoßen.
Postillon: Inwiefern?
Lochinson: Das Grundgesetz, das BGB und selbst die Genfer Konventionen sind durch die Zeitumstellung am Sonntagmorgen zwischen 3 Uhr alter Zeit und 3 Uhr neuer Zeit außer Kraft gesetzt. Diese Stunde existiert juristisch gesehen einfach nicht.
Postillon: Was bedeutet das?
Lochinson: Die Zeitumstellung bedeutet faktisch eine volle Stunde Anarchie, eine 'hora sine lege', wenn Sie so wollen. Egal, was geschieht, egal, welche Verbrechen in diesem rechtsfreien Zeitraum begangen werden, sie können nicht geahndet werden. Mord, Diebstahl, Plünderungen und  Kannibalismus werden Tür und Tor geöffnet werden.
Postillon: Kann man das nicht verhindern?
Lochinson: Nein. Erstens tritt der Bundestag erst nächste Woche wieder zusammen und zweitens würde ein deutsches Ausscheren aus der Zeitumstellung sämtliche Vorurteile über die deutsche Pünktlichkeit nur noch weiter zementieren (Anm. d. Red.: Deutschland wäre eine Stunde voraus und somit überall zu früh).
Postillon: Was raten Sie also unseren Lesern?
Lochinson: Vergessen Sie zunächst alles, was Sie über Zivilisation und Menschlichkeit zu wissen glaubten. Wir gehen davon aus, dass sich die Bevölkerung in zwei Fraktionen aufteilen wird: in Täter und in Opfer. Entscheiden Sie sich am besten frühzeitig, welcher Gruppe Sie sich zugehörig fühlen und treffen Sie entsprechende Maßnahmen. Fragen Sie sich, mit wem Sie noch eine alte Rechnung zu begleichen haben oder wie Sie sich am sichersten in Ihren eigenen vier Wänden verbarrikadieren können. -- Außerdem sollten Sie Ihre Uhr um eine Stunde zurückstellen, sonst stehen Sie montags, wenn alles vorbei ist, viel zu früh auf der Matte. Da wird man schnell zum Gespött der Firma.
Postillon: Das klingt ja spannend. Dann wünsche ich Ihnen mal viel Glück.
Lochinson: Danke, Ihnen auch. Sie scheinen's nötig zu haben. Toi toi toi!
ssi; Bild rechts oben: Ab drei Uhr geht's los; Bild links (Indymedia): Anarchie für eine Stunde.

Mehr zum Thema Zeitumstellung:
War das der letzte Winter? Endgültige Umstellung auf Sommerzeit geplant

Newsticker (27)

++++ Sicher ist sicher: alternder Stuntman lässt sich bei gefährlichen Stunts doubeln ++++
++++ Artgerechte Untersuchungshaft: Sauerlandbomber sitzen in Terrorzellen ++++
++++ Nicht anders als andere Frauen: Angelina Jolie denkt beim Sex an Brad Pitt ++++
++++ Nur markiert lesbar: weiß auf weiß ++++
ssi

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
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Donnerstag, 22. Oktober 2009

Kein Wunder: Wunschbrunnen war all die Jahre nicht eingesteckt

ssi; Foto: Schuld an nicht erfüllten Träumen: Montagefehler.

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Westerwelle im Interview: "Wir finanzieren Steuersenkungen nicht mit neuen Schulden, sondern mit neuen Schulden"

Berlin (dpo) - Bereits gestern wurde bekannt, dass FDP und Union Steuersenkungen mit Krediten in Milliardenhöhe finanzieren wollen. Um dabei die erst im Juni in der Verfassung verankerte Schuldenbremse zu umgehen, erwägen sie, einen Schattenhaushalt einzurichten. FDP-Chef Guido Westerwelle stellte sich dazu den kritischen Fragen des Postillons in einem kurzen Interview.

Der Postillon: Herr Westerwelle, ich hoffe es geht Ihnen mittlerweile wieder besser. Sie waren ja erkrankt.
Guido Westerwelle (einen Tick zu laut): Sie wissen doch selbst am besten, dass dies ein Fake-Interview ist. Insofern braucht Sie die Antwort darauf nicht zu interessieren, da Sie sie ja ohnehin selbst schreiben könnten.
Postillon: Oh, ok. Dann kommen wir eben gleich zur Sache: Wie wollen Sie die versprochenen Steuersenkungen finanzieren?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Genauso, wie wir es vor der Wahl und noch bis vor wenigen Tagen versprochen haben: Für Steuersenkungen dürfen keine neuen Schulden aufgenommen werden - stattdessen nehmen wir neue Schulden auf.
Postillon: Stimmt - in Form eines Nebenhaushaltes. Aber haben Sie Nebenhaushalte vor der Wahl nicht noch strikt abgelehnt?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Richtig. Deshalb richten wir ja auch keinen Nebenhaushalt ein, sondern einen Nebenhaushalt.
Postillon: Und wie wollen Sie diese neuen Schulden je wieder abbauen. Durch sozialen Kahlschlag?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Da müssen Sie sich keine Sorgen machen. Mit der FDP wird es keinen sozialen Kahlschlag geben, sondern vielmehr einen sozialen Kahlschlag.
Postillon: Und Sie haben keine Sorge, dass Ihre politischen Gegner jetzt Alarm schlagen?
Westerwelle (einen Tick zu laut): Ach i wo, seit dieser Teufelskerl Westerwelle nicht mehr in der Opposition sitzt, sehe ich niemanden, der uns da gefährlich werden könnte. Der war ja einer der erbittertsten Gegner solcher Tricks.
Postillon: Ich sehe, Sie haben das alles gut durchdacht. Vielen Dank für dieses Interview.
Westerwelle (einen Tick zu laut): Gerne doch.
ssi; Foto (Dirk Vorderstraße): Freut sich über Steuersenkungen für Besserverdienende wie ihn, wenn er irgendwann aus der Politik aussteigt: Westerwelle.

Westerwelle im Postillon-Archiv:
Pfui Teufel! Merkel und Westerwelle koalieren
Westerwelle von Ei getroffen
Westerwelle und Merkel ziehen sich auf einsame Insel zurück
Bitte lächeln
Kein Ohrenschmaus

Interviews im Postillon-Archiv:
Interview mit Günter Wallraff: "Ich war ein Mainzelmännchen"
Schäuble und das Grundgesetz: Das Interview
Schwarzarbeit legalisieren: Das Interview
Gräberfund bei Castrop-Rauxel: Das Interview
Interview mit einem Pantomimen
Heroin legalisieren: Das Interview
Ackermann im Kreuzverhör
Geburtstagskind
Polizeiverhör

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Ratgeber: Heiße Tipps für kalte Tage

(dpo) - 5°, 0°, Stalingrad: Da kann man noch so viel CO2 emittieren, der Winter ist nicht aufzuhalten. Ganz Findige haben natürlich bereits im Sommer eine gehörige Portion warmer Luft ins Gefrierfach gepackt, eingefroren und jetzt wieder aufgetaut. Für alle anderen hat der Postillon recherchiert und präsentiert hiermit exklusiv acht heiße Tipps, mit denen man den frostigen Zeiten cool engegensehen kann:

1. Verschüren Sie Butter, Milch und Fleisch in Ihrem Kachelofen, denn wer Fett verbrennt, friert nicht.

2. Halten Sie immer eine Wärmflasche bereit (z.B. Strohrum oder Korn).

3. Vermindern Sie den unnötigen Höflichkeitsabstand zu Ihren Mitmenschen in Bus, Hörsaal, Klassenzimmer oder Büro auf ein Minimum. Reibung bringt zusätzliche Wärme.

4. Schließen Sie alle Browserfenster und aktivieren Sie Firefox, Firewall und sämtliche Brennprogramme.

5. Tragen Sie Ihre Klamotten in Schichten: Gehen Sie zur Frühschicht im Pullover, zur Spätschicht in Hosen und zur Nachtschicht in Socken und Unterwäsche.

6. Kochen Sie mit Heizöl.

7. Bewegung hilft! Bewegen Sie am besten Ihren Heizungsthermostat auf fünf.

8. Machen Sie exakt das Gegenteil von dem, was Ihnen der Postillon am heißesten Tag des Jahres empfohlen hat.

In den Kommentaren ist natürlich wieder jede Menge Raum für weitere Vorschläge.

ssi; Foto links: sclera; Foto rechts: Jedi-Ritter wissen, dass auch die Gedärme von Tauntauns notfalls Wärme spenden können.

Tipps und Tricks im Postillon-Archiv:
Ratgeber: So wählt man richtig
Das Aus für die Glühbirne und die Folgen
So kommen Sie sicher durch den heißesten Tag des Jahres
Wasser sparen: So geht's richtig
Krawalle am 1. Mai: So geht's richtig
Wenn die Inflation kommt
Mahlzeit
Umweltschutz am Arbeitsplatz
Müssen wir jetzt alle sterben?

Das schreibt der Chefred. anderswo

BILDblog:
13.9.2012: Unfassbar! (2)
6.8.2012: Endstation Kohl
31.7.2012: Keinen Respekt gezollt
25.7.2012: Milchmädchen verlieren mehr Geld
2.6.2012: Royal Mail from Wagner
16.5.2012: Eine von uns, von uns und von uns
30.4.2012: Bundeszentrale für politisches Halbwissen
26.4.2012: Unsinn über irgendeinen Soli (3)
26.4.2012: Hooray for Boobies
16.4.2012: Faszination Sexy Cora
12.4.2012: Hartz-IV-Sauerei-Sauerei
10.4.2012: Krebs schon wieder geheilt
3.4.2012: Antonia Rados, Vertrauensindex, Kopieren
30.3.2012: Unsinn über irgendeinen Soli (2)
22.3.2012: Unsinn über irgendeinen Soli
31.1.2012: Jauch Beine Po
28.1.2012: Wenigstens die Haare schön
25.1.2012: Auf halber Flamme
9.1.2012: Rasender Reporter
8.12.2011: Schlechte Gewinner
30.11.2011: Und Katzen würden Whiskas kaufen (2)
28.11.2011: Angst vor der eigenen Rechthaberei
23.11.2011: Wetter, dass..?
22.11.2011: Nichts zu berichtigen
7.11.2011: Sterben live
5.11.2011: Griechen raus!
3.11.2011: Unruhe bitte!
1.11.2011: Schade, Maskerade
25.10.2011: Kleiner FauXPas
18.10.2011: Wegen 99 Luftballons
18.10.2011: Ganz schön aufgeblasen
14.10.2011: Wir müssen leider draußen bleiben (2)
5.10.2011: Ganz schlimmer Finger
4.10.2011: Der letzte Blondikaner
27.9.2011: Zu viel Gas gegeben
23.9.2011: Wario Basler
21.9.2011: Keine Gnade
20.9.2011: Studenten verbummelt
19.9.2011: Der neue Milchmädchen-Atlas
19.9.2011: Ziemlich viel Unfux
14.9.2011: Die Achse des Busen
13.9.2011: Der Milchmädchenatlas von Bremen
8.9.2011: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung
11.8.2011: Alter Mann? Alter Hut!
23.7.2011: Vorzeitiger Mutmaßungserguss
19.7.2011: Lohnsteuermann über Bord
11.7.2011: Alkohol weckt Tote auf
29.6.2011: Weniger ist oft mehr
28.6.2011: Miami Vize
16.6.2011: Bei Rückruf Spott
15.6.2011: Mediapart, Tumblr, Facebook
14.6.2011: Nach Zitat vervierfacht
7.6.2011: Panik, Kritikkritik, Kika
6.6.2011: Für eine Handvoll Milchmädchen
31.5.2011: Pleite-Journalisten
26.5.2011: Wenn Rechte nach dem Rechten sehen
24.5.2011: Die "Bild"-Wortspiele von Cannes
21.5.2011: Wie dränge ich ein Land aus der Eurozone?
16.5.2011: Ups, verpisst
13.5.2011: Pöbelei ins Nest gelegt
12.5.2011: Komma zum Punkt
11.5.2011: Niveau ist keine Hautcreme (3)
10.5.2011: Leichenschau
9.5.2011: 'Türlich 'türlich (sicher, Digger)
7.5.2011: Auf großem Fuße
6.5.2011: Deep Space Six
5.5.2011: Böhse Journalistenz
4.5.2011: Blome um Blome, Quoos um Quoos
2.5.2011: Bin Laden zu Tode geshopt
2.5.2011: Wer im Glabhaus sitzt...
29.4.2011: Gesund grillen ist ja sooo 2007
21.4.2011: Dicke Schamlippe riskiert
20.4.2011: Zukunst
6.4.2011: Katastrophenszenario gekapert
5.4.2011: Fäkaler Irrtum
31.3.2011: Der Experte, der Stromknappheit schrie
30.3.2011: Gute Grüne, schlechte Grüne
25.3.2011: Eine wie keine
23.3.2011: Wagner steht Kopf
22.3.2011: Der King lebt!
21.3.2011: Das Photoshop-Disasters-Desaster
17.3.2011: Frau vergiftet Schlange
14.3.2011: Nochmal Schwein gehabt
14.3.2011: Besoffenheitsjournalismus (2)
11.3.2011: Schuld sind immer die Griechen
8.3.2011: Chauvitag 2011
28.2.2011: Die üblichen Verdächtigen
24.2.2011: Heidi Opossum, schielen Oscar
22.2.2011: Deutschlands flexibelste Meinung
17.2.2011: Der Tod steht ihr gut
15.2.2011: Die verlorene Ehre des Abu A.
11.2.2011: Der Rücktritt vom Rücktritt
3.2.2011: Jay Khan's doch noch
28.1.2011: Eine Krähe hackt der anderen ein Auge aus
27.1.2011: Es kann nur die eigenen geben
25.1.2011: Metaboulevard of broken dreams
21.1.2011: Der Tod und die Titten
14.1.2011: Mensch Maschmeyer!
10.1.2011: Einnehmen leicht gemacht
20.12.2010: Friede sei mit uns
20.12.2010: Killing me softly
19.12.2010: Geht 'ne Journalistin zum Arzt...
15.12.2010: Wir sind Meinungsfreiheit!
13.12.2010: Knapp Salbei ist auch daneben
8.12.2010: Wohin hinkt Brüderles Vergleich?
7.12.2010: Angst essen Hirn auf
30.11.2010: Küssen verboten
23.11.2010: Karl-Theodor I.
23.11.2010: Ein Mann zum Tierchenstehlen
20.11.2010: Wagner mit seinem Latein am Ende
18.11.2010: Diskriminalreportagen
15.11.2010: Besoffenheitsjournalismus
5.11.2010: Bomben-Stimmungsmache
4.11.2010: Allee: Hopp!
27.10.2010: Banken: Verwechselkurse stabil
26.10.2010: Eine Neuerung für die Cats
25.10.2010: Neues aus der Frankheimer Eckschau
18.10.2010: Und täglich grüßt die KFN-Studie
13.10.2010: Wenn das der Netzer wüsste
7.10.2010: Auf die schiefe Bahn geraten
4.10.2010: Brandenburger Eigentor
1.10.2010: Britische Studien sind ja so 2009
23.9.2010: Mieser Teaser
21.9.2010: Jeder Schütze ein Treffer (2)
16.9.2010: Jeder Schütze ein Treffer
13.9.2010: Meinungsmache mit der Meinungsfreiheit
6.9.2010: Und Katzen würden Whiskas kaufen
5.9.2010: Ein Tag am Boulevard
27.8.2010: Das Pornokino des 21. Jahrhunderts
25.8.2010: Einfach mal das Gehirn lüften
17.8.2010: Das Rauschen im Hanfblätterwald
14.8.2010: Ein Herz für Schmutzkampagnen
4.8.2010: Schon wieder Wasserzeichen im All entdeckt
30.7.2010: Wie der Vater so der Sohn
29.7.2010: Reisen bild.det
26.7.2010: E.T. nach Hause twittern
20.7.2010: Mangelndes Migrationshintergrundwissen
6.7.2010: Brennendes Papier ist geduldig - auch online
1.7.2010: Boateng trat, "Bild" tritt nach
13.6.2010: Macht der Islam Jugendliche gewalttätig?
1.6.2010: Gewaltige Unterschiede
4.5.2010: Die Nachricht von heute: ein Porno vom Vorjahr
28.4.2010: Leitfaden: Wie hetze ich gegen ein Land auf?
26.4.2010: Verbraucherschutz mit nichts drin
31.3.2010: Der endlich gefallene Hartz-IV-Groschen
12.3.2010: Empörung über Amoklaufprävention
4.3.2010: Viel Lärm um Hartz
27.2.2010: Dummheit macht Rauch
12.2.2010: Wie sich alle mit Hartz IV verrechnen
10.2.2010: Wasserzeichen im All entdeckt
5.2.2010: Immer mehr Artikel über Hartz-IV-Betrüger!
13.1.2010: Schleichst du noch oder wirbst du schon?
22.12.2009: Brittany Murphy und das Schweinegrippefoto
15.11.2009: Ein Rekord für die Ewigkeit
20.10.2009: Von UFOS und anderen Kometen
10.6.2009: Redaktion "ernüchtert" über Zeitkontinuum

Extra 3:
26.1.2011: Geiseln im Dschungel

Titanic:
01/2009: Immerhin
10/2008: Flexibel
09/2008: Kontinuität

Dienstag, 20. Oktober 2009

Nach gefälschter Wahl: Karsai erklärt sich zu gefälschter Stichwahl bereit


Kabul (dpo) - Aufgrund massiver Fälschungs- und Betrugsvorwürfe nach der afghanischen Wahl am 20. August stimmte der amtierende Präsident Hamid Karsai jetzt zu, sich einer Stichwahl gegen seinen Herausforderer Abdullah Abdullah zu stellen.
"Ich werde Afghanistan und dem Rest der Welt beweisen, dass ich die nötigen gefälschten Stimmen auch in einem zweiten Wahlgang erringen kann", erklärte der 51-jährige Paschtune. Karsai zeigte sich zudem überzeugt, dass ihm in einigen Regionen wieder bis zu 500% der Wähler ihr Vertrauen aussprechen werden.
ssi; Foto links: Kann die gefälschten Wahlzettel gleich noch einmal einsetzen: Hamid Karsai; Foto rechts: Hat zwar den cooleren Namen, aber keine Chance: Herausforderer Abdullah Abdullah.

Afghanistan im Postillon-Archiv:
Neue Taktik: Bundeswehr stabilisiert Afghanistan aus der Luft
Bundeswehr weitet Einsatz gegen Zivilbevölkerung aus
Afghanistan nicht sicher vor Taliban
Deutscher Soldat froh, nicht im Krieg, sondern bei Stabilisierungseinsatz gestorben zu sein
al-Qaida und die Pleite
Nach afghanischem Luftschlag: Über 100 Tote in den USA
Freiheit am Hindukusch

Pech gehabt

Wunsiedel (dpo) - Ein 34-jähriger Tourist, der sich am Montag in einem dunklen Höhlensystem im Fichtelgebirge verirrt hatte, hatte Pech: "Damit konnte ich einen Stock zu einer Fackel umfunktionieren und fand so im Nullkommanichts wieder nach draußen", freute sich der Mann anschließend.
ssi; Foto (Ulenspiegel): Am besten verirrt man sich in solchen Höhlen mit ein wenig Pech.

Weitere Geschichten mit glimpflichem Ausgang im Postillon-Archiv:
Entlassener Tierarzt läuft Amok
Schon wieder! Minibarkeeper beinahe erfroren
Feuerwehrmann: "Überall lagen Leichen herum!"
Karstadt-Rolltreppe steckengeblieben
Drama über den Wolken geht glimpflich aus
15/1 Terroranschlag auf New York
Arschbombenattentat verhindert
Elbfähre außer Kontrolle
iPhone vernachlässigt
Das Wunder von Limbach-Oberfrohna
Smart-Crash

Montag, 19. Oktober 2009

Newsticker (26)

++++ Mann doch kein Hypochonder: "Ich hatte mir das nur eingebildet" ++++
++++ Zynisch: Vegetarier von fleischfressender Pflanze gefressen ++++
++++ Abgehört: Schäuble wusste bereits vorher, dass er den Big-Brother-Award erhält ++++
++++ Besorgniserregend: Vier von fünf Killerspiele-Spielern sind zu fett für Amoklauf ++++
ssi

Alle Newsticker auf einen Blick:
Hier!

Scooter fühlt sich nicht ernst genommen

(dpo) - H.P. Baxxter, Frontmann der Techno-Formation Scooter, drückte im Interview mit Bild am Sonntag seine Enttäuschung darüber aus, dass seine Band in Deutschland eher belächelt werde, während ihr im Ausland deutlich mehr Respekt entgegengebracht würde.
Dies könnte Postillon-Recherchen zufolge unter anderem daran liegen, dass man hierzulande leider den Unfug verstehen kann, den Baxxter bei Fernsehauftritten von sich gibt oder wenn er in der Klatschpresse über mangelnden Respekt jammert.
ssi; Foto: Konnte immer noch nicht klären, wieviel der Fisch kostet: H.P. Baxxter.

Promis im Postillon-Archiv:
9-jährige froh, dass ganze Welt jetzt endlich weiß, wo sie gezeugt wurde
Wurde beim Playboy-Auftritt von Marge Simpson getrickst?
Endlich: Kinder arbeiten für Kinder
Megan Fox doch nicht schizophren

Sonntag, 18. Oktober 2009

Das Wort zum Sonntag (48)

Kommentar:
Eines verlieren unsere werten Herrn Politiker und Frauen Politikerinnen immer wieder aus den bisweilen auch einseitig zugedrückten Augen, unter deren vier sie sich ja nur allzu gerne unterhalten: Konsequenzen müssen folgen, sonst müsste man sie ja Prophylaxe nennen, die wiederum nicht mit durchtrainierten Kampffischen, den sogenannten Profi-Lachsen zu verwechseln ist. Wer glaubt, dass es sich hier nur um zeilenfüllenden Unfug handelt, der sollte es wie ein umgekehrter Schuh halten: Nur aus ihm nämlich wird umgekehrt ein Schuh draus.
ssi

Samstag, 17. Oktober 2009

Postillon-Kleinanzeige: Stopp-Schilder günstig abzugeben

100.000 digitale Stoppschilder (.jpg od. .tif) mit sinnlosem Text umständehalber günstig abzugeben, vielseitig einsetzbar z.B. ausgedruckt als Verkehrsschild, als Schablone für professionelle Bienenwabenzeichner oder als abschreckendes Beispiel in Geschichtsbüchern, Top-Zustand: nie verwendet, Preis: Verhandlungssache, Chiffre: 142-Ursula.
ssi

Weitere Kleinanzeigen im Postillon-Archiv:
Freiwillige gesucht
Dienstwagen zu verkaufen

Links! Zwo! Drei! Vier! (7)

Täterätäääää! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier mehr oder weniger amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Auf Photoshop Disasters gibt es wieder ein paar neue Katastrophen zu besichtigen: z.B. diese hier (Pfui!) und diese hier.

2. In der Kolumne "Das Leben der Anderen" auf sueddeutsche.de sammelt Christian Kortmann regelmäßig YouTube-Fundstücke. In dieser Woche geht es um mehr oder weniger geglückte Streiche. Besonders empfehlenswert sind die letzten beiden.

3. Der Blog Sumpfnoodle verspricht "Fun total aus Schweizer Sicht: lustige, kuriose und satirische Videos, Bilder und Texte": Nette Beispiele gibt es hier, hier, hier und hier.

4. Die Wahrheitsredaktion der taz hat anlässlich der Frankfurter Buchmesse (Gastland China) einen Unterbringungswettbewerb für Journalisten ausgelobt. Der sinnfreie Satz "Was für Konfuzius Konfetti, sind für Chinesen die Spaghetti" wurde unter anderem Reit-Sportchef Rainhardt Wendt und Trainer-Legende Udo Lattek in der WAZ untergejubelt. Den Wettbewerb gewonnen hat allerdings der Verteidigungsminister der Stardust-Union, Sean Legrange in Band Nr. 2511 von Perry Rhodan.
ssi

Freitag, 16. Oktober 2009

Warum ist Guttenberg eigentlich der Liebling der Deutschen?

Berlin (dpo) - Bereits im Juli erklärte Bild, die Heimat des investigativen Journalismus, seinen verblüfften Lesern: "Darum ist Guttenberg der Liebling der Deutschen".
Der Postillon wollte jedoch noch genauer wissen, warum Karl Theodor zu Guttenberg so fantastisch beliebt ist, und fand zumindest einen wichtigen Grund:

Sehen Sie nach dem Klick, warum Guttenberg der Liebling der Deutschen ist!

9-jährige froh, dass ganze Welt jetzt endlich weiß, wo sie gezeugt wurde

ssi; Foto: Freut sich, dass sie - wie Boris Becker jetzt zugab - nicht in einer Besenkammer gezeugt wurde, sondern während eines 5-sekündigen Aktes auf der Treppe: Anna Ermakova (9).

Bobbele im Postillon-Archiv:
Das Leben des Beckers
Reich und dumm

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Saftlose Zitronenhälfte sieht sich als Presseopfer

Mannheim (dpo) - Aufgrund übertriebener Berichterstattung sieht sich eine frisch ausgedrückte Zitronenhälfte als Presseopfer.
"Vor allem die überregionale Tageszeitung Der Postillon berichtet übertrieben sensationell über meine durch manuelles Ausquetschen an einer Presse hervorgerufene Saftlosigkeit", beschwerte sich die gelbe Südfrucht. "Ich bin richtig sauer!"
ssi; Foto (Lizzy): Wurde noch nicht einmal anonymisiert: Zitronenhälfte.

Obst im Postillon-Archiv:
Marktbefruchtung
Multivitamindesaster

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Warum hassen eigentlich alle Lafo?

Berlin (dpo) - Bereits am Montag fragte das investigative Blatt Bild: "Warum hassen alle Lafo?" Zudem stellt der anonyme Autor schockiert fest: "Plötzlich prügeln alle auf Lafo ein!"
Der Postillon hat recherchiert und zumindest einen Grund dafür gefunden, dass Oskar Lafontaine ein derart schlechtes Image hat:

Sehen Sie nach dem Klick, warum alle Oskar Lafontaine hassen!

Wirtschaftskrise: JVA Stuttgart entlässt 400 Insassen fristlos

ssi; Foto (Manecke): Engpass noch nicht beseitigt: Weitere 100 Gefangene befinden sich derzeit in Kurzhaft.

Alle Nachrichten in Bildern auf einen Klick:
Hier!

Dienstag, 13. Oktober 2009

Wurde beim Playboy-Auftritt von Marge Simpson getrickst?

Springfield (dpo) - Gute Nachrichten für männliche Fans der US-Fernsehserie "The Simpsons": Mutter Marge hat sich für die November-Ausgabe des amerikanischen Playboys ausgezogen.
Doch der attraktiven Mittdreißigerin schlägt nicht nur Bewunderung entgegen. In Celebrity-Kreisen wird darüber gelästert, dass an Marge Simpson so gut wie nichts echt sei - immerhin sei sie seit den frühen 90ern so gut wie nicht gealtert.
"An dieser Frau ist alles künstlich", verrät ein Insider, der bis vor einigen Jahren Drehbücher für die beliebte Serie schrieb, gegenüber dem Postillon. Zudem sei ihm zu Ohren gekommen, dass an den erotischen Bildern auf dem Cover und im Heftinneren viel mit Farbe und Pinsel gearbeitet wurde.
ssi; Foto: So posiert Marge Simpson auf der neusten Ausgabe des Playboys.

Alle Postillon-Promi-News auf einen Blick finden Sie nach dem Klick!

Piratenschatz entdeckt

Trinidad (dpo) - Wie erst jetzt bekannt wurde, ist ein britisches Linguistenteam bereits vergangene Woche auf einen von Piraten versteckten Wortschatz gestoßen. In der auf einer unbewohnten Karibikinsel vergrabenen Kiste fanden die Sprachwissenschaftler neben verschieden lang gezogenen Arrrrrrrrr!s auch einige bislang unbekannte Schimpfwörter sowie mehrere Knäuel Seemannsgarn.
ssi; Bild: Piraten streiten sich, wer den Wortschatz vergraben darf (künstlerisch dramatisiert).

Piraten im Postillon-Archiv:
Kapitalvermögen von Seeräubern aufspüren - so geht's
Wohin mit den neun Piraten?
Presseschau (1)
Arrrrrrrr!

Montag, 12. Oktober 2009

Newsticker (25)

++++ Unzufrieden: Mann mit Tourette-Syndrom verflucht sein Schicksal ++++
++++ Hohe Ehrung: Nobelpreiskomitee erhält Sondernobelpreis für Coolness ++++
++++ Überfordert: Fotograf fordert Entwicklungshilfe ++++
++++ Überraschung: Meteorologe konnte Kugelhagel, in dem er starb, nicht vorhersagen ++++
ssi

Alle Newsticker im Postillon-Archiv:
Hier!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Bunte US-Truppe: Homosexuelle dürfen bald an die Waffen

Washington (dpo) - US-Präsident Barack Obama hat sein Versprechen erneuert, das Homosexualitätsverbot in den Streitkräften abzuschaffen. Er wolle, dass patriotische Amerikaner, die dem Land dienen möchten, nicht bestraft würden, sagte der frisch gebackene Friendensnobelpreisträger in Washington bei einer Veranstaltung der Human Rights Campaign (HRC), der größten Homosexuellen-Organisation der USA.
"Es muss vielmehr endlich Schluss damit sein, dass nur Heterosexuelle in den sinnlosen Kriegen Amerikas sterben", fuhr Obama fort. "Auch Homosexuelle haben das Recht, in Afghanistan von einer Tretmine zerfetzt oder im Irak aus dem Hinterhalt erschossen zu werden." Auch die Misshandlung muslimischer Gefangener dürfe nicht allein in der Hand derer liegen, die sich zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen. Dafür werde sich der Präsident einsetzen.
Dan Kyler, ein Sprecher der HRC, setzt viel Hoffnung in Obamas Versprechen. "Ich will, dass nicht nur heterosexuelle Soldaten nach mehrjährigem Kriegseinsatz traumatisiert in ihre Familien zurückkehren", erklärte er. "Schwule und Lesben sollen genau wie alle anderen das Recht haben, sich selbst oder ihre Angehörigen nach ihrer Heimkehr aufgrund einer Posttraumatischen Belastungsstörung zu töten. Das darf kein Privileg bleiben."
Auch Sergeant Ryan J., der seinen vollen Namen aus Angst vor Repressionen nicht nennen will, hofft: "Ich möchte endlich, ohne meine Sexualität verstecken zu müssen, auf Kinder und Zivilisten schießen dürfen, wenn ich glaube, sie seien Terroristen oder wenn ich einfach nur Lust dazu habe", sagte der 34-jährige Marine-Infanterist. "Bislang konnte ich das nur, weil niemand von meiner Vorliebe für Männer weiß. Krieg, Vernichtung, Folter und Mord", so J. weiter, "das sind Dinge, die allen Menschen möglich sein müssen - egal welcher Hautfarbe, Religion oder sexuellen Orientierung."
ssi; Foto links oben: Bei den zahlreichen Konflikten der USA braucht er jeden Mann: Obama; Foto rechts oben: Wollen ab sofort auch Gefangene quälen dürfen: Schwule und Lesben; Foto links unten: Auch auf den Soldatenfriedhöfen werden in Zukunft endlich mehr Homosexuelle liegen und trauern dürfen; Foto rechts unten: Wird die US-Army bald eine bunte Truppe?

Homosexualität im Postillon-Archiv:
Adoptionsrecht für Homosexuelle - so könnte es gehen

Folter im Postillon-Archiv:
Ich kann es nicht sehen - also ist es nicht da
CIA-Roboter werden verschont
Auf die Folter gespannt

Das Postillon-Archiv

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