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Mittwoch, 27. Januar 2010

Regierung plant schrittweisen Bundeswehrabzug aus Deutschland

Berlin (dpo) - Zwei Tage vor der Afghanistan-Konferenz in London hat Angela Merkel die neue Strategie der Bundesregierung vorgestellt. Mit dem Entschluss, weitere 850 Soldaten in Richtung Afghanistan abzuziehen, sei man dem Endziel eines vollständigen Truppenabzuges der deutschen Streitkräfte aus Deutschland wieder einen Schritt nähergekommen, so die Kanzlerin. Damit müssen nur noch 239.000 in Deutschland verbliebene Armeeangehörige in andere Länder geschickt werden.

"Wir wollen in den nächsten vier Jahren Voraussetzungen dafür schaffen, dass die militärische Präsenz schrittweise zurückgeführt werden kann", fügte Außenminister Guido Westerwelle hinzu. "Wir müssen unsere Jungs aus Deutschland rausholen. Zwar können wir noch kein endgültiges Abzugsdatum nennen, sind aber optimistisch, dass Deutschland ab 2014 größtenteils selbst für seine Sicherheit sorgen kann", so Westerwelle weiter. Die FDP setzt sich schon seit Jahrzehnten für die Abrüstung Deutschlands ein.
Die 850 endlich aus der Bundesrepublik abgezogenen Soldaten indes sind froh, dass sie weg dürfen. "Endlich darf ich wieder zurück in den Krieg", freut sich Stabsfeldwebel Dennis Roisch. "Ich kann es gar nicht erwarten, endlich aus dieser Hölle der Langeweile in meiner deutschen Kaserne rauszukommen." Und auch sein Kamerad Christian Ligendza hält es keinen Tag länger bei seiner hochschwangeren Freundin aus.
Allerdings haben nicht alle Soldaten so viel Glück wie Dennis Roisch und Christian Ligendza. Manch einer kommt von seinen Erlebnissen in Deutschland nämlich derartig traumtisiert nach Afghanistan, dass er dort vor einem Scherbenhaufen steht.
ssi; Foto rechts oben: Wünscht den vollständigen Truppenabzug aus Deutschland: Angela Merkel; Foto links: Wünscht sich weniger Staat im Staat: Guido Westerwelle; Foto rechts unten (Capellmeister): Dürfen endlich zum Auslandseinsatz: Bundeswehrsoldaten.



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