"Als ich heute Morgen zur Arbeit fuhr, war die Autobahn wie leergefegt", erklärte Sveti Jovan Bigorski, ein Mazedonier, der täglich in die nordgriechische Stadt Flórina pendelt. "Und als ich dann ankam, war die Fabrik abgeschlossen."
Auch die deutsche Botschaft in Athen bestätigte, dass kein Hellene weit und breit zu sehen sei. "Wir haben uns umgesehen", so ein Botschaftsangehöriger. "Athen ist bis auf einige Ausländer menschenleer. Selbst das Reinigungspersonal unseres Hauses hat sich sprichwörtlich aus dem Staub gemacht, um irgendwo ein neues Leben anzufangen." Auch auf der Halbinsel Peloponnes und den Mittelmeerinseln ist ersten Berichten zufolge kein Grieche mehr zu Hause.
Experten gehen davon aus, dass entschieden wird, Griechenland müsse jetzt feucht durchgewischt, neu gestrichen und nach einigen Schönheitsreparaturen möglichst schnell neu besiedelt werden.
ssi; Foto links (Dimboukas): Menschenleer: von griechischen Mietnomaden verlassene Häuser; Foto rechts (Onkel Tuca): Nur eines von vielen griechischen Gebäuden, das in desolatem Zustand hinterlassen wurde.
Die griechische Krise im Postillon-Archiv:
Hier!
wunderbar!
AntwortenLöschenda ergibt sich doch eine nie geahnte masse an möglichkeiten.
man könnte beispielsweise staatlich geförderte reisen veranstalten und zwar für all jene, die sowieso unter ihrer spätantiken dekadenz in deutschland nur zu leiden haben und sich in griechenland, dementsprechend wohlfühlen müssten. dann lassen wir nana mouskouri noch ein stück mit dem titel "pfälzischer wein" interpretieren und schon füllen sich die leerstehenden griechischen fabriken wie von geisterhand mit arbeitswilligen menschen. das staatsdefizit wird im nu ausgeglichen sein.
darauf nen ouzo mit sirtaki-knorpel
Ha! Seit Wochen warte ich auf eine Gelegenheit, einen Fehler zu benörgeln, um zu zeigen, dass auch der Postillon nicht unfehlbar ist, und da ist er endlich! Seht und staunt und lacht:
AntwortenLöschen"Selbst das Reinigungspersonal unseres Hauses, hat"
Da ist ein Komma zuviel.
Ähm. Tja. Das war jetzt vielleicht ein bisschen antiklimaktisch. Und wahrscheinlich habe ich außerdem in diesem Kommentar irgendwo selbst einen Kommafehler gemacht. Aber trotzdem. Ich fühle mich gut.
@Muriel:
AntwortenLöschenDas habe ich da, extra für Dich platziert, Muriel. Ich weiß doch, wie du dich freust. Ist korrigiert.
Da fällt mir auf, im "Irodion" gegenüber war gestern noch lange Licht.
AntwortenLöschenEs soll in Athen übrigens einige Immobilien in herrlicher Hanglage geben, die aber nach Bildern stark renovierungsbedürftig sind. Man müsste sich da nach einem Steinmetz umsehen, der sich mit pentelischem Marmor und dorischem Säulenbau auskennt, aber da ließe sich schon ne gemütliche Wochenendwohnung einrichten.
Verdammt! Da schulden mir auch noch ne Menge Leute Geld!
AntwortenLöschenDie gleiche Nummer haben die Griechen ja schon mal abgezogen und zwar vor Troja. Wie erst jetzt exclusiv im Postillon enthüllt wird, verstecken die Einwohner Hellas´ sich in kleinen selbst gezimmerten Holzautos (sog. "Trojanischen Volkswagen") auf den Parkplätzen von Shoppingcentern und Imbißbuden. Die spontan im Hamelner Restaurant "Ouzo" gegründete Exilregierung plant jetzt die Entsendung mehrerer THW-Bouzouki-Orchester an die Costa Cordalis um die Flüchtlinge herauszulocken. Man hofft, daß die Einwohner durch die Stimulation ihrer bekanntlich angeborenen Tanzwut dann ihre Verstecke verlassen müssen, um auf den Straßen Tzatziki zu tanzen.
AntwortenLöschenAnonymus
In dieser Satire steckt des Pudels Kern.
AntwortenLöschenEs wäre überaus wünschenswert,wenn die Griechen das Land mit einem Generalstreik überziehen.Und zwar so lange,bis offiziell sichergestellt ist,dass das griechische Volk nichts,aber auch gar nichts mit diesen Schulden zu tun hat.Verweigert Euch,Ihr Griechen,und besinnt Euch fest darauf,dass diejenigen,die Euer Land aufs Perfideste in diese Schuldenlast manövriert haben,selbst dafür aufzukommen haben.