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Dienstag, 2. März 2010

Über 11 Millionen Griechen über Nacht vor Gläubigern geflohen

Athen (dpo) - Schlechte Nachrichten für Gläubiger weltweit! Allem Anschein nach haben die Einwohner von Griechenland in der Nacht von Montag auf Dienstag klammheimlich ihr hoch verschuldetes Land verlassen.
"Als ich heute Morgen zur Arbeit fuhr, war die Autobahn wie leergefegt", erklärte Sveti Jovan Bigorski, ein Mazedonier, der täglich in die nordgriechische Stadt Flórina pendelt. "Und als ich dann ankam, war die Fabrik abgeschlossen."

Auch die deutsche Botschaft in Athen bestätigte, dass kein Hellene weit und breit zu sehen sei. "Wir haben uns umgesehen", so ein Botschaftsangehöriger. "Athen ist bis auf einige Ausländer menschenleer. Selbst das Reinigungspersonal unseres Hauses hat sich sprichwörtlich aus dem Staub gemacht, um irgendwo ein neues Leben anzufangen." Auch auf der Halbinsel Peloponnes und den Mittelmeerinseln ist ersten Berichten zufolge kein Grieche mehr zu Hause.
Im Augenblick berät das Europaparlament in Abwesenheit aller griechischen Abgeordneten, wie die EU reagieren soll, falls die über 11 Millionen Mietnomaden verschwunden bleiben.
Experten gehen davon aus, dass entschieden wird, Griechenland müsse jetzt feucht durchgewischt, neu gestrichen und nach einigen Schönheitsreparaturen möglichst schnell neu besiedelt werden.
ssi; Foto links (Dimboukas): Menschenleer: von griechischen Mietnomaden verlassene Häuser; Foto rechts (Onkel Tuca): Nur eines von vielen griechischen Gebäuden, das in desolatem Zustand hinterlassen wurde.