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Dienstag, 28. Dezember 2010

Bahn kompensiert winterbedingte Zugausfälle mit Leihdraisinen

Berlin (dpo) - Na endlich: Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die zahlreichen Zugausfälle mit dem Einsatz von Draisinen zu kompensieren. Reisende, die an eingeschneiten Bahnhöfen festsitzen, können damit auf eigene Faust auf den vereisten Strecken ihr Glück versuchen. Die kompakten Handwagen können ab sofort an jeder Haltestelle zum regulären Fahrpreis entliehen und am Zielbahnhof wieder abgegeben werden.

"Da sie mit reiner Muskelkraft betrieben werden, sind Draisinen die einzigen Schienenfahrzeuge in unserem Bestand, die vom schlechten Wetter nicht beeinträchtigt sind", teilte ein Konzernsprecher dem Postillon mit. "Gefahren sehen wir keine, da die meisten Strecken zur Zeit ohnehin verwaist sind. Und sollte doch einmal ein Zug durchkommen, dann dürfte er kältebedingt kaum schnell genug sein, um eventuell vor ihm fahrende Draisinisten zu gefährden."
Die ersten Testfahrer sind begeistert. "Das ist allemal besser, als am Bahnhof zu erfrieren", freut sich Elmar K. aus Hamburg, der soeben mit der Draisine aus Lübeck angereist ist. "Außerdem gehören damit ausgefallene Heizungen, klemmende Türen, vereiste Triebfahrzeuge oder inkompetentes Personal der Vergangenheit an."
Sollte der Pilotversuch von Erfolg gekrönt sein, so könnten Draisinen auch zum Einsatz kommen, wenn bei der nächsten Hitzewelle wieder reihenweise Klimaanlagen ausfallen.
ssi; Foto oben: Hivi, CC BY-SA 3.0, Foto rechts (George Shuklin, CC2.5): Immer pünktlich und sogar noch umweltschonender als reguläre Züge: Draisine.



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