"Da sie mit reiner Muskelkraft betrieben werden, sind Draisinen die einzigen Schienenfahrzeuge in unserem Bestand, die vom schlechten Wetter nicht beeinträchtigt sind", teilte ein Konzernsprecher dem Postillon mit. "Gefahren sehen wir keine, da die meisten Strecken zur Zeit ohnehin verwaist sind. Und sollte doch einmal ein Zug durchkommen, dann dürfte er kältebedingt kaum schnell genug sein, um eventuell vor ihm fahrende Draisinisten zu gefährden."Die ersten Testfahrer sind begeistert. "Das ist allemal besser, als am Bahnhof zu erfrieren", freut sich Elmar K. aus Hamburg, der soeben mit der Draisine aus Lübeck angereist ist. "Außerdem gehören damit ausgefallene Heizungen, klemmende Türen, vereiste Triebfahrzeuge oder inkompetentes Personal der Vergangenheit an."
Sollte der Pilotversuch von Erfolg gekrönt sein, so könnten Draisinen auch zum Einsatz kommen, wenn bei der nächsten Hitzewelle wieder reihenweise Klimaanlagen ausfallen.
ssi; Foto rechts (George Shuklin, CC2.5): Immer pünktlich und sogar noch umweltschonender als reguläre Züge: Draisine.
Weitere Winterartikel im Postillon-Archiv:
Wegen schlechten Wetters: Schnee wird nicht rechtzeitig ausgeliefert
Gleißender Feuerball für kurze Zeit am Himmel aufgetaucht
Seehofer fordert Einwanderungsstopp für Schneemänner
ICE ins Schleudern geraten
Christlicher Schneemann glaubt an ein Leben nach dem Frühling
Erste Eskimos in Norddeutschland aufgetaucht
