Newsticker

Freitag, 31. Dezember 2010

Blick in die Zukunft: So wird das Jahr 2011

(dpo) - Und wieder geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Doch was bringt 2011? Der Postillon hat Tarotkarten um Glaskugeln gelegt, Tiereingeweide gependelt, Kaffeesätze aus Glückskeksen gelesen, Horoskope in Blei gegossen und präsentiert seinen Lesern exklusiv was uns im kommenden Jahr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erwartet:

Politik:
Vladimir Putin überrascht die Welt im Sommer einmal mehr mit martialischen Fotos aus seiner Freizeit.
Als erster Partei überhaupt gelingt es der FDP, negative Wahlergebnisse einzufahren. Bei den 2011 anstehenden Landtagswahlen entschließen sich von 100 Wählern im Schnitt 104 dagegen, ihr Kreuz bei den Liberalen zu machen. Dies bedeutet etwa in Hamburg, dass die FDP erst dann null Sitze in der Bürgerschaft hat, wenn sieben Abgeordnete der anderen Parteien zur ihr übergelaufen sind.

Technologie:
Die Firma Apple stürzt ihre Anhänger in den finanziellen Ruin, indem sie 2011 in kurzen Abständen hintereinander das iPhone 5, 6, 7, 8 und 9 auf den Markt bringt, die sich alle nur in ein, zwei Details vom Vorgängermodell unterscheiden.
Ein neuer Fön für Tiefseetaucher kommt auf den Markt, mit dem man sich auch gefahrlos unter Wasser die Haare trocknen kann.

Sport:
Die Weltmeisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik in Lille (Frankreich) wird wegen einer Serie rhythmischer Sportverletzungen vorzeitig abgebrochen.
Abgesehen von Borussia Dortmund (souveräner Meister) sind die deutschen Bundesligamannschaften in der laufenden Saison so schlecht, dass der 2. und der 3. Tabellenplatz vakant bleiben. Die übrigen Mannschaften teilen sich am Ende der Saison die Plätze 4 bis 20.
Foto: Thom Theobald, CC3.0

Leute:
Lothar Matthäus heiratet eine 12-jährige, lässt ihr die Brüste vergrößern und trennt sich noch vor Ende des Jahres wieder von ihr.
Jörg Kachelmann wird freigesprochen und muss, wenn er dem deutschen Fernsehen erhalten bleiben möchte, die einzige Rolle annehmen, die ihm noch angeboten wird: Angeklagter in einer Gerichtsshow.
Foto: Biso, CC3.0

Lottozahlen:
Die Lottozahlen 2011 lauten wie auch schon in den Jahren zuvor:
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49
(Ohne Gewähr)

ssi

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Deutsche Bank stellt Geldautomaten mit "Doppelt-oder-nichts"-Funktion auf

Frankfurt a.M. (dpo) - Rien ne va plus! Die Deutsche Bank hat heute angekündigt, ihre Geldautomaten deutschlandweit mit einer "Doppelt-oder-nichts"-Funktion auszustatten. Kunden, die Geld abheben wollen, haben damit künftig die Möglichkeit, ohne Mehrkosten den eingegeben Betrag mit einem Zug am Hebel noch vor der Auszahlung zu verdoppeln – oder vollständig zu verlieren.

Newsticker (129)

++++ Ramsch: Neuer Stringtanga schon bei erstem Tragen im Arsch ++++
++++ Taubenschlag: Züchter tot ++++
++++ Bereit für Abschlussprüfung: Diamantenhändlerazubi kann Karate ++++
++++ Passen zusammen: Eber ist dumm wie Sau ++++
ssi

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Mittwoch, 29. Dezember 2010

Kind "schreit vor Glück", weil es für Zalando Schuhe anfertigen darf

ssi; Foto (Daria, CC2.0): Hat dank Deutschlands größtem Schuhshop einen sicheren Job und schreit deshalb wie in der beliebten Werbekampagne gefordert: Kind mit 11-Stunden-Tag.

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Dienstag, 28. Dezember 2010

Bahn kompensiert winterbedingte Zugausfälle mit Leihdraisinen

Foto (Hivi, CC3.0): Zur Zeit schneller und sicherer als herkömmliche Züge: Draisinen.
Berlin (dpo) - Na endlich: Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die zahlreichen Zugausfälle mit dem Einsatz von Draisinen zu kompensieren. Reisende, die an eingeschneiten Bahnhöfen festsitzen, können damit auf eigene Faust auf den vereisten Strecken ihr Glück versuchen. Die kompakten Handwagen können ab sofort an jeder Haltestelle zum regulären Fahrpreis entliehen und am Zielbahnhof wieder abgegeben werden.
"Da sie mit reiner Muskelkraft betrieben werden, sind Draisinen die einzigen Schienenfahrzeuge in unserem Bestand, die vom schlechten Wetter nicht beeinträchtigt sind", teilte ein Konzernsprecher dem Postillon mit. "Gefahren sehen wir keine, da die meisten Strecken zur Zeit ohnehin verwaist sind. Und sollte doch einmal ein Zug durchkommen, dann dürfte er kältebedingt kaum schnell genug sein, um eventuell vor ihm fahrende Draisinisten zu gefährden."
Die ersten Testfahrer sind begeistert. "Das ist allemal besser, als am Bahnhof zu erfrieren", freut sich Elmar K. aus Hamburg, der soeben mit der Draisine aus Lübeck angereist ist. "Außerdem gehören damit ausgefallene Heizungen, klemmende Türen, vereiste Triebfahrzeuge oder inkompetentes Personal der Vergangenheit an."
Sollte der Pilotversuch von Erfolg gekrönt sein, so könnten Draisinen auch zum Einsatz kommen, wenn bei der nächsten Hitzewelle wieder reihenweise Klimaanlagen ausfallen.
ssi; Foto rechts (George Shuklin, CC2.5): Immer pünktlich und sogar noch umweltschonender als reguläre Züge: Draisine.

Weitere Winterartikel im Postillon-Archiv:
Wegen schlechten Wetters: Schnee wird nicht rechtzeitig ausgeliefert
Gleißender Feuerball für kurze Zeit am Himmel aufgetaucht
Seehofer fordert Einwanderungsstopp für Schneemänner
ICE ins Schleudern geraten
Christlicher Schneemann glaubt an ein Leben nach dem Frühling
Erste Eskimos in Norddeutschland aufgetaucht

Newsticker (128)

++++ Wirkt auf den ersten Blick nackt: Schlumpf im Blaumann ++++
++++ Diebstahl: Kleiner dicker Hund mit plattem Gesicht gemopst ++++
++++ Umsonst gebacken: Pustekuchen ++++
++++ Schmiergeld: Korrupter Kfz-Mechaniker lässt sich Ölwechsel bezahlen ++++
ssi

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Montag, 27. Dezember 2010

Papst beendet Kriege, Hungersnöte und religiöse Verfolgung durch Weihnachtsbotschaft

Foto: Hat endlich Konflikte, Armut und Verfolgung beendet: Benedikt XVI.
Rom (dpo) - Bravo Benedikt! Wie erst jetzt deutlich wurde, hat der Papst mit seiner diesjährigen Weihnachtsbotschaft vor Zehntausenden Gläubigen auf dem Petersplatz sämtliche Kriege und Hungersnöte sowie religiöse Verfolgung weltweit ein für allemal beendet.
Die Vereinten Nationen (UNO) bestätigten heute, dass unmittelbar nachdem der Papst dazu aufrief, der Nahostkonflikt beigelegt, Nord- und Südkorea vereinigt, die Bürgerkriege in Darfur, Somalia und der Elfenbeinküste beendet, die Menschenrechte in Afghanistan und Pakistan geachtet und die Armut in Haiti gelindert wurden.
"Ich hätte nicht gedacht, dass es so einfach ist", sagte Generalsekretär Ban Ki Moon heute während einer eilends einberufenen UN-Vollversammlung. "All die Jahre haben wir hart aber vergeblich daran gearbeitet, diese Konflikte zu beenden, dabei hatte nur ein in einem Palast wohnender alter Mann in bunten Kleidern dazu aufrufen müssen und schon herrscht Friede, Freude, Eierkuchen. Dass man nicht schon früher auf diese Idee gekommen ist." Anschließend beschlossen die Vereinten Nationen einstimmig ihre Auflösung.
Papst Benedikt XVI. erklärte, er werde sich um die übrigen Probleme der Menschheit wie Prunksucht, Kindesmissbrauch und Amtsanmaßung bei einer seiner nächsten Weihnachtsbotschaften kümmern.
ssi; Foto rechts: Wenn's der Papst sagt: Netanjahu und Abbas beenden den Nahostkonflikt; Foto links: So sieht Postillon-Zeichner Hieronymus Bosch die schöne neue Welt nach der Weihnachtsbotschaft des Papstes vor.

Der Papst im Postillon-Archiv:
Termin für Papstbesuch überschneidet sich mit düsterer Prophezeiung
Papst erlaubt, Kondome über den Kopf zu ziehen, mit der Nase aufzublasen und platzen zu lassen
Wunder in Spanien: Papst heilt Gläubige von übersinnlichen Wahnvorstellungen
Vatikan verurteilt "Twilight"-Hysterie
Päpstliches Handgelenk gebrochen

ebay nach Überlastung wieder erreichbar

San José, Berlin (dpo) - 3...2...1...keins: Das dürften sich viele Schnäppchenjäger in den letzten Tagen gedacht haben, denn das Internetauktionshaus ebay war immer wieder nicht erreichbar. Der Konzern begründete die Ausfälle mit der ungewohnt hohen Anzahl an laufenden Auktionen, durch die die Server heillos überlastet waren.
"Wir haben die Lage aber inzwischen unter Kontrolle", erklärte Bob Myers, ein Pressesprecher des Weltkonzerns. "Das Problem lag darin, dass seit dem Abend des 24. Dezember ungewöhnlich viele ebay-Nutzer gleichzeitig neue Auktionen gestartet haben." Einen derartigen Andrang habe es seit exakt einem Jahr nicht mehr gegeben.
Erstaunlich sei auch, so Myers, dass 95 Prozent der feilgebotenen Gegenstände zwar als neu oder neuwertig gekennzeichnet sind, aber nur bei den allerwenigsten ein Kassenbon vorliegt.
Übrigens: Jetzt wo die Server wieder laufen, könnte sich ein Besuch bei ebay lohnen. Nahezu alle der neu eingestellten Artikel sind wegen ihres eigenwilligen Geschmacks oder einer persönlichen Widmung erstaunlich günstig.
ssi; Foto links: Einer der vielen Artikel, der unverständlicherweise immer noch bei einem Euro liegt, Foto rechts: Unglaublich günstig, weil im Einband folgender Text steht: "Damit du wieder fit und motiviert im Job bist. Bussi und frohe Weihnachten Beate"

Weitere Nachrichten rund um Weihnachten:
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Freitag, 24. Dezember 2010

Deutsches Geflügel feiert Weihnachten mit traditionellem Brutzeln im Ofen

ssi; Foto (dennis crowley, CC2.0): Mag's an Weihnachten mollig warm und liegt deshalb mit Speck bedeckt im Ofen: Truthahn.

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Donnerstag, 23. Dezember 2010

Jesus Christus hasst Weihnachten

Himmel (dpo) - Jesus Christus, Gottes Sohn, hat heute gegenüber dem Postillon zugegeben, dass er seine Geburtstagsfeier an Weihnachten auf den Tod nicht ausstehen kann. Nahezu alles an dem Fest mache ihn wütend.
"Es ist furchtbar", so der Erlöser. "Seit über 2000 Jahren muss ich mir die Geschichte meiner eigenen Geburt wieder und wieder anhören. Hirten hier, Engel da – das war anfangs noch schmeichelhaft, nervt aber spätestens seit dem 13. Jahrhundert!" Vor allem aber wolle er nichts mehr darüber hören, ob das Jungfernhäutchen seiner Mutter nach seiner Geburt noch intakt gewesen sei.

Newsticker (127)

++++ Enthüllungen aus dem Schweinestall: Fleischbranche zittert vor QuiekiLeaks ++++
++++ Wegen weihnachtlichem Umsatzplus: Parfümeriebesitzer singt Eau du Fröhliche ++++
++++ Nackt auf dem Pferd: Ritter ist entrüstet ++++
++++ Walnüsse knacken: Neuer Extremsport für Tauchfans ++++
++++ Eitel: Magnet hätte gern was Schönes zum Anziehen ++++
ssi, csp (#2), scl (#4)

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Mittwoch, 22. Dezember 2010

Trainerentlassung soll 1. FDP vor dem Abstieg retten

Berlin (dpo) - Kurz vor Ende einer verkorksten Hinrunde mit einer Bilanz von nur wenigen Prozentpunkten geht das Gespenst des Abstiegs beim Traditionsverein 1. FDP um. Schon fordern immer mehr Funktionäre und die wenigen verbliebenen Fans die Entlassung des langjährigen Erfolgstrainers Guido Westerwelle.
"Vor über einem Jahr hat er uns zwar in die 1. Bundespolitik geführt, doch nach den desaströsen Vorstellungen der letzten Saison muss etwas passieren", erklärte ein frustrierter Spieler des 1. FDP, der anonym bleiben will. "Westerwelle trägt die Verantwortung für zahlreiche taktische Fehler wie etwa die völlige Verlagerung des Spiels auf die rechte Seite. Hinzu kamen spektakuläre Fehleinwechslungen wie die Dirk Niebels als Entwicklungshilfeminister. Der Mann kann auf keiner Position gut spielen, aber auf dieser ist er am allerwenigsten geeignet."
Zwar steht der 1. FDP finanziell dank großzügiger Parteispenden exzellent da, doch was nutzt es, wenn sämtliche Heim- und Auswärtsspiele verloren gehen? Geld, so scheint es, schießt eben doch keine Tore.
Tatsächlich musste der 1. FDP gleich nach dem Erfolg 2009 herbe Niederlagen bei der Hotelsteuer (1:7) und bei der Diskussion um spätrömisch dekadente Hartz-IV-Empfänger (0:4) einstecken. Die peinliche Vorstellung beim Ausstieg aus dem Atomaustieg (1:8) und der von Eigentoren geprägte Kampf mit dem FCSU Bayern (7 rote Karten in einem Spiel!) sorgten für weitere Tiefpunkte in der Vereinsgeschichte.
Hinzu kommt die verfehlte Jugendarbeit, die zur Folge hat, dass sogar ein Christian Lindner als Talent gilt.
Doch nicht alle sind der Meinung, dass ein Trainerwechsel sinnvoll ist. Sporteienforscher Lutz Müller meint: "Eigentlich müsste man die ganze Mannschaft feuern, aber das geht natürlich nicht. Der 1. FDP wird sich noch wundern, wenn Westerwelle weg ist und der Erfolg weiterhin ausbleibt."
ssi; Foto rechts (Janwikifotos, CC-3.0): Wird er entlassen? FDP-Trainer Guido Westerwelle, Foto links (guido-westerwelle.de): Die größten FDP-Fehleinkäufe auf einen Blick.

Weitere Nachrichten vom Krisenverein FDP:
Ehemalige DDR-Politiker distanzieren sich von FDP
Archäologen finden Partei unter neun Jahre dicker Schicht Guido Westerwelle
Westerwelle von Ei getroffen
So kompensiert die FDP ihre Millionenstrafe
Satirepartei darf zur Bundestagswahl antreten
Ernsthafte Konkurrenz für die FDP

Dienstag, 21. Dezember 2010

Wegen schlechten Wetters: Schnee wird nicht rechtzeitig ausgeliefert

Berlin (dpo) - Als wären das Chaos an den Flughäfen und die ständig verspäteten Züge noch nicht genug: Aufgrund des schlechten Wetters scheint es jetzt auch noch Engpässe beim Schneenachschub zu geben. Das bestätigte heute Jörg Hotzke, ein Sprecher des Verkehrsministeriums, gegenüber dem Postillon.
"Zahlreiche Regionen Deutschlands können aktuell nicht ausreichend mit Schnee beliefert werden", so Hotzke. "Glatte Straßen und LKW-Fahrverbote sorgen dafür, dass Tausende Tonnen der kalten, weißen Masse ihren Bestimmungsort nicht erreichen." In einigen Gegenden könnten deshalb schon bald wieder Wiesen und Bürgersteige zu erkennen sein.
Das Verkehrsministerium rät deshalb, mit dem noch vorhandenen Schnee sparsam umzugehen: "Räumen Sie den Schnee vor Ihrer Haustür nicht auf die Seite und streuen Sie bitte auf keinen Fall Salz", empfiehlt Hotzke. Denn sobald die Straßen wieder passierbar sind, werden zunächst die Autobahnen und erst dann die Privathaushalte mit Schnee versorgt.
Foto links (Wikipedia, CC-3.0): Wird randvoll mit Schnee beladen, darf aktuell aber nicht fahren: Schnee-LKW; Foto rechts (Jim.henderson, CC-1.0): Diese Lieferung ist durchgekommen und bringt den Menschen vor Ort den langersehnten Schnee.

Mehr zum Winterwetter im Postillon-Archiv:
Gleißender Feuerball für kurze Zeit am Himmel aufgetaucht
Seehofer fordert Einwanderungsstopp für Schneemänner
ICE ins Schleudern geraten
Christlicher Schneemann glaubt an ein Leben nach dem Frühling
Erste Eskimos in Norddeutschland aufgetaucht

Newsticker (126)

++++ Crash an der Wallstreet: Taxifahrer missachtete Vorfahrt ++++
++++ Die dunkle Seide der Macht: Imperator trägt schwarze Robe ++++
++++ Paradox: Mann hält sich mit Gelegenheitsjobs als Tauchlehrer über Wasser ++++
++++ Studie: Durchschnittlicher Rollenspieler würde keine 5 Minuten im Mittelalter überleben ++++
ano, bad, ucn, ssi

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Montag, 20. Dezember 2010

Gleißender Feuerball für kurze Zeit am Himmel aufgetaucht

Hamburg (dpo) - Panik in der Hansestadt! In Hamburg wurden heute in den späten Morgenstunden tausende Menschen in Angst und Schrecken versetzt, als ein mysteriöser gleißender Feuerball am Himmel auftauchte. Obwohl der ganze Spuk nur rund fünf Minuten dauerte, hinterließ das merkwürdige Phänomen bei vielen einen bleibenden Eindruck.

Sonntag, 19. Dezember 2010

Das Wort zum Sonntag (102)

Es kommentiert Gotthilf von Düchting (CDU-Innenminister a.D.)*:
Ich weiß gar nicht, was alle dagegen haben, dass Karl Theodor zu Guttenberg seine Gattin mit nach Afghanistan genommen hat. Im Gegenteil: Wenn alle Soldatinnen und Soldaten an der Front einfach ihren Partner einfliegen lassen würden, dann könnte das durchaus einen positiven Einfluss auf die Moral der Truppe haben.
Während die Männer Mädchenschulen bauen und Taliban schießen gehen, würden die Frauen im Lager mit dem Feldwedel für Ordnung sorgen, die Gulaschkanone bedienen und Löcher in den kugelsicheren Westen stopfen.
Auch dass Kerner seine Sendung in Afghanistan aufzeichnete, sollte Schule machen. Warum sollte das nächste Musikantenstadl mit Andy Borg nicht in Kundus stattfinden? Als angenehmen Nebeneffekt könnte man damit die Taliban auf lange Sicht vertreiben. Oder wie sieht es mit "Wetten dass ..?" aus? Kandidaten könnten über fahrende Panzer springen, Tretminen am Geschmack erkennen oder nur am Geruch erraten, ob in einem Auto, das trotz Haltsignal auf einen Checkpoint zufährt, Terroristen oder eine Großfamilie sitzt.
Ich frage Sie deshalb: Warum sollten wir überhaupt in Afghanistan kämpfen, wenn wir es nicht zu unserem eigenen Vergnügen ausschlachten dürfen?
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 18. Dezember 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (62)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Wer nach einem Geschenk sucht, dem sei noch einmal wärmstens das politisch semikorrekte "Minderheiten Quartett" empfohlen – nicht nur, weil ZEITSCHRIFT - Das Magazin artig für eine Postillon-Anzeige bezahlt, sondern auch, weil's einfach Spaß macht.
2. Tagesschau.de zeigt noch bis Weihnachten täglich einen Outtake: Adventskalender 2010 - Pannen und Versprecher. Besonders empfehlenswert: Hustenbonbons, Falscher Beitrag, Der Fremde im Fenster, Viertelrunden-Takt, kein Wetter und die unsichtbare Wetterfee.
3. In England gibt es neben NewsBiscuit, das hier schon vor einigen Wochen vorgestellt wurde, noch drei weitere ausgezeichnete Satirezeitungen auf Onion-Niveau: the dailymash, Spank The News und NewsThump (stehen ab sofort auch alle in der neu sortierten Linkliste links)
4. Nichts ist so hart wie das Leben eines Katzentreibers ('herding cats' heißt im Englischen so viel wie 'eine (fast) unmögliche Aufgabe') im Wilden Westen:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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Freitag, 17. Dezember 2010

Termin für Papstbesuch überschneidet sich mit düsterer Prophezeiung

Rom (dpo) - Ist der Papst in Gefahr? Bibelhistoriker haben eine Prophezeiung entdeckt, die sich exakt mit dem für 22. bis 25. September 2011 geplanten Papstbesuch in Deutschland überschneidet, bei dem Benedikt XVI. auch eine Rede im Bundestag halten will.
In einem Text der apokryphen Apokalypse des Petrus, die 397 auf der dritten Synode von Karthago aus der Bibel gestrichen wurde, heißt es:
17,19: Am 22. Tag des 9. Monats des 2011. Jahres wandert der Weltentöter, der verruchte Antichrist, aus der ewigen Stadt ins Land der Germanen und er wird vor dem Stammesrat sprechen.
17,20: Und der Himmel wird sich verdunkeln und der weißbemützte Weltentöter, der sich für Gottes Statthalter ausgibt, wird die Stammesältesten dahinschlachten. Und siehe da, die Reiter der Apokalypse werden kommen und die Welt versinkt im Blut.
17,21: Hütet euch auch vor den Handlangern des Antichristen. Sie werden seine Untaten verleugnen.
Der Vatikan gab inzwischen Entwarnung. Sprecher Federico Lombardi sagte: "Wir geben nichts auf solche Prophezeiungen. Außerdem: Selbst wenn tatsächlich der Antichrist auftauchen sollte, könne es doch nicht von Nachteil sein, wenn der Papst, der heiligste Mensch der Welt, vor Ort ist, wo er ihn bekämpfen kann."
ssi; Foto rechts (Agência Brasil, CC-2.5): Hat keine Angst vor der Apokalypse: Benedikt XVI.; Foto links: So stellt sich Postillon-Zeichner Albrecht Dürer eine mögliche Apokalypse vor.

Weitere Nachrichten zu Papst Benedikt XVI. im Archiv:
Papst erlaubt, Kondome über den Kopf zu ziehen, mit der Nase aufzublasen und platzen zu lassen
Wunder in Spanien: Papst heilt Gläubige von übersinnlichen Wahnvorstellungen
Vatikan verurteilt "Twilight"-Hysterie
Päpstliches Handgelenk gebrochen

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Seehofer fordert Einwanderungsstopp für Schneemänner

München (dpo) - Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich besorgt über den exponentiellen Zuwachs an Schneemännern in Deutschland geäußert und im Zuge dessen einen Einwanderungsstopp gefordert.

"Seit Mitte November hat sich die Zahl der Schneemänner in Deutschland ver-x-facht", beklagte sich der CSU-Politiker gegenüber dem Postillon. "Keiner davon spricht Deutsch. Es ist doch klar, dass sich Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen insgesamt schwerer tun. Daraus ziehe ich auf jeden Fall den Schluss, dass wir keine zusätzliche Schneemann-Zuwanderung brauchen."
Seehofer hat nicht ganz unrecht, was die mangelnde Integrationsfähigkeit von Schneemännern angeht. Laut Statistik ist nicht ein einziger Schneemann sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nahezu alle sind obdachlos. Zudem muss Bayern als Flächenland, in dem sich Schneekugeln besonders gut rollen lassen, das Gros der deutschen Schneemannpopulation beherbergen.
"Was mir besonders Angst macht, ist dass über 95 Prozent aller Schneemänner in Deutschland männlich sind", so Seehofer, der beteuerte, dass er prinzipiell nichts gegen die Zuwanderung von Weißen habe. "Wenn die alle auch noch ihre Frauen und Kinder nachholen, dann gute Nacht!"
Die CSU möchte gleiche im neuen Jahr einen Gesetzesentwurf einbringen, der vorsieht, integrationsunwillige Schneemänner schnellstmöglich auszuweisen. Mit einer Entscheidung wird frühestens im April gerechnet.
ssi; Foto rechts oben (Peter Berger, CC-3.0): Wollte nichts zu Seehofers Vorwürfen sagen, weil sein Mund nur ein Zweig ist: Schneemann; Foto links (J. Patrick Fischer, CC-3.0): Homonivaliphob: Horst Seehofer; Foto rechts unten (3268zauber, CC-3.0): Könnten bald nachziehen: Schneekinder wie der kleine Snowy (9 Tage alt).

Weitere Nachrichten aus dem Politik-Ressort:
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Newsticker (125)

++++ Herzlos: Organhändler liefert nicht ++++
++++ Polaroid: Eisbär ++++
++++ Nicht ungewöhnlich: Herrenloses Damenrad ++++
++++ Tragikomisch: Zigarettenpausenclown an Lungenkrebs gestorben ++++
ssi, ano (#3)

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Mittwoch, 15. Dezember 2010

CIA veröffentlicht aktualisiertes Fahndungsfoto von Osama bin Laden

Foto: Hat sich sichtlich verändert: Osama bin Laden 1997 und in einer Computersimulation von heute.
Washington (dpo) - Kriegen sie ihn jetzt endlich? Die CIA, der Auslandsnachrichtendienst der Vereinigten Staaten, hat heute ein aktualisiertes Fahndungsfoto von Osama bin Laden, dem meistgesuchten Terroristen der Welt, veröffentlicht.
CIA-Chef Leon Panetta sagte heute auf einer Pressekonferenz in Washington: "Wie Sie am deutlich ergrauten Bart sehen können, haben wir bin Laden mit dem Computer künstlich um 13 Jahre altern lassen. Außerdem gehen unsere Spezialisten davon aus, dass er einige Kilo zugenommen hat und sich aufgrund des harten Winters im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet in einen in dieser Gegend verbreiteten roten Pelzmantel nebst passender Mütze hüllt."
Es könnte allerdings auch sein, so Panetta, dass der Terrorfürst, der vermutlich mit einer paschtunischen Hirtenrute bewaffnet ist, seinen Aufenthaltsort inzwischen gewechselt hat und in Europa neue Anschläge plant. In diesem Fall lasse er sich auch an den Sprengstoffpaketen erkennen, die er immer in einem Sack bei sich trägt.
"Sollten Sie - etwa in einem Kaufhaus oder auf einem Weihnachtsmarkt - eine Person sehen, auf die diese aktualisierte Beschreibung zutrifft, sollten Sie sich nicht scheuen, Sie mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu überwältigen", so Panetta eindringlich. Immerhin ist ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf Osama bin Laden ausgesetzt – tot oder lebendig.
ssi

Mehr zu Osama bin Laden im Postillon-Archiv:
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Dienstag, 14. Dezember 2010

Die Guttenbergs ziehen nach Afghanistan

Foto (Bundeswehrfotos, CC-2.0): Zeigen der Truppe, dass man auch in Afghanistan mit Partner unterwegs sein kann: KTG und Steffi im Kampfanzug.
Kundus, Berlin (dpo) - Karl Theodor zu Guttenberg und seine Gattin Stephanie haben gestern am Rande ihres Truppenbesuchs in Kundus mit der Ankündigung für Aufregung gesorgt, dass sie ihren Wohnsitz vollständig nach Afghanistan verlegen werden.
"Viele haben sich vielleicht gefragt, warum mich meine Frau auf dieser Reise unbedingt begleiten musste", sagte der Verteidigungsminister auf einer Pressekonferenz. "Der Grund ist, dass sie sich die Gegend einfach mal ansehen wollte, weil wir schon länger mit dem Gedanken spielen, nach Afghanistan zu ziehen." Dann könnte der smarte CSU-Hoffnungsträger endlich mehr Zeit bei seinen Männern verbringen und sich in schneidigen Uniformen präsentieren, wie es sich für einen Statthalter gebührt.
Kurz nach ihrer Ankunft hätten sich die Guttenbergs einen schmucken kleinen Palast in Masar-i-Sharif angesehen, von dem die Baronin derart angetan war, dass sie ihn, wie sie sagte, "vom Fleck weg nehmen musste". Der Hofstaat und die Kinder des Glamourpärchens sollen noch in dieser Woche eingeflogen werden.
"Hach, ist das alles aufregend! Ich war ja anfangs skeptisch, weil es hier so wenig Wohltätigkeitsgalas gibt", so Stephanie zu Guttenberg. "Aber als ich gesehen habe, dass es in Afghanistan so viele arme und misshandelte Kinder gibt, wusste ich: Hier kann ich mich noch viel mehr profilieren als in Deutschland."
Die deutsche Medienlandschaft bleibt von dieser Nachricht nicht unberührt. Die Bild-Zeitung hat bereits angekündigt, das Vorhaben durch die Entsendung von einem Dutzend sogenannter embedded journalists zu unterstützen, die die Guttenbergs auf Schritt und Tritt begleiten und ins rechte Licht rücken sollen. Auch der Entertainer Johannes B. Kerner soll mit dem Gedanken spielen, ein eigenes "Studio Kundus" einzurichten, um dort einmal wöchentlich eine Talkshow aufzuzeichnen, in der der Verteidigungsminister und seine Gattin abwechselnd auftreten.
ssi; Foto rechts (Steve Evans, CC-2.0): Hier werden die Guttenbergs künftig wohnen: Palast in Masar-i-Sharif; Foto links (Manfred Werner, CC-3.0): Ein Pickel am Arsch der Macht: Johannes Baptist Kerner.

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Wie kann das Ansehen Deutschlands in Afghanistan verbessert werden?
Verteidigungsminister zu Guttenberg erschießt Taliban, um Moral der Truppe zu heben
Rezension: "Afghan War Diaries" von WikiLeaks
ISAF gelingt weiterer Schlag gegen den Zivilismus
Von FDP und Guttenberg geforderte Verwundetenabzeichen existieren bereits
Bundesregierung will Deutschlands Freiheit künftig auch auf dem Mond verteidigen
Regierung plant schrittweisen Bundeswehrabzug aus Deutschland
Medizinische Studie beweist: Taliban offensichtlich Menschen
Nach afghanischem Luftschlag: Über 100 Tote in den USA

Newsticker (124)

++++ Stellungnahme: Kamasutra-Leser droht: "Ich kann auch anders!" ++++
++++ Verwöhnt: Scheich lässt sich gerne von vorne bis hinten Beduinen ++++
++++ NORA-Abdruck am Hintern: Thomas Anders setzte sich auf seine vier Buchstaben ++++
++++ Xenophobie: Miss Universe bisher immer von der Erde ++++
ssi, so3 (#1)

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Montag, 13. Dezember 2010

Ehemalige DDR-Politiker distanzieren sich von FDP

Foto (www.kremlin.ru, dielinke_sachsen, CC): Fühlen sich beleidigt: Ehemalige DDR-Politiker.
Berlin, Kiel (dpo) - Ehemalige DDR-Politiker haben heute auf einer Pressekonferenz parteiübergreifend jedwede Parallele zwischen dem aktuellen Zustand der FDP und der Spätphase der Deutschen Demokratischen Republik, wie sie Wolfgang Kubicki am Wochenende äußerte, empört zurückgewiesen.
"Die DDR war zwar ein Unrechtsstaat, aber auch kurz vor ihrem Zusammenbruch hat sie kein so lächerliches Bild abgegeben wie die FDP heute", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel, die früher in der Blockpartei CDU aktiv war. "Man hatte nie das Gefühl, dass der Laden gleich auseinanderfällt oder dass die Spitze so realitätsfremd ist wie Guido Westerwelle."
Gregor Gysi (ehem. SED), heute Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion, fügte hinzu: "Nur weil unsere Reihen damals - wie bei der FDP heute auch - mit Spitzeln verseucht waren, ist der Vergleich von Kubicki völlig überzogen. Sicher, wir waren korrupt, aber doch nicht so korrupt wie die FDP. Und auch im Volk hatten wir mehr Rückhalt. Zwar nicht die 98,77 Prozent, die wir uns regelmäßig hinfälschten, aber mehr als 4 Prozent hatten wir garantiert."
Wenn überhaupt, so die ehemaligen DDR-Politiker, unter denen sich auch Lothar de Maizière und Egon Krenz befanden, dann könne man den aktuellen Zustand der FDP mit einem Sprung aus einem Flugzeug ohne Fallschirm vergleichen.
ssi; Foto rechts: Hängt über dem Schreibtisch eines jeden FDP-Funktionärs: Bild von Parteichef Guido Westerwelle.

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Sonntag, 12. Dezember 2010

Das Wort zum Sonntag (101)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Ja leak mich doch am Arsch! Anscheinend versucht Schweden, uns Deutsche aufs Dreisteste zu kopieren. Erst klaut uns das Volk der WikiLeaksinger die Idee, einen prominenten Ausländer wegen Vergewaltigung hinter schwedische Gardinen zu bringen. Dann verleihen sie den Friedensnobelpreis medienwirksam an einen leeren Stuhl, obwohl XXXLutz schon vor Jahren die Wichtigkeit des beliebten Sitzmöbels erkannt und dem Stuhl ein gigantisches rotes Monument errichtet hat. Und gestern schnappen uns die Schweden auch noch die Terroranschläge, auf die wir seit Wochen warten, vor der Nase weg.
Zu dieser Dreistigkeit fällt mir nur noch eins ein: Alter Schwede!
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: bob schroeder

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Samstag, 11. Dezember 2010

Links! Zwo! Drei! Vier! (61)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Bei Spam gibt es eine feine Hauck&Bauer-Klickstrecke.
2. Die Seite Very Demotivational parodiert das Prinzip der in den USA beliebten Motivationsposter. Ausgewählte aktuelle Beispiele gibt es hier: Internet Explorer 9, Farbenblindheit, Ehrgeiz, Riesenvampirfrösche, Jedi-Universität und eine sich schämende Oma.
3. Bitte nur nach niederschmetternden Rückschlägen betätigen: nooooooooooooooo-Button
4. Kein Witz:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige, komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

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Freitag, 10. Dezember 2010

Rumänischer Nachtblutspendedienst eröffnet Filiale in Berlin

Foto: Eröffnet heute Nacht seine Pforten: Nachtblutspendedienst.
Berlin (dpo) - In Kreuzberg wird heute abend die Eröffnung der deutschlandweit ersten Filiale des rumänischen Nachtblutspendevereins "Donare de sânge" gefeiert. Wie der Name schon sagt, ist der Dienst, der bereits in mehreren europäischen Hauptstädten Niederlassungen gegründet hat, dafür bekannt, seine Pforten erst unmittelbar nach Sonnenuntergang zu öffnen.
"Viele Menschen arbeiten von früh bis spät und kommen deshalb tagsüber nicht dazu, Blut zu spenden. Deshalb bieten wir unseren Service die ganze Nacht an", erklärte der Geschäftsführer der deutschen Niederlassung, Dr. Vlad Văcăroiu, gestern Nacht gegenüber dem Postillon und erzählte davon, wie er selbst damals einer der ersten war, der in Bukarest Nacht für Nacht Blut spendete. Irgendwann habe er sich dann entschlossen, künftig selbst Blut abzunehmen.
"Donare de sânge" ist bekannt für seine ungewöhnliche Methode, Blut über zwei kleine Einstiche am Hals statt in der Armbeuge abzunehmen, laut Văcăroiu eine speziell in Rumänien entwickelte Technik, bei der die Patienten weniger Schmerzen haben. Und tatsächlich berichten Spender aus aller Welt, dass die Blutabnahme derartig sanft verlaufen sei, dass sie sich gar nicht mehr daran erinnern können.
Auf die Frage, wie sich sein Verein finanziere, antwortete Văcăroiu, der für sein Alter erstaunlich jung wirkt: "Wir leben von den Spenden unserer Kunden."
ssi; Foto rechts (Matt Osborn, CC-2.0): Will seinen Job noch ewig weiter machen: Dr. Vlad Văcăroiu; Foto links (Matt Osborn, CC-2.0): So sieht man aus, wenn man bei Văcăroiu Blut spendet.

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Donnerstag, 9. Dezember 2010

Commissioner: WikiLeaks-Gründer Assange hat sich gut in U-Haft eingelebt

London (dpo) - Gute Nachrichten aus England! Offensichtlich hat sich der kürzlich inhaftierte WikiLeaks-Gründer Julian Assange bereits ausgezeichnet in seine neue Situation als U-Häftling eingelebt.
Metropolitan Police Commissioner Paul Stevens erklärte heute gegenüber der britischen Tageszeitung The Postillon: "Ich habe keine Ahnung, wie wir es ohne Julian bisher ausgehalten haben. Der Junge bringt wohl irgendwie Glück. Seit er da ist, konnte keiner unserer Häftlinge mehr entkommen, weil ihre Fluchtpläne plötzlich wie von Geisterhand am Schwarzen Brett hingen."
Außerdem, so schwärmte Stevens, habe sich Assange freiwillig gemeldet, die alten Aktenbestände seiner Polizeidirektion auf Vordermann zu bringen. Zur Zeit sei der Australier damit beschäftigt, rund 50.000 Dokumente mit zum Teil hochsensiblen Daten einzuscannen und abzuspeichern. "Dann haben wir endlich wieder Platz für neue Häftlinge", freut sich Stevens. "Ich denke, zur Belohnung lasse ich ihn anschließend für eine Stunde unbeaufsichtigt an meinen Computer. Er sagte, er müsse unbedingt ein paar private E-Mails verschicken."
Die Enthüllungsplattform WikiLeaks arbeitet indes auch ohne ihren Chef auf Hochtouren: Für morgen etwa wurde die Veröffentlichung von Tausenden hochbrisanten Dokumenten über unmenschliche Haftbedingungen in britischen Gefängnissen angekündigt.
ssi; Foto rechts (Cirt, CC-2.0): Hat sich gut eingelebt: WikiLeaks-Gründer Julian Assange; Foto links: Freut sich, dass Assange so fleißig mitanpackt: Commissioner Stevens.

WikiLeaks im Postillon-Archiv:
USA vermuten, WikiLeaks ist im Besitz von Masseninformationswaffen
Nachgefragt: Was sagen deutsche Politiker zu den jüngsten WikiLeaks-Enthüllungen?
"German Girl Diaries": WikiLeaks veröffentlicht Tagebuch von 14-jährigem Mädchen
Rezension: "Afghan War Diaries" von WikiLeaks

Newsticker (123)

++++ Herzinfarkt: Priester stirbt beim Versuch, Springteufel zu exorzieren ++++
++++ Sensation: Längliches, wirbelloses Tier erzeugt Wurmloch ++++
++++ Figurbewusst: Zombie schwört auf Schlankheitspupillen ++++
++++ Eitel: Pfau legt Spiegelei ++++
ssi

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Mittwoch, 8. Dezember 2010

Wie kann das Ansehen Deutschlands in Afghanistan verbessert werden?

Berlin (dpo) - Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass zwei Drittel der afghanischen Bevölkerung dem Engagement des Westens im Allgemeinen und Deutschlands im Speziellen in ihrem Land ein negatives Zeugnis ausstellen.
Der Postillon hat gewohnt professionell recherchiert und stellt seinen Lesern hiermit exklusiv die erfolgsversprechendsten Maßnahmen, mit deren Hilfe Deutsche im afghanischen Ausland bald wieder mehr Ansehen genießen als Ausländer in Deutschland:

1. Gewöhnlichen Bundeswehrsoldaten fehlt es am nötigen Adel und Charisma, um Paschtunen zu beeindrucken. Deshalb sollten die aktuell in Afghanistan stationierten Truppen durch eine frisch geklonte Armee aus Deutschlands beliebtestem Politiker Karl Theodor zu Guttenberg ersetzt werden:
Foto (Bundeswehrfotos, CC-2.0): Erobert afghanische Herzen im Sturm: Guttenbergklonarmee.

2. Die nächsten von der deutschen Bundeswehr angeordneten Luftangriffe sollten sich ausschließlich gegen Junggesellen und Waisenkinder richten. Das verärgert keine Angehörigen, erspart dem deutschen Steuerzahler die Entrichtung lästigen Blutgelds und entlastet die afghanischen Sozialkassen.
Foto (The U.S. Army, CC-2.0): Müssen beim nächsten Angriff dran glauben: Waisen wie der kleine Timustafa (9).

3. Anstelle von unfähigen Polizisten sollte Deutschland lieber beginnen, Clowns auszubilden. Diese könnten das afghanische Volk mit geworfenen Halal-Torten, Spritzmohnblumen und übergroßen Turbanen unterhalten und würden zudem weniger häufig zu den Taliban überlaufen.
Foto: Rick Dikeman at the English language Wikipedia

4. Egal ob Frankreich, Polen oder Dänemark - die Erfahrung zeigt, dass die Beliebtheit der Deutschen in der Regel drastisch ansteigt, sobald ihre Truppen aufhören, das jeweilige Land zu besetzen. Nur mal so als Denkanstoß.
Foto: Hatte auch mit Unbeliebtheit im Ausland zu kämpfen: Damaliger Oberbefehlshaber.
ssi

Haben auch Sie Ideen, wie die Deutschen in Afghanistan wieder beliebter werden könnten? In den Kommentaren ist Platz für Ihre Vorschläge.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Mann erhält Entschädigung, weil er Spam-E-Mail trotz Spamfilter erhalten hat

Königs Wusterhausen (dpo) - Marko Bennecke aus Königs Wusterhausen steht nach einem unangenehmen E-Mail-Erlebnis zwar noch immer unter Schock, darf sich aber wenigstens über einen stattlichen Betrag an Schmerzensgeld freuen.
Alles begann, als Bennecke vor einigen Tagen sein E-Mail-Postfach überprüfte. Dort fand er eine Nachricht vor, bei der ihm die Absenderin, eine gewisse Frau Dr. Missy Huhneberg, genauso unbekannt war wie die Adresse Senta.Bauerdkica@nsplus.ru, von der aus die E-Mail geschickt wurde.
Der Betreff der Nachricht, "marko.bennecke@gmx.de hat einen dicken Bauch", erschien Bennecke sofort verdächtig: "Ich habe eigentlich gar keine Gewichtsprobleme", so der 34-jährige Elektroinstallateur. "Als ich die E-Mail dann trotzdem öffnete, traute ich meinen Augen nicht. Ganz offensichtlich handelte es sich dabei um eine windige Werbebotschaft der Internetseite www.gewicht-easy-verlieren.eu. Dabei habe ich doch einen Spamfilter!" Bennecke alarmierte auf der Stelle die Polizei und GMX, den Betreiber seines E-Mail-Accounts.
Während die Fahndung nach den Absendern der Werbebotschaft noch andauert, gibt sich der Betreiber zerknirscht. "Unsere Spamfilter arbeiten eigentlich zu 100 Prozent sicher", so ein Unternehmenssprecher zum Postillon. "Was wir hier sehen, ist die Arbeit von absoluten Profis und zum Glück nur ein bedauerlicher Einzelfall. Seit 1997 hat es in Deutschland unseres Wissens keine Spam-E-Mail mehr an der neusten Filtergeneration vorbeigeschafft."
Gerade deswegen habe sich GMX die Angelegenheit zu Herzen genommen und Bennecke eine kleine Entschädigung von 50.000 Euro überwiesen. "Natürlich kann das nur symbolisch sein. Der Schmerz und die Demütigung, die Bennecke erfahren hat, lassen sich nicht mehr rückgängig machen", so der Sprecher weiter.
Als Reaktion auf den Zwischenfall veröffentlichten heute alle großen Mail-Provider (web.de, Google Mail, yahoo etc.) gemeinsam einen Aufruf, dass sich Kunden, die trotz Spamfilter eine Spam-Nachricht erhalten, wegen einer ähnlichen Entschädigung umgehend an ihren Betreiber wenden sollten.
ssi; Foto rechts: Kann mit den 50.000 Euro zwar die Zeit nicht mehr zurückkaufen, die er durch die Spam-Mail verschwendet hat, aber immerhin: Marko Bennecke, Foto links (zur Vergrößerung anklicken): Konnte sich womöglich durchmogeln, weil einige Wörter wie "Pro.bi*eren" verschlüsselt geschrieben waren: Spam-E-Mail.

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