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Montag, 7. März 2011

Versorgungsschiff mit Operngläsern und Popcorn erreicht Truppen vor Küste Libyens

Verpassen jetzt keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit mehr: Truppen vor der Küste Libyens
Tripolis (dpo) - Die Besatzungen der vor der Küste Libyens stationierten Kriegsschiffe der USA, Europas und der Türkei können endlich aufatmen. Um 11 Uhr MEZ kam dort ein Versorgungsschiff mit 20.000 Operngläsern und 200 Tonnen Popcorn an. Das dringend benötigte Material wird noch zur Stunde an die Soldaten verteilt.
Bringt die lange ersehnten Waren: Schiff
"Wir werden hier Zeugen eines überaus spannenden Kampfes zwischen den Aufständischen und den Truppen Gaddafis", so ein erleichterter US-General. "Aber unsere Ausrüstung ist für das Gefecht ausgelegt und nicht für unbeteiligtes Zusehen."
So sei es mit einem herkömmlichen Armeefernglas nahezu unmöglich, sich stundenlang an Deck zu sonnen und zuzusehen, wie libysche Kampfflugzeuge die Zivilbevölkerung bombardieren, da die Arme auf Dauer ermüden. Die deutlich leichteren Operngläser mit Griff leisten hier Abhilfe.
Die Libyen-Frage: Gesalzen oder gezuckert?
Auch die 200 Tonnen Popcorn sind von höchster strategischer Wichtigkeit. Ein Schiffskoch der Bundeswehr erklärt: "Reguläre Armeeverpflegung ist sehr nahrhaft, damit die Soldaten im Einsatz volle Leistung zeigen können. Popcorn hingegen macht fett und träge. Das sorgt dafür, dass sich unsere Jungs an Bord nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen und stattdessen lieber aus sicherer Distanz gebannt zusehen, wie ein Land im Bürgerkrieg versinkt."
Eines zumindest kann jetzt schon festgestellt werden: Hinsichtlich der Moral in der Truppe ist die Ausstattung mit Operngläsern und Popcorn offensichtlich ein voller Erfolg. Als ein Flughafenterminal in der Nähe von Bengasi nach einem Luftangriff Gaddafis explodiert, hört man die tapferen Männer euphorisch rufen: "Bravo! Da Capo! Bravissimo!"
ssi

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