Berlin (dpo) - Der Springer-Verlag räumte heute erstmals ein, dass es sich bei der sogenannten Bild-"Zeitung" um eine reine Satirezeitung handelt. Jahrzehntelang hatte sich das Blatt unter Zuhilfenahme aller Stilmittel der Satire - etwa Übertreibungen, albernen Wortspielen oder dreisten Lügen - über politische und gesellschaftliche Fehlentwicklungen lustig gemacht und diese so mit spitzer Feder karikiert.
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| 52 Jahre grober Unfug: Bild |
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| Geniale Karikatur: "Diekmann" |
"Dass dennoch der ein oder andere glaubt, was wir schreiben, fasziniert mich immer wieder aufs Neue", so Diekmann, der jedesmal eine "diebische Freude" empfindet, wenn - wie in der Vergangenheit oft geschehen - selbst seriöse Zeitungen wie die Süddeutsche oder die FAZ auf Meldungen von Bild hereinfallen und diese sogar noch weiterverbreiten.
| Genialer Witz: Bild kämpfte sogar für ihn |
Nur um sie zu entzaubern, lasse man zudem immer wieder Witzfiguren wie Thilo Sarrazin zu Wort kommen, die nicht einen geraden Satz herausbekommen, aber Deutschtests fordern.
Sorgen um den geschäftlichen Erfolg von Bild machen sich Diekmann und sein Satiriker-Team nach dem öffentlichen Outing als Fake-News-Zeitung keine. "Sie denken doch nicht ernsthaft, dass irgendeiner unserer 12,53 Millionen Leser, die ich allesamt im akademischen Milieu ansiedeln würde, auch nur ein Wort von dem glaubt, was wir so verzapfen", so Diekmann gegenüber dem Postillon. "Das wäre ja furchtbar!"
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