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Montag, 4. April 2011

Westerwelles Rücktritt vom Parteivorsitz stürzt Nation in tiefe Trauer

Solidarität überall: Spontaner Pro-Westerwelle-Trauerzug in Köln
Berlin (dpo) - Guido Westerwelles Ankündigung, er werde nicht mehr für das Amt als Parteivorsitzender der FDP kandidieren, hat die Deutschen zutiefst erschüttert. Zu Hunderttausenden versammelten sie sich heute auf den Plätzen und Straßen der Republik, um gemeinsam zu trauern.
"Was soll denn jetzt aus der FDP werden?", fragt Gerda W., eine Hausfrau aus München, während sie sich das verlaufene Make-Up aus den Augen wischt. "Er war der einzige ehrliche Mann, den die Politik noch hatte." Anschließend lässt sie ihren Tränen freien Lauf.
Weiß nicht, wie es weitergeht: trauriger Mann
"Er hatte so eine fantastische Ausstrahlung und sah auch noch unglaublich gut aus", schwärmt wiederum ein 37-jähriger Elektroinstallateur aus Hamburg, der gemeinsam mit 50.000 anderen am Spielbudenplatz trauert. "Aber diese verdammten Journalisten haben ihn kaputt gemacht, weil sie es nicht ertragen, wenn sich ein Politiker auch mal um den kleinen Mann kümmert."
Auch online wird kollektiv getrauert: Im sozialen Netzwerk Facebook hat die Gruppe "Wir wollen Guido Westerwelle zurück" bereits 1.522.148 Anhänger – Tendenz steigend.
Prof. Heinz Geiwasser vom Meinungsforschungsinstitut Opinion Control erklärt, was hinter der Trauer steckt: "Die Menschen verkraften es nur schwer, dass sich ihr Lieblingspolitiker ein Stück weit von ihnen zurückzieht. Sie haben Angst, dass Westerwelle irgendwann ganz von der Bildfläche verschwindet." Dass der sympathische Endvierziger überdies auch noch das Amt des Vize-Kanzlers aufgeben wird, verletze diejenigen zusätzlich, die auf Westerwelle als Bundeskanzler gehofft haben, falls Angela Merkel etwas zustößt.
Wenigstens bleibt Guido Westerwelle Außenminister. Geiwasser ist überzeugt: Sollte er dieses Amt auch noch verlieren, dann könnte es zum Volksaufstand kommen.
ssi

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