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Mittwoch, 28. September 2011

Ratgeber: Alles, was Sie über Internetsucht wissen müssen


Berlin (dpo) - Die Zahlen sind so erschreckend, dass man laut "Weh, weh, weh!" rufen will: Laut einer Studie im Auftrag des Gesundheitsministeriums sind allein in Deutschland 560.000 Menschen internetsüchtig.
Doch wie beugt man dieser schrecklichen Sucht vor? Wie erkennen Sie, ob einer Ihrer 1.372 Facebook-Freunde oder gar Sie selbst internetsüchtig sind? Und vor allem: Wie können Sie die Sucht überwinden?

Damit Sie sich nicht die ganze Studie online durchlesen müssen, hat der Postillon gewohnt seriös recherchiert und präsentiert den ultimativen Ratgeber gegen die Internetsucht:

Vorbeugung
Vorbeugen ist besser als Heilen – diese alte Weisheit kommt nicht umsonst auf über eine Million Treffer bei Google:
1. Gehen Sie so selten wie möglich ins Internet. Sollte es gar nicht anders möglich sein, dann lassen Sie den Monitor Ihres Rechners während des Surfvorgangs ausgeschaltet, um eine Reizüberflutung zu vermeiden.
Sieht harmlos aus, ist aber Einstiegsdroge: Teletext
2. Schämen Sie sich nicht, "Nein!" zu sagen, wenn Ihre Freunde während einer Party ein Notebook mit einem YouTube-Video kreisen lassen. Lenken Sie sich mit Alkohol oder Cannabis ab, solange die anderen über das Video lachen.
3. Vermeiden Sie Einstiegsdrogen wie den Teletext im Fernsehen oder SMS.
4. Lesen Sie um Himmels Willen keine Ratgeber im Internet!


Suchterkennung
Je früher eine Internetsucht erkannt wird, desto leichter kann sie auch bekämpft werden. Die häufigsten Alarmsignale sind:
Viele Süchtige kommen kaum noch zum Fernsehen
1. Internetsüchtige haben oft keine Freunde mehr. Wenn einer Ihrer Freunde also plötzlich nicht mehr Ihr Freund ist, dann ist er höchstwahrscheinlich internetsüchtig. Glücklicherweise kann Ihnen das egal sein, da die betreffende Person ja nicht mehr Ihr Freund ist.
2. Internetsüchtige hängen häufig auf der Homepage der Deutschen Bahn herum, wo sie Fahrgäste, die gerade Online-Buchungen vornehmen, anschnorren. Manche verkaufen auch ihren Second-Life-Körper, um sich die monatliche Flatrate leisten zu können.
3. Internetsüchtige schaffen es häufig nicht, auf die täglichen 212 Minuten Fernsehkonsum eines Durchschnittsdeutschen zu kommen.

Entzug
Auch wenn Sie feststellen, dass Sie oder jemand aus Ihrem engeren Familienkreis bereits internetsüchtig ist, besteht noch Hoffnung:
1. Am besten ist immer noch der sogenannte "kalte Entzug". Verstoßen Sie dafür am besten zweimal hintereinander gegen das Urheberrecht. Mit etwas Glück werden Sie von Siegfried Kauder (CDU) höchstpersönlich mit drei Wochen Internetentzug bestraft.
2. Wer den "kalten Entzug" nicht schafft, dem hilft eine dreimonatige Kur mit dem hocheffektiven Wirkstoff Heroin. Jeden Tag ein bis fünf Spritzen in langsam steigender Dosierung bringen Internetsüchtige schnell auf andere Gedanken.
Internetpflaster helfen gegen Entzugserscheinungen
3. Internetpflaster unterstützen den Entzug, indem sie gleichmäßig reines Internet abgeben, und so dem Körper auf die gleiche Art stimulieren wie das Surfen im Netz.
4. Besuchen Sie wenn möglich bis zu zehnmal täglich die Webseite der Anonymen Internetsüchtigen. Dort können Sie ein Nutzerprofil anlegen, lustige Online-Games spielen oder mit Gleichgesinnten chatten.

ssi; Foto links unten: RegBarc, CC BY-SA 3.0



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