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Freitag, 14. Oktober 2011

Homöopathisches Wirtschaftsinstitut empfiehlt Ein-Cent-Rettungsschirm gegen Krise

Leipzig, Brüssel (dpo) - Ist das die Rettung für unser angeschlagenes Finanzsystem? Das für alternative Krisenbehandlungsmethoden bekannte Homöopathische Wirtschaftsinstitut Hahnemann (HWH) aus Leipzig hat nun der Politik empfohlen, den geplanten Euro-Rettungsschirm mit nur einem einzigen Euro-Cent auszustatten. Dieser muss zusätzlich mit wertlosen Scheinen, etwa Simbabwe-Dollars oder alten Reichsmark aus der Zeit der großen Inflation, im Verhältnis 1:440 Milliarden verdünnt werden.

"Es kommt nur auf das richtige Mischverhältnis an", erklärte der Leiter des Instituts Professor Doktor (hom. oec.) Samuel Hahnemann dem Postillon. "Die Wirkung entsteht nicht durch den Cent an sich, sondern aus einer immateriellen durch die Verdünnung freigewordenen spezifischen Wirtschaftskraft, die aus dem Gedächtniseffekt der wertlosen Scheine folgt." Darum reiche der Betrag von einem Cent vollkommen aus, um die nervösen Finanzmärkte langfristig zu beruhigen – und zwar völlig ohne Nebenwirkungen.
Das HWH bietet außerdem an, den homöopathischen Rettungsschirm aus einem Cent und wertlosen anderen Währungen für ein kleines Honorar von nur 100 Millionen Euro selbst anzumischen. "Die EU spart Milliarden gegenüber den bereits geplanten konventionellen Rettungsmaßnahmen", so Hahnemann. "Das dürfte diesen Preis rechtfertigen."
Sollte der Ein-Cent-Rettungsschirm wider Erwarten doch nicht ausreichen, um die europäische Schuldenkrise zu beenden, könnten die EU-Staaten zur Not doch noch auf konventionelle Methoden zurückgreifen – falls etwaige Schuldenländer bis dahin nicht pleite gegangen sind.
ssi



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