
Detmold (dpo) - Es ist der Alptraum eines jeden Jugendlichen: Max W. aus Detmold wurde von seiner Mutter Erna W. dabei überrascht, als er sich gerade selbst gegoogelt hat. Seitdem herrscht zwischen den beiden peinlich berührtes Schweigen.
"Ich hätte meine Zimmertür absperren sollen", klagt der 13-Jährige. "Aber ich dachte, dass ich mich so schnell selbst googeln könnte, dass niemand etwas merkt."
"Ich wäre am liebsten im Boden versunken", so Max. "Was denkt sie jetzt von mir?" Erna W. verließ das Zimmer ihres Sohnes daraufhin sofort wieder mit einer fadenscheinigen Ausrede.
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Doch wie sollen Eltern, die selbst oft erst im Erwachsenenalter damit begonnen haben, sich selbst zu googeln, mit so einer Situation umgehen? Der Verhaltensforscher Professor Heinz Levken weiß zu beruhigen: "Selbstgoogelung ist in diesem Alter ganz natürlich. Die Jugendlichen wollen einfach mehr über sich herausfinden und beginnen zu experimentieren."
So soll selbst exzessive Selbstgoogelung aus medizinischer Sicht unbedenklich sein. Behauptungen, man könne davon Haare auf den Handflächen und krumme Finger bekommen oder gar Rückenmarkschwund erleiden, verweist Levken in das Reich der Legenden.
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