
New York, Saarbrücken (dpo) - Die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Drohungen der letzten Monate Taten folgen lassen und heute die Bonität des kleinen Timmy aus Saarbrücken auf Ramschniveau (CC) herabgestuft. Damit droht sämtlichen Gläubigern des Neunjährigen ein kompletter Zahlungsausfall. Zudem wird erwartet, dass auch die beiden anderen großen Ratingagenturen Moody's und Fitch mitziehen werden.
Der Schritt kam nicht überraschend: Erst im August wurde Timmys Rating von BB (spekulative Anlage) auf B- (hochspekulative Anlage) gesenkt, nachdem bekannt wurde, dass der Junge bei nahezu allen seinen Klassenkameraden, Freunden und Verwandten mit Beträgen zwischen zehn Cent und drei Euro fünfzig in der Kreide stand.![]() |
| Auch keine Rücklagen sind mehr vorhanden |
Diese belaufen sich laut Experten inzwischen auf etwa 67,38 Euro. Bei einem Taschengeld von monatlich 50 Cent kann Timmy nicht einmal mehr die durch die negativen Ratings auf bis zu 11 Prozent angestiegenen Zinsen bezahlen.
Timmys Eltern sehen keinen Grund dafür, für ihren Sohn einzuspringen: "Der Junge hat viel zu lange über seine Verhältnisse gelebt. Wir nennen ihn nur noch 'Pleite-Timmy'", erklärt sein Vater. "Von uns sieht der keinen Cent."
Da Timmy als Mitglied der Eurozone keine Möglichkeit hat, seine eigene Währung abzuwerten, sehen Finanzexperten nur noch eine Möglichkeit: Er muss ein striktes Sparprogramm auflegen und in den nächsten Jahren auf Luxus wie Pausenbrot und neue Kleidung verzichten. Dann könnte er mit seinen Gläubigern vielleicht einen Schuldenschnitt von bis zu 50 Prozent aushandeln.
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