Newsticker

Samstag, 30. April 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (79)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Über die Hochzeit von William und Kate wird auch anderswo berichtet. Newsbiscuit: Two billion viewers tune in to see Pippa Middleton's arse, Eulenspiegel: Hochzeitsgrüße aus Ungarn, Extra 3 Blog: Willy und Kate präsentieren ihren Nachwuchs und Lupe, der Satire-Blog: Royal Wedding - The Truth (14 Bilder). Man beachte vor allem das kleine Mädchen auf den letzten drei Bildern.
2. Das Blog neusprech.org sammelt Wortschöpfungen und Phrasen, die von Politikern gerne verwendet werden, und zeigt, was dahinter steckt. Einige Beispiele: Denkverbote, Augenmaß, absurd, Restrisiko oder Einzelfälle, bedauerliche
3. Es gibt nicht nur unfotogene Menschen, sondern auch Hunde, die man einfach nicht so vor die Linse bekommt, wie man will: Der unsichtbare Dritte (via afromme)
4. Toll! Wenigstens nimmt man bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern den Bildungsauftrag noch ernst:

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ssi

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Freitag, 29. April 2011

Unglaublich: Engländer und Engländerin heiraten!

Kurios: Diese beiden Engländer heirateten nach langjähriger Beziehung
London (dpo) - Wer hätte das gedacht? In der britischen Hauptstadt London haben heute ein Engländer (28) und eine Engländerin (29) geheiratet. Die Hochzeit schlug Menschen auf der ganzen Welt in ihren Bann – wohl auch, weil eine solche Zeremonie zwischen zwei Engländern in Großbritannien nur rund 230.000 mal pro Jahr stattfindet.
"Es ist unglaublich", schwärmte Greg Jones (44), einer der Schaulustigen, die zu Hunderttausenden nach London geströmt sind, um diesem absolut gewöhnlichen Ereignis beizuwohnen. "Offensichtlich haben sich diese beiden Menschen, mit denen mich persönlich nichts verbindet und die mich wahrscheinlich für bürgerlichen Abschaum halten, dazu entschlossen, ihre Beziehung vertraglich zu fixieren. Ich bin unendlich gerührt."
Krass: Der Bräutigam in einem Auto
Auch im Ausland seufzten Millionen Menschen aller erdenklichen Nationalitäten zufrieden, während sie die Trauung der Engländerin und des Engländers in Fernsehen, Radio und Internet verfolgen. "Dass ich das noch erlebe, dass zwei Engländer ausgerechnet in der englischen Hauptstadt London heiraten", freute sich etwa Sonja Pfulz aus Aue auf Anfrage des Postillons. "Allerdings finde ich es schade, dass nicht auch die Hochzeitsnacht live übertragen wird."
Nach dem weltweiten Medienhype zur Hochzeit der beiden Engländer, der kurzzeitig sämtliche Atomkatastrophen und Bürgerkriege in den Hintergrund rücken ließ, dürfte nun wieder Ruhe einkehren – allerdings nur bis Samstag, 14 Uhr: Dann nämlich wollen sich zwei weitere Engländer in der englischen Kleinstadt Sheringham standesamtlich das Ja-Wort geben.
ssi; Hinweis: Dieser Artikel erschien schon einmal in ähnlicher Form; Foto: Alexandre Goulet / Nick Warner, CC BY-SA 3.0

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Donnerstag, 28. April 2011

"Royal Wedding" von William und Kate nach spontaner 20$-Hochzeit in Las Vegas abgeblasen

Hatten wenigstens Spaß: William und Kate
London, Las Vegas (dpo) - Wie romantisch! Prinz William Mountbatten-Windsor und seine bisherige Verlobte Kate Middleton haben bereits gestern abend (Donnerstag, 7.00 Uhr UTC) spontan in Las Vegas geheiratet. Die großen für Freitag geplanten offiziellen Feierlichkeiten mussten daher kurzerhand abgesagt werden. Knapp 2000 Gäste wurden wieder ausgeladen.
"Vielleicht sind jetzt ein paar Millionen Leute enttäuscht, die uns gerne im Fernsehen gesehen hätten, aber es war sooo romantisch", freut sich Kate, die sich vor Ort ein gebrauchtes Kleid für eine Gebühr von 4 Dollar 99 ausgeliehen hatte. "Und wir heiraten ja auch nicht für andere oder für das britische Königreich, sondern für uns."
Die fünfminütige Trauzeremonie, bei der außer dem Brautpaar nur die engsten Freunde und einige zufällig vorbeigekommene Betrunkene anwesend waren, kostete einschließlich Brautkleid und Blumenmädchen nur 20 Dollar und wurde von einem professionellen Elvis-Imitator gehalten.
"Dadurch spart der britische Steuerzahler etwa 33.999.980 Dollar und wir haben am Freitag keinen nach exaktem Protokoll vorausgeplanten Stress", erklärte Prinz William diesen überraschenden Schritt gegenüber dem Postillon. "Das ist für alle am besten."
Während sich die beiden frisch Vermählten bereits auf dem Weg in die Flitterwochen befinden, gibt es zu der Spontanhochzeit in Las Vegas noch kein offizielles Statement von Königin Elisabeth II. Kenner des britischen Königshauses mutmaßen allerdings: "The Queen is amused."
ssi

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Newsticker (163)

++++ Wegen Raumknappheit: Patient in Intensivstation umgelegt ++++
++++ Ausgefallenes Geschenk: Milchzahn ++++
++++ Modernisierung: Schäfer kauft Elektroherde ++++
++++ Konnte niemandem das Wasser reichen: Kellner entlassen ++++
tim (1,3), ano (2), mhh (4)

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Mittwoch, 27. April 2011

Kompromiss: Stromkonzerne stellen atombetriebene Windräder in Aussicht

Sollen die Energiewende beschleunigen: Atombetriebene Windräder
Berlin (dpo) - In der Diskussion um die vorzeitige Abschaltung von Atomkraftwerken zeichnet sich ein Kompromiss ab. Bereits gestern Abend haben sich die vier großen Energiekonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall dazu bereit erklärt, ab 2012 keinen Atomstrom mehr ins deutsche Netz einzuspeisen.
"Die immer noch funktionsfähigen Kraftwerke sollen jedoch nicht eingemottet, sondern künftig dafür verwendet werden, um umweltfreundliche Windräder anzutreiben, welche in der näheren Umgebung der AKW errichtet werden", erklärte ein Sprecher von Vattenfall. Der Plan sieht vor, dass sich die Windräder mithilfe des Atomstroms konstant mit Höchstgeschwindigkeit drehen, wodurch Turbinen angetrieben werden, die wiederum sauberen Ökostrom erzeugen.
Sollten sich die atombetriebenen Windräder bewähren, könnte dieses Prinzip der Gewinnung sauberer Energie auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden. BMW, Mercedes und Audi etwa tüfteln gerade an einem Öko-Automobil mit Elektromotor, dessen kompletter Strombedarf durch einen eingebauten Dieselgenerator gedeckt wird.
ssi; Foto: Heinz-Josef Lücking, CC BY-SA 3.0

Mehr zum Thema Atomenergie im Postillon-Archiv:
CDU will Verantwortliche für Laufzeitverlängerung zur Rechenschaft ziehen
Castor-Transport 2010: Die Highlights im Ticker
Schwarz-Gelb verlängert Laufzeiten von Atomstromgegnern um acht bis 14 Jahre
"Energiepolitischer Appell" für Atomkraft: Das sagen die Unterzeichner
Super-Gau in Windkraftanlage verstrahlt alles im Umkreis von null Kilometern

Dienstag, 26. April 2011

Guantanamo notwendig, um durch Guantanamo erzeugte Terroristen einzusperren

Schafft seine eigenen Insassen: Lager
Washington (dpo) - Die US-Regierung hat heute erklärt, dass das Gefangenenlager Guantanamo auch weiterhin dringend benötigt wird, um Terroristen einzusperren, die durch die Existenz des Gefangenenlagers auf Kuba überhaupt erst zu Terroristen geworden sind.
Ross Doyle, ein Sprecher des Pentagons, bestätigte, dass terroristische Vereinigungen wie al-Qaida durch Bilder von misshandelten Gefangenen und die permanente Verletzung von Menschenrechten in Guantanamo starken Zulauf erhalten. "Würden wir Guantanamo abschaffen, dann hätten wir keinen Ort mehr, wo wir diese Feinde der USA ohne einen Prozess einsperren können", so Doyle.
Auf kürzlich von WikiLeaks veröffentlichte Geheimakten angesprochen, aus denen hervorgeht, dass zahlreiche Guantanamo-Häftlinge seit Jahren unschuldig einsitzen, entgegnete der Pentagon-Sprecher: "Natürlich können wir auch diese Leute nicht freilassen. Was glauben Sie, wie sehr die Amerika jetzt hassen?"
ssi

Guantanamo und Terror im Postillon-Archiv:
Neue CIA-Taktik sieht vor, dass Osama bin Laden in den nächsten 20 bis 40 Jahren an Altersschwäche stirbt
Deutschland baut Hochsicherheits- gefängnis auf Kuba, um Guantanamo-Häftlinge aufnehmen zu können
Selbstmordattentäter nicht sicher, ob er Bügeleisen abgeschaltet hat

Newsticker (162)

++++ Schmeckt nicht: Hexe belegt Brötchen mit Fluch ++++
++++ Rückrufaktion.. Jüngste Doppelpunkt-Lieferung neigt zum Umfallen ++++
++++ Heuschrecken: Hungrige Kuh ++++
++++ Will keine Menschen klonen: Genetiker macht 'ne Fliege ++++
bla (1), sid (2), ssi (3,4)

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Montag, 25. April 2011

Kleiner Timmy (9) stellt nach Osterbraten fest, dass sein Kaninchen verschwunden ist

Saarbrücken (dpo) - Dabei fing das Osterfest für den kleinen Timmy so gut an: Doch kurz nachdem der Neunjährige gemeinsam mit seinen Eltern einen überaus zarten und schmackhaften Festtagsbraten zu sich genommen hatte, musste er feststellen, dass sein geliebtes Kaninchen Billy (2) spurlos verschwunden war. Seitdem sucht Timmy die gesamte Nachbarschaft nach seinem langohrigen Freund ab.

Sonntag, 24. April 2011

Das Wort zum Ostersonntag (119)

Es kommentiert Peter Hohne (ZDF-Moderator und Christ)*:
Ei**, ei! Ostern ist eben doch die Zeit in der noch Zeichen und Wunder geschehen. Nehmen wir etwa die Benzinpreise: Wie von göttlicher Macht gelenkt klettern sie jedes Jahr kurz vor Ostern in schwindelerregende Höhen und lassen die Menschen so einen Teil der Schmerzen empfinden, die Jesus am Kreuz verspürte. Erst nach der Wiederauferstehung Jesu werden die Autofahrer erlöst und die Preise normalisieren sich – ganz ohne Absprachen der Mineralölkonzerne.
Urbi et Orbi! Verzeihung, dieses Geräusch wurde vermutlich vom bunt bemalten Eierlikör verursacht, den ich an Karfreitag trank und der nun am dritten Tage wieder aufgestoßen ist.
Doch nun lasst uns alle gemeinsam, den Mann feiern, auf den eine ganze Buchreligion voller Lügen gründet, und der – obwohl schon totgeglaubt – wieder zurückkehrt ist: Nein, die Rede ist nicht von Jesus Christus, sondern von Thilo Sarrazin, der nun überraschend doch in der SPD bleiben darf – eine Entscheidung, die nur konsequent ist, wenn man bedenkt, welche Partei Arbeitslose erst in die Lage gebracht hat, dass Sarrazin sie zu jeder Gelegenheit beschimpfen kann.
Übrigens: Schon 40 Tage nach seiner Auferstehung ist Jesus endgültig in den Himmel hinaufgefahren. Etwas ähnliches dürfte bei Sarrazin auch in die Gegenrichtung möglich sein.

*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
**in diesem Text wurden zahlreiche Eier versteckt – finden Sie alle und gewinnen Sie eine Reise für zwei Personen auf die Osterinseln (*****Hotel!), Einsendeschluss: 24.4.2011, 15:40 Uhr)
*****Diese fünf Sterne stehen nicht für eine Fußnote, sondern für das Niveau des Hotels, Sie Schwachkopf***!
***War nicht so gemeint.****
****Doch!***
ssi; Cartoon: meikel neid

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Samstag, 23. April 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (78)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Die Cartoonisten Wulff & Morgenthaler haben eine eigene Sektion auf Welt Online und sind damit einer der wenigen guten Gründe dafür, die Homepage dieser "Qualitätszeitung" überhaupt zu betreten. Ein paar Beispiele für den teils derben wulff-morgenthalerschen Humor: Karfreitag, Sporen, Klimawandel, Automobil oder Aquaplaning beim Küssen.
2. Was machen eigentlich die Sturmtruppen des Imperiums mit den paar freien Tagen, die ihnen laut Todesstern-Gewerkschaft zustehen? Die Antwort in Bildern finden Sie hier: What Stormtroopers Do On Their Day Off und What Stormtroopers Do On Their Day Off 2
3. Im "Zensus 2011"-Plakat stecken so viele Klone, dass man sich fragt, ob eine Volkszählung überhaupt noch einen Sinn macht: Sagt mal Volkszähler... (Extra 3 Blog) + Gesammelte Klone
4. Weswegen man Nachwuchs vermeiden sollte:

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ssi

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Donnerstag, 21. April 2011

Mehrheit der Deutschen dankbar, dass Jesus für langes Wochenende gestorben ist

München (dpo) - Sein Opfer war nicht umsonst: 97 Prozent aller Bundesbürger empfinden gegenüber Jesus, dem Sohn Gottes, tiefe Dankbarkeit, weil er vor nahezu 2000 Jahren dafür gestorben ist, dass die Menschen von heute ein langes Wochenende genießen können.

Newsticker (161)

++++ Fisch nicht frisch: Rochen rochen ++++
++++ Hat sich den Arsch aufgerissen: Mann gewinnt Kampf gegen Verstopfung ++++
++++ Boxer stolz: Sohn schlägt sich gut in der Schule ++++
++++ Lecker: Liebhaber uneigennützig ++++
ssi (1,2), tmo (3), jsi (4)

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Mittwoch, 20. April 2011

Peer Kusmagk immer noch im Dschungel

Inzwischen verrück geworden: Kusmagk
Sydney (dpo) - Wie erst jetzt bekannt wurde, befindet sich der Schauspieler und Moderator Peer Kusmagk immer noch im australischen Dschungel – und das obwohl die letzte Folge des Dschungelcamps bereits am 29. Januar ausgestrahlt wurde. Schuld an Kusmagks misslicher Lage ist eine Lücke im Regelwerk der Sendung "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!".
Das Management von RTL bestätigt gegenüber dem Postillon: "Im Gegensatz zu den anderen Kandidaten wird der Dschungelkönig nicht vom Publikum herausgewählt. Deshalb ist RTL auch nicht verpflichtet, ihn wieder aus dem Dschungel zu holen."
Auch das von Kusmagk mit weinerlicher Stimme bis zu hundertmal täglich vorgetragene "Ich bin ein Star – holt mich doch bitte bitte bitte hier raus!" ist zwecklos. RTL: "Die Sendung ist seit der Wahl zum Dschungelkönig am 29. Januar offiziell beendet, weswegen dieses Mantra gar nichts bewirkt. Abgesehen davon ist fraglich, ob man Kusmagk tatsächlich als Star bezeichnen kann."
Kusmagk, der sich seit Monaten von Insekten, Würmern und Wurzeln ernährt, ist inzwischen stark abgemagert und – wenn man den Bildern der überall installierten Kameras traut – auch halb verrückt, seit er über die Leichen seiner Vorgänger gestolpert ist. In unterschiedlichen Verwesungsstadien sind dies: Ingrid van Bergen, Ross Antony, Désirée Nick und Costa Cordalis.
ssi; Foto: RTL

Weitere Nachrichten aus dem Dschungel:
Bundesregierung richtet Krisenstab ein, um "Stars" aus dem Dschungel zu holen
Nach Dschungelcamp: Sarah Knappik erhält Angebot, FDP beizutreten

Dienstag, 19. April 2011

Schulden zu hoch: Amerikaner verkaufen Land an Indianer und gehen zurück in die Alte Welt

Die Freiheitsstatue ist bereits gepackt für die Rückreise nach Frankreich
Washington D.C. (dpo) - Von wegen "das Geld liegt auf der Straße"! Nachdem die mächtige Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit der USA in Frage gestellt hat, hat die amerikanische Regierung Verhandlungen mit den Häuptlingen der nordamerikanischen Indianerstämme aufgenommen, um ihnen das Territorium der USA zurückzuverkaufen. Anschließend sollen sämtliche US-Amerikaner auf ihre ursprünglichen Herkunftsländer in der "Alten Welt" verteilt werden.
Letzter US-Präsident: Obama
"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil wir die Staatsverschuldung von mehr als 14,2 Billionen Dollar einfach nicht mehr in den Griff bekommen", sagte Obama, der selbst zurück nach Kenia ziehen wird, in seiner letzten Rede an die Nation. Er schränkte allerdings ein: "Viel werden die Indianer angesichts dieses Schuldenbergs wohl nicht bezahlen." Experten gehen davon aus, dass höchstens mit einer Rückerstattung jener Glasperlen gerechnet werden darf, mit denen die Einwanderer im 18. und 19. Jahrhundert den Indianern einen Großteil ihrer Ländereien abkauften.
Erhalten ihr Land zurück: Indianer
Sobald die Verhandlungen mit den Indianern abgeschlossen sind, geht es für den größten Teil der 311 Millionen Amerikaner ans Packen, während eine Kommission die Stammbäume jedes einzelnen US-Bürgers überprüft. So soll festgestellt werden, wer in welchem Land Europas, Afrikas oder Asiens um Asyl bitten muss.
Neben Deutschland, das voraussichtlich rund 30 Millionen Amerikaner mit deutschen Wurzeln aufnehmen muss, sind in Europa vor allem England und Irland schwer betroffen. Auf die beiden Staaten kommt eine Einwanderungswelle von 70 Millionen (England) und 30 Millionen (Irland) US-Amerikanern zu.
ssi; Foto oben: Soebe, CC BY-SA 3.0 / Daniel Schwen, CC BY-SA 3.0, Foto rechts: Pete Souza, CC BY 3.0
 
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Newsticker (160)

++++ Feierabend: Maurer haut auf den Putz ++++
++++ Flüchtigkeitsfehler: Gefängnisausbruch gescheitert ++++
++++ Neues aus der Ernährungsforschung: Eiweiß ist nicht das Gelbe vom Ei ++++
++++ Putzfrauenstreik im Speicherkraftwerk: Zu viele Staubecken ++++
ssi, cmö (3), sid (2, 4)

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Montag, 18. April 2011

Axel-Springer-Verlag räumt ein, dass "Bild" in Wahrheit eine Satirezeitung ist

Berlin (dpo) - Der Springer-Verlag räumte heute erstmals ein, dass es sich bei der sogenannten Bild-"Zeitung" um eine reine Satirezeitung handelt. Jahrzehntelang hatte sich das Blatt unter Zuhilfenahme aller Stilmittel der Satire - etwa Übertreibungen, albernen Wortspielen oder dreisten Lügen - über politische und gesellschaftliche Fehlentwicklungen lustig gemacht und diese so mit spitzer Feder karikiert.

Sonntag, 17. April 2011

Das Wort zum Sonntag (118)

Es kommentiert Arno Wimpfler (Parteichef "Sonstige")*:
Wir, die Sonstigen, freuen uns immer, wenn wir eine neue Splitterpartei in unseren Reihen willkommen heißen dürfen. Besonders dann, wenn es sich wie bei der FDP um eine seit 1948 bestehende Traditionspartei handelt.
Die wirtschaftsradikalen "Liberalen" passen dabei ausgezeichnet in unser Portfolio extremistischer Wirrkopf-Strömungen, zu dem bereits die NPD, die KPD und die Freien Wähler zählen – aber auch die Violetten, die Partei Bibeltreuer Christen und die Anarchistische Pogo-Partei.
Sicher fragen Sie sich zu Recht, welche Ziele wir "Sonstigen" verfolgen. Lassen Sie es mich erklären: Schon jetzt erreichen alle Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, in Umfragen um die sieben Prozent. Zusammen mit den drei bis vier Prozent der FDP würde schon bald mehr als jeder zehnte "Sonstige" wählen.
Sobald wir "Sonstigen" 100 Prozent aller Stimmen auf uns vereinen können, ohne dass auch nur eine Partei über fünf Prozent kommt, dann ist der Bundestag endlich so zusammengesetzt, wie es für Deutschland am besten wäre: nämlich gar nicht.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi, mru; Mehr Cartoons von H. Mercker: www.hannes-mercker.de (Copyright liegt beim Zeichner)

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Samstag, 16. April 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (77)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Auf der Seite titel-kaufen.de werden Leute hereingelegt, die sich einen Titel illegal erwerben wollen. Einer der Macher im Interview: Doktor zu verkaufen: Wie Titelschummler in die Online-Falle tappen (Mit Dank an Basti!)
2. Guten Flug! Welt.de dokumentiert die originellsten Air-Sickness-Bags (Kotztüten)
3. Eine nette Spielerei ist das "Oracle of Bacon". Auf dieser Plattform kann man überprüfen, über wie viele Ecken verschiedene Schauspieler in einem Film mit Kevin Bacon gespielt haben, woraus sich die sogenannte Bacon-Zahl (Kevin Bacon hat die Bacon-Zahl 0) ergibt: The Oracle of Bacon
4. Wacky Waving Inflatable Arm Flailing Tube Men (für Jeanette und Masud)!

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ssi

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Freitag, 15. April 2011

Imker durch Burkaverbot in Frankreich besonders hart getroffen

Paris (dpo) - Das kürzlich in Frankreich in Kraft getretene Burkaverbot trifft Imker besonders hart und könnte schon bald für leere Honigregale in den Supermärkten sorgen. Das erklärte heute der Zentralverband der französischen Bienenzüchter auf einer Pressekonferenz.

Riskiert Geldstrafe: Imker mit Burka
"Seit Einführung des Burkaverbots in Frankreich wurden bereits Dutzende Imker zu einer Strafe von 150 Euro verurteilt, nur weil sie einen Schutzanzug trugen", so ein Sprecher des Verbandes. "Wobei auch einige der Betroffenen auf die Möglichkeit zurückgegriffen haben, an einem Integrationskurs teilzunehmen anstatt zu bezahlen." Zwei Bienenzüchter aus der Normandie stünden seitdem allerdings kurz vor der Abschiebung.
Ein Großteil der französischen Imker wiederum hält sich an das Burkaverbot und zahlt dafür einen hohen Preis: "Ich wurde in den letzten Tagen mehrfach im Gesicht gestochen", klagt etwa Charles Abeille, ein Bienenzüchter aus dem Limousin. "Sehen sie sich meine Oberlippe an. Wenn das Burkaverbot nicht aufgehoben wird, dann gibt es bald Tote!"
Riskiert dicke Lippe: Imker ohne Burka
Imkerinnen sind von dem Verbot sogar in zweifacher Hinsicht betroffen. Seit sie nicht mehr verhüllt arbeiten, hat nicht nur die Zahl der Bienenstiche, sondern auch die der sexuellen Übergriffe durch männliche Kollegen dramatisch zugenommen.
Neben den französischen Imkern protestieren auch Schweißer, Kernkraftwerksangestellte und Geisterbahnmitarbeiter gegen das Burkaverbot, durch das sie an Augenverletzungen durch Funkenflug, radioaktiver Verstrahlung oder akuter Ungruseligkeit leiden müssen.
Die französische Regierung will dennoch hart bleiben. Ausnahmen für bestimmte Berufsgruppen könnten nämlich dafür sorgen, dass strengläubige Muslimas künftig vermehrt versuchen, in genau diesen Branchen Arbeit zu finden.
ssi; Foto rechts: © Catherine Murray - Fotolia.com, Foto links: Waugsberg, CC BY-SA 3.0

Mehr zum Thema "Burka" im Postillon-Archiv:
Neuartige Burkaburka verhüllt verbotene Burka
Parteiübergreifende Initiative fordert Kopftuchverbot für attraktive Musliminnen
Islamisches Gutachten weitet Burkapflicht auf weibliche Tiere aus

Donnerstag, 14. April 2011

Fürstentum Liechtenstein über Ostern geschlossen

Vaduz (dpo) - Die stolze Nation von Liechtenstein hat heute bekannt gegeben, dass das Fürstentum in diesem Jahr über die Osterferien geschlossen werden muss. Begründet wurde dies mit Abstimmungsproblemen bei der Urlaubsplanung.

Keiner da: Liechtenstein
"Irgendwie hat mal wieder keiner mit keinem geredet und jeder einfach seinen Urlaub eingereicht", bestätigte Regierungschef Klaus Tschütscher gegenüber dem Postillon. "Als wir dann bemerkt haben, dass sich alle Liechtensteiner gleichzeitig für zwei Wochen frei genommen haben, waren die Anträge bereits alle bewilligt und die Reisen gebucht."
Während der Osterferien sollen daher in Liechtenstein sämtliche Herde und Bügeleisen abgeschaltet sowie die Grenzen geschlossen sein. Die Lichter wolle man aber brennen lassen, damit niemand angesichts der unbewachten Banken und Stiftungen auf dumme Gedanken kommt.
Auch deshalb bat Tschütscher, der zwei Wochen auf den Malediven weilen wird, die beiden Nachbarländer Österreich und die Schweiz, während der Abwesenheit der Liechtensteiner hin und wieder nach dem Rechten zu sehen, die Blumen zu gießen und die Tiere zu füttern.
ssi

Liechtenstein im Postillon-Archiv:
Grille sucht Liechtenstein heim

Newsticker (159)

++++ Schwein gehabt: Hungriger Moslem pfeift auf religiöse Vorschriften ++++
++++ Spaß dank Sextanten: Matrosen finden Weg ins Rotlichtviertel ++++
++++ Kampf des Jahres: Wrestler ringt mit dem Tod ++++
++++ TANs der Vampire: Untote nutzen sicheres Online-Blutbanking ++++
ssi, bla, tim, mer

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Mittwoch, 13. April 2011

Langzeit-Junkies kritisieren seit Jahren sinkende Qualität von Heroin

Mit der Zeit immer weniger lustig: Heroin
Berlin (dpo) - Die Vereinigung der Langzeit-Junkies Deutschland (VLJD) hat in einer mit zittriger Handschrift auf einem Schmierzettel verfassten Stellungnahme die seit Jahren sinkende Qualität der Droge Heroin kritisiert und die Behörden aufgefordert, endlich einzuschreiten.
"Viele von uns können sich noch an Zeiten erinnern, als der Stoff einschlug wie eine Bombe", heißt es in dem Schriftstück. "Alle Sorgen waren nach einem Schuss stundenlang wie weggeblasen." Doch das war vor Jahren.
In letzter Zeit hingegen wirke Heroin immer schlechter. "Man braucht die doppelte Menge, um ungefähr halb so lange berauscht zu sein wie früher", bestätigt Tom, ein Frankfurter Junkie (29), der seit sechs Jahren regelmäßig fixt, gegenüber dem Postillon. "Außerdem sterben plötzlich Leute daran, denen es früher überhaupt nichts ausgemacht hat, sich eine Ladung H zu ballern."
Laut AnJus fein wie immer: Heroin
Die VLJD fordert daher Mechthild Dyckmans (FDP), die Drogenbeauftragte der Bundesregierung auf, endlich verbindliche Standards und strenge Qualitätskontrollen für Heroin einzuführen.
Allerdings stehen die Chancen dafür schlecht. Denn die Vereinigung der Anfänger-Junkies (AnJuns), der Jugendverband der Süchtigen (0-2 Jahre), dementiert die nachlassende Qualität des sich im Umlauf befindenden Heroins. Vielmehr wirke derselbe Stoff, den die Alt-Junkies kritisieren, ganz ausgezeichnet. Zudem befürchten die AnJuns, dass strengere Kontrollen die ohnehin schon hohen Preise alles andere als "drücken" würden.
ssi; Foto links: Hendrike, CC-BY-SA 3.0

Drogen im Postillon-Archiv:
Teenager will mit dem Rauchen aufhören, sobald er merkt, dass er süchtig ist< Impfstoff gegen Kokainsucht gefunden
Exzellentes Marihuana sichergestellt
Große Rückrufaktion bei Volkswagen
Wieder mehr Kunden bei Karstadt

Dienstag, 12. April 2011

Das erklärt einiges: Bedienungsanleitung für Kernkraftwerk Fukushima nur auf Japanisch


ssi; Foto: Kein Wunder, dass niemand die Lage in den Griff bekommt: Japanische Bedienungsanleitung für das Kernkraftwerk Fukushima.

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Newsticker (158)

++++ Arbeitswillig: Schaffner genießt Leben in vollen Zügen ++++
++++ Gesundheitstipp: Festsitzenden Schleim einfach mit bronchialer Gewalt abhusten ++++
++++ Sorgen für offene Hosen: Lockere Schnallen ++++
++++ Schnauze voll von Buchstabensuppe: Gäste fordern "Zahlen bitte!" ++++
ssi, bor, rää, bla

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Montag, 11. April 2011

Von wegen Machtverlust: Westerwelle absolviert dreiwöchigen Staatsbesuch in Disneyland

Berlin (dpo) - Wer dachte, Guido Westerwelle hätte nach dem Verlust des FDP-Parteivorsitzes und der Vizekanzlerschaft an Einfluss eingebüßt, wurde jetzt eines Besseren belehrt: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Außenminister in dringender Mission zu einen dreiwöchigen Staatsbesuch nach Disneyland entsandt.
Westerwelle und Disneylands Staatschef
"Dieser Staatsbesuch hat höchste Priorität", so die Kanzlerin gegenüber dem Postillon. "Deshalb dauert er auch so ungewöhnlich lange." Dabei, so Merkel weiter, hätte sie ihren "besten Mann" dringend bei der Bewältigung anderer aktueller Krisen wie dem Krieg in Afghanistan, der Eurorettung und dem Flüchtlingsdrama in Italien benötigt, um die sie sich jetzt selbst kümmern wird.
Viele Disneyländer pendeln
Westerwelle indessen soll die Zeit nutzen, um die Beziehungen zwischen Deutschland und Disneyland zu verbessern, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren und ein Verteidigungsbündnis auszuhandeln. Auch das hauptsächlich aus Achterbahnen bestehende öffentliche Transportsystem Disneylands und seine Übertragbarkeit auf Deutschland soll Westerwelle genauer untersuchen.
Der Außenminister dürfte auch nach seiner Rückkehr im Mai nicht zur Ruhe kommen. Gleich im Anschluss sind weitere mehrwöchige Staatsbesuche bei wichtigen Partnern der Bundesrepublik vorgesehen – unter anderem in Legoland, im Phantasialand in Brühl und im Miniaturwunderland in Hamburg.
ssi

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Sonntag, 10. April 2011

Das Wort zum Sonntag (117)

Es kommentiert Ibrahim Kadir Khan (libyscher Rebellenführer)*:
Salem aleikum! Zunächst will ich mich im Namen der libyschen Revolution bei unseren westlichen Verbündeten mit Ausnahme Deutschlands dafür bedanken, dass bei den Luftschlägen der NATO bislang immer noch knapp mehr Gaddafi-Getreue getötet wurden als Rebellen. Das verschafft uns zumindest keinen strategischen Nachteil.
In einem nächsten Schritt ist es unbedingt nötig, dass wir vom Westen mit Munition beliefert werden. Andernfalls können wir nicht mehr wild in die Luft schießen, um militärische Erfolge zu feiern, Rückschläge zu betrauern oder um uns daran zu erfreuen, wieviel Freude es bereitet, bei jeder Gelegenheit wild in die Luft zu feuern.
Zuletzt möchte ich noch eine Solidaritätsadresse an alle Fans des FC Bayern München senden: Haltet durch Kameraden! Wir wissen wie es ist, wenn man seit 30 Jahren vom selben irren Führer schikaniert wird. Während Gaddafi wackelt, sitzt Uli Hoeneß fester im Sattel denn je.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.ssi; Cartoon: meikel neid

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Samstag, 9. April 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (76)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Aktuell amüsiert man sich auf diversen Islamophobie-Seiten (würg!) über den Postillon-Artikel "Islamisches Rechtsgutachten weitet Burkapflicht auf weibliche Tiere aus". Dabei sind einige sogar dumm genug, um die Story wirklich zu glauben (hier und hier!). Grund: Der Islamhasser-Newsaggregator EuropeNews hat den Artikel unreflektiert weiterverbreitet: Europe News - Völlig durchgeknallt
2. Auf hatr.org, zur Zeit noch in der Beta-Testphase, werden die schönsten Troll-Kommentare gesammelt und mit Facepalms (Godwinbonus möglich!) bewertet: hatr.org
3. Respekt! Das aktuelle Titanic-Cover könnte das langweiligste aller Zeiten sein: Gerade noch rechtzeitig: Deutschland steigt aus
4. Der Chansonist Thomas Pigor besingt gute und böse Diktatoren:

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ssi

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Freitag, 8. April 2011

Kunstexperten kritisieren Verschwinden von Regimekritiker Ai Weiwei als wenig originelle Aktion

Verhaftet: Ai Weiwei
Peking (dpo) - Die internationale Kunstszene gibt sich vom jüngsten Werk des chinesischen Konzept- und Aktionskünstlers Ai Weiwei nicht sehr beeindruckt. Die Festnahme des Regimekritikers sei unter anderem zu vorhersehbar gewesen und zu lange in der Öffentlichkeit vorbereitet worden, um höchsten künstlerischen Ansprüchen zu genügen.
"Natürlich ist es radikal, dass Ai Weiwei quasi Leib und Leben riskiert", so FAZ-Feuilletonist Frank Schirrmacher. "Aber wir sind Ausgefalleneres von ihm gewohnt." Schirrmacher erinnert etwa daran, als Ai Weiwei in der Tate Modern Millionen von Sonnenblumenkernen aus Porzellan ausstreuen ließ. Schirrmacher: "Um sich in einem chinesischen Gefängnis foltern zu lassen, muss man kein Aktionskünstler sein. Das kann eigentlich fast jeder."
Auch dem Zeitpunkt von Ai Weiweis Festnahme fehlt Kunstkennern zufolge jegliche Subtilität. Sich zwei Tage nachdem Guido Westerwelle in Peking die Ausstellung "Kunst der Aufklärung" eröffnet hatte, verhaften zu lassen, erinnere viele an Mainstream-Kunst.
Der chinesischen Staatsführung geht es jedoch nicht um den künstlerischen Anspruch der Aktion, sondern vor allem um das eigene Image. Ein Staatssekretär der kommunistischen Partei kündigte an: "Von all seinen kritischen Aktionen war Ai Weiweis Verhaftung die, die China am meisten Ansehen gekostet hat. Dafür muss er jetzt büßen."
ssi; Foto: Hafenbar, CC-BY-SA-2.0-DE

China und die Zensur:
Zensur! Chinesisches Google zeigt größtenteils unleserliches Gekritzel an

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Donnerstag, 7. April 2011

Studie: Abschiebung von Nazis würde Staatskasse um Milliarden entlasten

Berlin (dpo) - Eine neue Studie im Auftrag des Wirtschaftsministeriums sorgt derzeit in Berlin für Aufregung. Aus ihr geht hervor, dass die Bundesrepublik Deutschland durch eine konsequente Abschiebepolitik gegen Nazis rund 100 Milliarden Euro jährlich einsparen könnte. Der Grund: Rechte sind häufiger arbeitslos, gewalttätiger und schlechter gebildet als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Newsticker (157)

++++ "Er war viel zu schmutzig": Frau kehrt Mann den Rücken ++++
++++ Keine Kohle: Grill abgebrannt ++++
++++ Willkommen: Nymphomanin ++++
++++ Mordprozess: Strafverteidiger überzeugt mit Totschlagargument ++++
jsi/sma, svl, ssi, tim

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Mittwoch, 6. April 2011

Wissenschaftler vermitteln Makaken-Äffchen das Prinzip von Tierversuchen

Weiß, wie ihm geschieht: Coco
Bremen (dpo) - Hirnforschern der Universität Bremen ist es erstmals gelungen, einem Makaken-Äffchen das Prinzip von Tierversuchen zu vermitteln. Demnach hat der 24-jährige Coco, der als äußerst intelligent gilt, vollständig verstanden, was mit ihm geschieht.
"Dies ist ein großer Tag für die Forschung", sagt Neurowissenschaftler Alexander Kneiter. "Es hat fast ein Jahrzehnt gedauert, bis wir sicher sein konnten, dass Coco alle Zusammenhänge nicht nur auswendig gelernt, sondern auch begriffen hat."
Coco lernt, warum Menschen mehr wert sind
Zunächst musste das Makaken-Männchen lernen, warum Affen weniger wert sind als Menschen und sich somit ideal für Versuche eignen. Dazu zeigten ihm die Wissenschaftler an einem Touchscreen jahrelang sämtliche zivilisatorischen Errungenschaften der Menschheit von der Kunst bis hin zum Touchscreen. Besonders für Massenvernichtungswaffen und NS-Konzentrationslager habe sich Coco dabei interessiert.
"Ebenfalls Jahre hat es gedauert, bis wir ihm beibringen konnten, warum er durch einen in seinen Schädel implantierten Kanal an Elektroden angeschlossen ist", so Prof. Kneiter. "Sie hätten seine Hirnströme sehen sollen, als ihm langsam dämmerte, dass wir damit seine Hirnströme messen."
Seitdem Coco verstanden hat, dass er zum Wohle der Menschheit geopfert wird, ist er wie ausgewechselt. "Er starrt uns jetzt immer mit weit aufgerissenen Augen an", schildert eine Assistentin von Kneiter. "Wenn er allein ist, dreht er sich von der Kamera weg und liegt lethargisch in einer Ecke. Zudem verweigert er das Fressen, seit er weiß, dass es als positive Bestätigung dient, wenn er etwas richtig gemacht hat."
Die Appetitlosigkeit von Coco sei aber nicht so schlimm, meint Kneiter. "Wir werden ihn ohnehin einschläfern müssen, bevor er unseren anderen 20 Makaken Bescheid gibt."
ssi

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Dienstag, 5. April 2011

Angelina Jolie denkt beim Sex an Brad Pitt

Los Angeles (dpo) - Die berühmte Schauspielerin Angelina Jolie (35) hat in einem Interview mit Postillon Woman* zugegeben, dass sie eines mit den meisten Frauen gemeinsam hat: Sie denkt beim Geschlechtsverkehr häufig an Brad Pitt.
Denkt häufig an Brad Pitt: Jolie
"Das heißt ja nicht, dass mir der Sex keinen Spaß macht", erklärte Jolie. "Aber oft, wenn ich mit meinem Mann im Bett bin, denke ich an Brad Pitt. Manchmal rufe ich sogar seinen Namen."
Auf die Frage, ob das ihren Mann nicht belaste, antwortete die Mutter von sechs Kindern: "Wieso? Er kann meinetwegen ja auch die Augen schließen und sich ausmalen, Angelina Jolie ranzunehmen."
 ssi; Foto: Stefan Servos, CC BY-SA 3.0

*Deutschlands größte Frauenzeitschrift, Teil der Postillon Media Holding.

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Newsticker (156)

++++ Billige Aushilfe: Spargelernte hilft bei Spargelernte ++++
++++ Ausgezogen: WG zu prüde ++++
++++ Endgültiges Aus: Lichtschalter kriegt sich nicht mehr ein ++++
++++ Nicht genügend Mäuse: Hamsterkauf per Rattenzahlung ++++
++++ Unsportlich: Waldarbeiter fällt Kollegen in den Rücken ++++
ssi, tim (3), bla (4), lot (5)

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Montag, 4. April 2011

Westerwelles Rücktritt vom Parteivorsitz stürzt Nation in tiefe Trauer

Solidarität überall: Spontaner Pro-Westerwelle-Trauerzug in Köln
Berlin (dpo) - Guido Westerwelles Ankündigung, er werde nicht mehr für das Amt als Parteivorsitzender der FDP kandidieren, hat die Deutschen zutiefst erschüttert. Zu Hunderttausenden versammelten sie sich heute auf den Plätzen und Straßen der Republik, um gemeinsam zu trauern.
"Was soll denn jetzt aus der FDP werden?", fragt Gerda W., eine Hausfrau aus München, während sie sich das verlaufene Make-Up aus den Augen wischt. "Er war der einzige ehrliche Mann, den die Politik noch hatte." Anschließend lässt sie ihren Tränen freien Lauf.
Weiß nicht, wie es weitergeht: trauriger Mann
"Er hatte so eine fantastische Ausstrahlung und sah auch noch unglaublich gut aus", schwärmt wiederum ein 37-jähriger Elektroinstallateur aus Hamburg, der gemeinsam mit 50.000 anderen am Spielbudenplatz trauert. "Aber diese verdammten Journalisten haben ihn kaputt gemacht, weil sie es nicht ertragen, wenn sich ein Politiker auch mal um den kleinen Mann kümmert."
Auch online wird kollektiv getrauert: Im sozialen Netzwerk Facebook hat die Gruppe "Wir wollen Guido Westerwelle zurück" bereits 1.522.148 Anhänger – Tendenz steigend.
Prof. Heinz Geiwasser vom Meinungsforschungsinstitut Opinion Control erklärt, was hinter der Trauer steckt: "Die Menschen verkraften es nur schwer, dass sich ihr Lieblingspolitiker ein Stück weit von ihnen zurückzieht. Sie haben Angst, dass Westerwelle irgendwann ganz von der Bildfläche verschwindet." Dass der sympathische Endvierziger überdies auch noch das Amt des Vize-Kanzlers aufgeben wird, verletze diejenigen zusätzlich, die auf Westerwelle als Bundeskanzler gehofft haben, falls Angela Merkel etwas zustößt.
Wenigstens bleibt Guido Westerwelle Außenminister. Geiwasser ist überzeugt: Sollte er dieses Amt auch noch verlieren, dann könnte es zum Volksaufstand kommen.
ssi

Rücktritte im Postillon-Archiv:
Pannenministerpräsident Mappus wird nach nur 14 Monaten Laufzeit abgeschaltet
CDU führt Schnellrücktrittsformular für Spitzenpolitiker ein, um Zeit zu sparen
Welchen neuen Beruf wird Mixa nach seinem Rücktritt ergreifen?
Dr. Carlos-Theodore de Bienmontaña (CSU) erhebt Anspruch auf Guttenbergs Nachfolge
Köhler fehlt für Südafrika: Ein sportlicher Nachruf
Bahnchef Mehdorn wirft hin: Darf er seinen Vornamen behalten?

Sonntag, 3. April 2011

Das Wort zum Sonntag (116)

Es kommentiert Dave Bristol (Flaggen-, Bibel- und Koranfabrikant)*:
In den letzten Tagen haben wir erlebt, wie erwachsene Menschen Meinungsverschiedenheiten klären: durch Feuer.
Jeder sollte sich ein Beispiel an jenen fundamentalistischen Christen in den USA nehmen, die ihren Hass auf den Islam dadurch ausdrücken, dass sie dessen heilige Schrift kaufen (Koran, ab 9,99 $) und dann verbrennen. Auf der anderen Seite ist es mindestens genauso vernünftig, wenn sich fundamentalistische Taliban im Gegenzug amerikanische Flaggen (US-Flaggen, nur 34,99 $ für 10 Stück) kaufen und anschließend anzünden.
Doch wie geht es weiter? Nun müssen sich Pastor Jones und seine Gemeinde überlegen, ob sie den Flaggenaffront auf sich sitzen lassen wollen. Ich empfehle, gleich eine ganze Wagenladung Korane – gerne kerosingetränkt ab Werk – für nur 19.999 $ zu kaufen und diese dann ebenfalls zu verbrennen. Da müssten die Taliban in Afghanistan schon richtig viele Flaggen – und vielleicht noch ein paar Bibeln? – kaufen, um diese Scharte wieder auszuwetzen.
Nur so lässt sich ein für allemal klären, welche Religion die Beste ist.
*an dieser Stelle kommentieren wöchentlich wechselnd Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und organisiertem Verbrechen.
ssi; Cartoon: meikel neid

Alle Wörter zum Sonntag auf einen Blick nach dem Klick:
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Samstag, 2. April 2011

Links! Zwo! Drei! Vier! (75)

Täterätäääää! Dschingderassa Bumm Bumm Bumm! Jeden Samstag neu: Der Chefredakteur persönlich stellt nicht zwei, nicht drei - nein, vier interes- oder amüsante Fundstücke aus dem weltweiten Internetz vor.

1. Während seriöse Publikationen wie der Postillon den 1. April boykottiert haben, konnten sich verschiedene Satiremagazine nicht zurückhalten: Best of Aprilscherz: Papst trifft sich mit Schwulen und Lesben
Bemerkenswert: turi2 kündigt an, dass zu Guttenberg neuer Wetten-Dass-Moderator wird – ein Witz, den das Glasauge bei Welt.de schon vor anderthalb Monaten gemacht hat, und der aktuell auch das Cover des Eulenspiegels ziert.
2. Apropos Plagiat! Müssen Welke und Konsorten jetzt ihren Grimme Preis zurückgeben? Die heute show klaut ungefragt beim Postillon: Rainaldo Hermanole
3. College Humor beschreibt fünf brillante Wege, wie man seine Freunde hereinlegen kann: Five Classic Ways to Prank Your Friends
4. Wer hätte das gedacht? MacGyver spricht fließend deutsch und wirft vor den Augen seiner "Frau" mit totem Geflügel:

Sie haben Vorschläge für Links234? Hinweise auf satirische, lustige,  komische Links und Videos bitte in die Kommentare schreiben oder per  E-Mail an redaktionÄTder-postillonPUNKTcom schicken.
ssi

Alle Links234s auf einen Blick:
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