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Montag, 30. Januar 2012

Iran feiert, seit 20 Jahren kurz vor Fertigstellung von Atombombe zu stehen

Teheran (dpo) - Mit einer pompösen Parade feierte der Iran heute den Umstand, dass das Land seit nunmehr 20 Jahren kurz davor steht, eigene Atomwaffen zu entwickeln. Damit ist das Land länger als jedes andere in der Welt beinahe eine Atommacht.

Der iranische Präsident Hassan Rohani erntete bei einer Kundgebung in Teheran tosenden Applaus: "Seit genau 20 Jahren schon verbreitet der Iran Angst und Schrecken, weil sich die Welt davor fürchtet, dass er innerhalb kürzester Zeit im Besitz von Atomwaffen sein werde. Wir freuen uns deshalb, dass das Pentagon erst vor einem Jahr wieder bestätigt hat, dass wir in nur einem Jahr so weit sein könnten!"
Kurz vor dem Durchbruch: Der Iran
Seriöse Berichte, dass der Iran innerhalb weniger Jahre eine Atombombe erforscht haben könnte, reichen tatsächlich bis in das Jahr 1993 zurück. In diesem Jahr war man sich sogar kurzzeitig sicher, dass der Iran bereits über ein Atomwaffenarsenal verfügt. 1995 hieß es dann wieder, die Mullahs bräuchten noch fünf Jahre. Ab 1996 stellten dann im jährlichen Wechsel die CIA, das Pentagon und der IAEA fest, dass der Iran innerhalb eines Zeitraumes zwischen sechs Monaten und fünf Jahren eigene Atomwaffen bauen und einsetzen kann.
Rohani lobte die 20-jährige Erfolgsgeschichte des erfolglosen iranischen Atomprogramms, durch das der Iran das einzige Land mit dem Drohpotenzial einer Atommacht sei, ohne auch nur eine funktionsfähige Rakete besitzen zu müssen. Er bedauerte zugleich andere Schurkenstaaten wie Pakistan oder Nordkorea, die den Fehler gemacht hätten, ihre Atomwaffen fertigzustellen. Seitdem würde sich niemand mehr für die beiden Staaten interessieren.
"Nur wer kurz davor steht, Atomwaffen zu erforschen, wird ernst genommen", so Rohani.
Am Ende der Feierlichkeiten des 20-jährigen Jubiläums versprach Rohani seinem jubelnden Volk, man werde auch die nächsten 20 Jahre fieberhaft daran forschen, immer nur wenige Jahre von der Fertigstellung von Atomwaffen entfernt zu sein.
ssi; Foto rechts: WEBMASTER, CC BY-SA 3.0; Artikel an aktuellen Machthaber 2014 angepasst