Doch die Ressentiments sitzen tief. Allein in Deutschland sind schätzungsweise 15 bis 25 Prozent der Gesamtbevölkerung derart laktoseintolerant, dass sie mit heftigen Darmwinden, Übelkeit und Magendrücken bis hin zu Durchfall und Erbrechen reagieren, wann immer sie mit Milch oder Milchprodukten in Berührung kommen.
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| Weißes Opfer von Intoleranz |
Doch woher kommt dieses Phänomen? Gesellschaftsforscher Hanno Wilbur erklärt: "Laktoseintoleranz ist häufig bei Großstädtern anzutreffen, also bei solchen Menschen, die in ihrem Alltag so gut wie nichts mit Milch zu tun haben. Ich bin sicher, wenn sie sich wie die deutlich laktosetolerantere Landbevölkerung die Mühe machen und Milch besser kennen lernen würden, dann würden viele merken, dass sie ein Getränk wie jedes andere auch ist, und ihre Abneigung einfach herunterschlucken."
Der BDM fordert von der Regierung, umgehend Maßnahmen zu ergreifen. So sollen in Vierteln mit einem hohen Bevölkerungsanteil an Südostasiaten, die als besonders laktoseintolerant gelten, spezielle "Milkworker" eingesetzt werden. Sie könnten zumindest den Kids zeigen, dass Intoleranz nie eine gute Idee ist. Außerdem sollen unbedachte Äußerungen wie "Milchbubi", "blöde Kuh" und "Milchmädchenrechnung" geächtet werden.
ssi; Foto oben: rs-Foto, CC BY 2.0, Foto rechts: © Marius Graf - Fotolia.com
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