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Montag, 7. Mai 2012

Schleswig-Holsteiner stellen mit Entsetzen fest, dass Kubicki für FDP angetreten ist

Kiel (dpo) - Böses Erwachen im Norden! Ein Großteil der über 100.000 Wähler, die am Sonntag bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein für Wolfgang Kubicki gestimmt hatte, musste inzwischen mit Entsetzen feststellen, dass dieser für und nicht etwa gegen die FDP angetreten ist. Sie fühlen sich von ihrem Idol betrogen und fordern nun eine Annullierung der Wahl.

In den Monaten vor der Wahl war Kubicki vor allem mit Aussagen aufgefallen, er könne sich die Einführung von höheren Steuern für Gutverdiener und einer Finanztransaktionssteuer sowie von Mindestlöhnen vorstellen. Zusätzlich erklärte der Politiker kürzlich, die FDP habe als Marke generell verschissen.
Sieht harmlos aus, ist aber in der FDP: Wolfgang Kubicki
"Ich habe gedacht, wenn einer dieser verdammten FDP einheizen kann, dann Wolfgang Kubicki", klagt etwa Hauke Andresen, ein enttäuschter Wähler aus Lübeck. "Immerhin hat er im Wahlkampf bei jeder Gelegenheit gegen die Liberalen in Berlin und im Speziellen gegen diesen Rösler gewettert." Als Andresen nach der Wahl erfuhr, dass Kubicki für die FDP und nicht etwa die Linkspartei angetreten war, sei er aus allen Wolken gefallen.
Andresen und zahlreiche weitere Schleswig-Holsteiner, die versehentlich FDP gewählt haben, fordern jetzt wegen offensichtlicher Irreführung eine Annulierung des Ergebnisses und sofortige Neuwahlen.
Doch warum ist eigentlich kaum jemandem aufgefallen, dass das FDP-Logo auf allen Wahlplakaten Kubickis klar zu sehen ist? Die meisten der unfreiwilligen Liberalen-Wähler erklärten, sie hätten angenommen, die Position des Logos knapp unterhalb von Kubickis Gesäß symbolisiere, er würde "auf die FDP scheißen".
ssi; Foto links oben: Λοῦκας, CC BY-SA 3.0



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