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Dienstag, 10. Juli 2012

Petition, dass Politiker regelmäßig Backpfeifen erhalten, erreicht Quorum in 57 Sekunden

Berlin (dpo) - Noch nie hat eine Online-Petition so schnell das benötigte Quorum erreicht wie die sogenannte Backpfeifen-Petition. Sie sieht vor, dass künftig alle 620 Abgeordneten des deutschen Bundestages regelmäßig eine zünftige Backpfeife erhalten sollen – es sei denn, der oder die Betroffene äußert einen deutlichen Widerspruch dagegen. Nur 57 Sekunden nachdem die Petition eingereicht wurde, fanden sich bereits über 50.000 Unterzeichner.

Dass seine Eingabe so schnell das nötige Quorum erreichen konnte, freut Frank Tafler (35). Der besorgte Bürger wollte eigentlich nur seiner Empörung hinsichtlich des neuen Meldegesetzes Luft machen. Nun soll er in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses angehört werden und seine Gründe dafür vortragen, warum Politiker künftig regelmäßig vom Bürger abgewatscht werden sollen.
Hätte eine Backpfeife besonders verdient: Uhl
"Die Farce rund um das Meldegesetz verdeutlicht, dass zünftige Backpfeifen durch den Souverän dringend nötig sind, um Politiker daran zu erinnern, wer hier eigentlich der Boss ist", so Tafler. "Für die betroffenen Politiker ist das ohnehin ein Fortschritt. Immerhin gab es in vielen Bundesländern bislang überhaupt keine verbindlichen Regeln, welchem Politiker wann eine gepfeffert werden durfte."
Außerdem hätten die Politiker die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Ohrfeigen einzulegen. Allerdings gilt dieses Widerspruchsrecht nicht, wenn abzuwatschende "Volksvertreter" es wirklich verdient haben – etwa weil sie während eines EM-Halbfinales für ein Gesetz gestimmt haben, für das nun keiner mehr verantwortlich sein will.
ssi; Foto oben: © unitypix - Fotolia.com

Nachtrag: Ein Leser hat die Petition inzwischen wirklich gestartet

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