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Donnerstag, 16. August 2012

DFB ersetzt Spieler, die Nationalhymne nicht mitsingen, durch dicke Startenöre

Frankfurt (dpo) - Der Deutsche Fußballbund hat heute angekündigt, Spieler, die die Nationalhymne nicht mitsingen, durch dicke Startenöre zu ersetzen. Die Funktionäre reagieren damit auf die in Publikationen wie Bild, Welt und Focus propagierte Meinung, dass nicht etwa Taktik, Talent, Leidenschaft und eine ordentliche Portion Glück ein Fußballspiel entscheiden, sondern das inbrünstige Singen eines uralten Liedes, das ursprünglich zu Ehren des Kaisers komponiert wurde.

Ein Sprecher des DFB erklärte in einer Pressekonferenz: "Die gestrige Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Argentinien hat uns gezwungen, diese Konsequenz zu ziehen, damit endlich Ruhe an der Medienfront einkehrt."
Mit sofortiger Wirkung wurden deshalb Sami Khedira, Lukas Podolski, Jérôme Boateng sowie Mesut Özil suspendiert und durch dicke Männer mit kräftiger Stimme ersetzt. Zwar dürften die Startenöre in ihren Fräcken kaum volle 90 Minuten intensivsten Tempofußballs durchhalten, doch der DFB ist überzeugt, dass sie dies durch ihre hervorragenden Gesangseigenschaften mehr als wett machen können.
Schon der 2. Weltkrieg wurde verloren, weil
ein paar Spielverderber nicht mitsangen
Auch Philipp Lahm wurde aus dem Kader gestrichen und durch einen 130 Kilogramm schweren Tenor ersetzt. Obwohl der frühere Kapitän stets mitgesungen hatte, hielt sein an einen Teenager im Stimmbruch gemahnender Sopran einem Belastungstest nicht stand.
Mittelfristig sollen alle anderen Spieler ebenfalls durch dicke, professionelle Sänger ersetzt werden, um nichts dem Zufall zu überlassen.
Sollte die deutsche Nationalmannschaft trotz dieser neuen Taktik wider Erwarten nicht zurück in die Erfolgsspur finden, gäbe es noch eine andere radikale Methode: Man könnte sich den amtierenden Welt- und Europameister Spanien zum Vorbild nehmen, wo die Nationalhymne mangels einer Vertextung überhaupt nicht mitgesungen wird – oder einfach nur Fußball spielen.
ssi; Foto rechts: Bundesarchiv, Bild 102-04091A, CC-BY-SA 3.0

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