Demnach sammle und speichere das Erinnerungsvermögen eines jeden einzelnen Menschen selbst während alltäglicher Handlungen derart viele Daten, dass soziale Netzwerke und Internetsuchmaschinen vergleichsweise harmlos wirken.
Schaar erklärte resigniert: "Unsere Erkenntnisse zeigen, dass das menschliche Gehirn mit einer riesigen Datenkrake vergleichbar ist, deren Bekämpfung sich als nahezu unmöglich erweisen dürfte."
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| Selbst Schaar verstößt gegen den Datenschutz, als er einen Postillon-Reporter wiedererkennt |
Als sehr problematisch ist auch die serienmäßig integrierte Gesichtserkennung des menschlichen Erinnerungsvermögens einzustufen. Zwar erleichtert die Speicherung dieser Daten beispielsweise eine persönliche Begrüßung in der Stammkneipe an der Ecke, jedoch werden damit automatisch auch weitere personenbezogene Daten verknüpft und Bewegungsprofile erstellt ("Der säuft sich wohl jeden Abend zu").
| Das Tragen einer Sturmhaube hilft nur wenig, weil man schnell als Freak abgespeichert wird |
Um die Datensammelwut des menschlichen Erinnerungsvermögens einzudämmen, fordert Schaar nun, dass alle Menschen künftig Augenbinden und Ohrenschützer tragen müssen. Diese dürfen sie nur abnehmen, wenn das jeweilige Gegenüber in eine Speicherung und Verwendung seiner persönlichen Daten einwilligt ("Opt-in"). Bis dies durchgesetzt ist, rät Schaar allen, die Wert auf ihre Privatsphäre legen, Sturmhauben oder Burkas zu tragen und sicherheitshalber zu schweigen ("Opt-out").
mpl, ssi; Idee: mpl; Foto oben: © rubysoho - Fotolia.com, Foto rechts: boellstiftung, CC BY-SA 2.0, Foto links: PER9000, CC BY-SA 2.5
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