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Montag, 10. September 2012

Internetbetrüger kurz davor, erste Spam-E-Mail ohne Rechtschreibfehler zu verfassen

Berlin (dpo) - Sind die Zeiten von "Problem mit Ihrer CommerzBank Account!" bald vorbei? Die Verbraucherzentralen warnen davor, dass es professionellen Internetbetrügern schon in wenigen Jahren gelingen könnte, eine Spam-E-Mail ohne offensichtliche Rechtschreibfehler zu verfassen. Sollten Onlinekriminelle tatsächlich in den Besitz einer solchen E-Mail kommen, könnte dies laut Expertenmeinung großen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten.

"Es ist ein offenes Geheimnis, dass Spam-Betrüger in aller Welt versuchen, ihre Texte grammatikalisch und orthographisch immer weiter anzureichern", warnt Verbraucherschützer Dieter Lemma. "Sie scheuen noch nicht einmal davor zurück, Germanisten zu entführen und für sich arbeiten zu lassen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es ihnen gelingt, eine vollständige E-Mail ohne Rechtschreib- oder Grammatikfehler zu verfassen – und dann gnade uns Gott!"
Sind Spam-Mails wie diese bald nicht mehr identifizierbar? (zur Vergrößerung klicken)
Eine solche orthographisch korrekte Mail könnte theoretisch auf jeden beliebigen Haushalt in Deutschland abgefeuert werden und wäre geeignet, auf einen Schlag Millionen Menschen um ihr Erspartes zu bringen; denn sie hätten keine Möglichkeit mehr zu unterscheiden, wer von den vielen Fremden, die ihnen jeden Tag per Mail verlockende Angebote und lukrative Investitionsmöglichkeiten unterbreiten, ein Betrüger ist und wer nicht.
Die Verbraucherschützer fordern nun ein strenges Embargo gegen die Ausfuhr von Duden und Grammatikbüchern in Internetschurkenstaaten wie Nigeria, Südafrika und Hong Kong. Zudem soll über eine Schließung sämtlicher Goethe-Institute nachgedacht werden.
ssi; Foto oben: © Helder Almeida - Fotolia.com, DH93, CC BY-SA 3.0



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