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Donnerstag, 27. September 2012

Onkel und Tanten fordern Einführung von Onkel- und Tantenzeit

Berlin (dpo) - Bundesweit gingen heute mehrere tausend Onkel und Tanten auf die Straße, um für die sogenannte Onkel- und Tantenzeit zu protestieren. Es ist die Reaktion darauf, dass Familienministerin Kristina Schröder plant, die Großelternzeit einzuführen, bei der sich berufstätige Großeltern von ihrer Arbeit freistellen lassen können, um ihre Enkelkinder zu betreuen. Onkel und Tanten fühlen sich diskriminiert.

"Auch wir Onkel und Tanten sind fest in das Betreuungsmanagement der Eltern eingebunden. Das ist Lebenswirklichkeit", erklärte Sina Welcke von der Allianz deutscher Onkel und Tanten (AdOT). "Dabei sind wir sogar viel besser zur Betreuung von Kindern geeignet als unsere Eltern. Das wissen wir aus eigener Erfahrung. Bonbon?"
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Während Tanten ihre Nichten und Neffen durch regelmäßiges festes Drücken und dicke Schmatzer auf die Backe darauf vorbereiten, dass zwischenmenschliche Beziehungen manchmal unangenehm, aber unvermeidbar sein können, würden Onkel wichtige Fähigkeiten wie das Rülpsen auf Kommando oder den Umgang mit einer gestohlenen Nase vermitteln.
Hinzu komme, dass nur Onkel und Tanten imstande seien, ihre Nichten und Neffen mit Dingen (z.B. PSP, Winx) zu beschenken, ohne die sie schnell zu Außenseitern würden, die sie von ihren Eltern jedoch nie bekommen hätten.
Inzwischen haben sich den Demonstranten noch weitere Gruppen angeschlossen, die ihre Erziehungsarbeit ebenfalls gewürdigt sehen wollen. So fordern nun auch ältere Geschwister, seltsame Nachbarn, Freunde der Familie sowie Vettern dritten Grades die Einführung der Älteren-Geschwister-, der Seltsame-Nachbarn-, der Freunde-der-Familie- und der Vettern-dritten-Grades-Zeit.
ssi; Foto oben: © Zoe - Fotolia.com, Foto rechts: © Fotofreundin - Fotolia.com

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