
Athen (dpo) - Der Staatsbesuch der deutschen Bundeskanzlerin schlägt große Wellen im krisengeschüttelten Athen. Ein Detail sorgte bei den griechischen Demonstranten, die zu Tausenden gegen das europäische Spardiktat auf die Straße gingen, jedoch für eine faustdicke Überraschung: Angela Merkel trägt - zumindest zu diesem Anlass - weder ein Hitlerbärtchen noch eine SS-Uniform.
Der erst kürzlich aus dem Staatsdienst entlassene Demonstrant Giorgios Dopoulodopoulos (47) etwa ist irritiert. Gegenüber einem Postillon-Reporter erklärte er: "Ich habe eben im Fernsehen gesehen, wie Angela Merkel von unserem Präsidenten empfangen wurde. Statt einer Naziuniform, mit der sie sonst in den Medien oder hier auf meinem Plakat zu sehen ist, trug sie tatsächlich einen ganz normalen Blazer."![]() |
| Hat Merkel ihre Uniform zu Hause vergessen? |
Weitere Demonstranten, die die Bilder von Merkels Ankunft in Athen ebenfalls gesehen haben, bescheinigen ihr gar, sie habe in diesem Aufzug fast schon menschlich gewirkt. "Kaum zu glauben, dass so jemand unser Land in die Zerstörung treiben will", meint eine griechische Studentin, der nach der Ausbildung die Arbeitslosigkeit droht, nachdenklich.
Andere Protestierende gaben zu bedenken, dass die fehlende Uniform und die Abwesenheit von Hakenkreuzen auch eindeutige Zeichen für die Hinterhältigkeit der Kanzlerin sein könnten. Womöglich wolle sie das griechische Volk lediglich in Sicherheit wiegen, bevor sie der Wehrmacht den Befehl zum Einmarsch gebe.
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| Wer behauptet, die Medien würden Hass säen, um Auflagen zu steigern, ist schlimmer als Hitler-AIDS |
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