Für die Studie wurden 300 Freiwillige nacheinander in einen Raum geführt, an dessen anderem Ende sich - durch eine kaum erkennbare Glasscheibe getrennt - ein ausgewachsener Löwe befand.
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| Dabei seilen Löwen sich nie von oben auf die Nase eines Opfers ab |
"Unsere Befunde sind eindeutig", erklärt Studienleiter Professor Harald Klein. "Sage und schreibe 99 Prozent unserer repräsentativ ausgewählten Probanden leiden unter dieser irrationalen Angst vor Löwen – und das obwohl keine dieser Personen je von einem Löwen angegriffen oder gar verletzt wurde."
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| Tote durch Löwenangriffe 2012: 0 |
Dazu, das Löwenzimmer ohne Trennscheibe zu betreten, hätten sich überhaupt nur drei der Probanden bereit erklärt. Zweien (3 und 4 Jahre alt) wurde es jedoch von ihren Müttern verboten, die dritte Testperson war hauptberuflich bei einem Zirkus als Dompteur angestellt.
Dass sich die übrigen 297 Freiwilligen ihrer Angst nicht stellen wollten, hält Klein für unklug. Wie bei vielen anderen Angststörungen auch ist die direkte Konfrontation noch immer die beste Therapie. Der Professor empfiehlt allen Leophobikern, sich eine Nacht mit mehreren Löwen - am besten einem ganzen Rudel - in einen Raum sperren zu lassen. Danach sei die Leophobie im Regelfall ein für allemal kuriert.
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