
Frankfurt (dpo) - Angestellte der Deutschen Bank staunten heute Morgen nicht schlecht, als gegen 10 Uhr sämtliche Ausgänge und Fenster der Hauptniederlassung mit Stahlgittern versiegelt wurden. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft, die in zahlreichen Fällen gegen die Bank ermittelt, hatte zuvor beschlossen, beide Bürotürme kurzerhand in ein Gefängnis umzubauen, um Zeit, Platz und Ermittlungsarbeit zu sparen.
Alle derzeit in den Gebäuden befindlichen Personen gelten als vorläufig festgenommen. Denn laut Staatsanwältin Franka Lebowski habe in den beiden Bürotürmen, die künftig "Zellenblock A" und "Zellenblock B" heißen sollen, "ohnehin jeder Dreck am Stecken". Sie zählt auf: "Wir ermitteln wegen Steuerbetrugs mit CO2-Emmissionsrechten, aufgrund von Verwicklungen in den Libor-Skandal, wegen Euribor-Manipulationen und wegen verschleierten Verlusten in der Finanzkrise. Vom Kirch-Prozess und erschlichenen Bürgschaften in den USA ganz zu schweigen."![]() |
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Die Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen, aber auch der nachträglich eingelieferte frühere Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann werden das Gebäude wohl nie wieder verlassen. Sie erhielten lebenslängliche Haftstrafen mit anschließender Sicherungsverwahrung in Deutschlands einzigem systemrelevanten Gefängnis.
ssi; Foto oben: Markus Bernet, CC BY-SA 2.5
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