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Donnerstag, 31. Januar 2013

Große Spendenaktion in Afrika, um Verluste der Deutschen Bank zu kompensieren

Frankfurt, Harare (dpo) - Das ist echte Solidarität! Als bekannt wurde, dass die Deutsche Bank im vierten Quartal 2013 einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro hinnehmen musste, haben Menschen in ganz Afrika spontan begonnen, Spenden zu sammeln. Mindestens eine Milliarde Euro soll zusammenkommen, damit die darbenden Aktionäre der Deutschen Bank doch noch eine ordentliche Dividende ausgezahlt bekommen.

Nach Meinung der Initiatoren ist Afrika schon allein deshalb in der Pflicht, weil die Deutsche Bank wieder vermehrt in die Spekulation mit Nahrungsmitteln investieren will – eine Praxis, die laut Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen "für Nahrungsmittelproduzenten eine wichtige Funktion im weltweiten Handel" erfüllt.
"Bank Aid" (Logo) hilft Banken
Robert Mariga (13) aus Simbabwe erklärte gegenüber dem Postillon: "Es hat mich fast vom Stuhl gehauen, als ich gelesen habe, dass das vierte Quartal für die Deutsche Bank derart mies gelaufen ist, dass der Jahresgewinn auf läppische 1,1 Milliarden Euro nach Steuern geschrumpft ist. Damit die Boni der Manager nicht gekürzt werden müssen, spende ich zwei Monatslöhne. Das sind immerhin 50 Euro."
Weil trotz hoher Spendenbereitschaft bislang nur ein Bruchteil der anvisierten Milliarde zusammengekommen ist, planen verschiedene afrikanische Hilfsorganisationen nun, ein großes Benefizkonzert mit dem Titel "Bank Aid" auf die Beine zu stellen. Dessen Erlöse sollen ebenfalls zu 100 Prozent in einen Hilfsfonds für die Deutsche Bank fließen.
ssi; Foto oben: © Andreas Wolf - Fotolia.com; Hinweis: Artikel wurde an Januar 2014 angepasst.