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Freitag, 25. Januar 2013

Letzte zwei studiVZ-Nutzer können sich auf den Tod nicht ausstehen

Hamburg, Köln (dpo) - Marco R. (33) aus Hamburg und Tristan B. (34) aus Köln sind nicht nur die letzten beiden aktiven Nutzer von studiVZ, sie können sich gegenseitig auch auf den Tod nicht ausstehen. Aussagen der Betreiberfirma poolworks zufolge besteht der gesamte noch vorhandene Traffic des einstmals erfolgreichen sozialen Netzwerks inzwischen fast ausschließlich aus Gemeinheiten, die die beiden austauschen.

Hasst Tristan B. wie die Pest: Marco R.
So gründeten Marco R. und Tristan B. immer wieder Hassgruppen (z.B. "Marco R. stinkt", "Tristan B. stinkt noch viel mehr") oder Veranstaltungen ("Alle auf den Tristan", "Marcos Auto kaputthauen"), deren einziges Ziel es ist, den jeweils anderen zu schmähen.
"Dieser Tristan ist ein Blender, ein Lügner und ein Schwein und genau das schreibe ich jeden Tag mehrfach via Buschfunk", erklärt Marco R. unversöhnlich. "Schade, dass keiner meiner Freunde mehr studiVZ nutzt, aber falls sich doch mal wieder einer mit seinem alten Account einloggt, dann weiß er Bescheid."
Wie widerlich und abartig Tristan B. sei, sehe man auch daran, dass er Marco R. vergangene Woche gegruschelt habe – zwei Mal!
Kann R. auf den Tod nicht ausstehen: B.
"Ja, das stimmt", bestätigt Tristan B. "Das erste Mal ist es aus Versehen passiert, als ich mir neulich wieder mal das Profil von diesem verdammten Marco angeschaut habe, um etwas zu finden, was ich gegen ihn verwenden kann. Das zweite Mal war dann aus Trotz."
Für den Profilcheck nutze B. übrigens diskret den Anonymitätsmodus. Marco R. hingegen sei "derartig geisteskrank", dass er nahezu stündlich das Profil von Tristan B. ansurft und ihn das auch wissen lässt.
Gefragt, warum die beiden den jeweils anderen nicht einfach via "Nutzer ignorieren" ausblenden, erklärten sowohl Marco R. als auch Tristan B. unisono: "Sind Sie verrückt? Dann wäre ich ja ganz alleine!"
ssi; Foto rechts: © Helder Almeida, Foto links unten: © Rui Vale de Sousa - Fotolia.com



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