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Mittwoch, 9. Januar 2013

Statistische Fehlertoleranz von 2,5%: FDP (2%) womöglich erste Partei mit Minusstimmen

Berlin (dpo) - Mit den im jüngsten stern-RTL-Wahltrend von Forsa ermittelten zwei Prozent ist der FDP eine echte Sensation gelungen. Da bei derartigen Umfragen eine Fehlertoleranz von +/- 2,5 Prozentpunkten anzunehmen ist, haben die Liberalen als erste Partei in der Geschichte der Bundesrepublik eine reelle Chance, bei Bundestagswahlen ein negatives Ergebnis von bis zu -0,5 Prozent zu erreichen. Ein solches Ergebnis könnte interessante Konsequenzen haben.

"Das würde im Extremfall bedeuten, dass von 1000 Wählern erstaunliche 1005 nicht die FDP wählen würden", erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber dem Postillon. "Sollten tatsächlich nur -0,5 Prozent für die FDP stimmen, wäre die FDP damit auch die erste Partei, die nicht nur keine Wahlkampfkostenerstattung bekommt, sondern sogar noch draufzahlen muss."
So stellt sich unser Zeichner das Minus vor dem FDP-Ergebnis vor
Bei einem derartigen Wahlergebnis müsste zudem eine Art Anti-FDP-Abgeordneter in den Bundestag entsendet werden, der bei Abstimmungen immer die exakt gegenteilige Position der außerparlamentarischen Oppositionspartei FDP beziehen muss.
Ebenfalls brisant: Sollte die FDP derzeit tatsächlich bei -0,5 Prozent liegen, käme sie sogar dann noch auf null Stimmen, wenn es ihr gelingen sollte, bis zur Wahl noch rund 200.000 Bürger von ihrer Politik zu überzeugen.
Doch es gibt auch einen schwachen Trost für die angeschlagene FDP. Sollten sich die +/- 2,5 Prozentpunkte Fehlertoleranz eher in die positive Richtung auswirken, könnten die Liberalen bei der kommenden Bundestagswahl im besten Fall mit einem Ergebnis von 4,5 Prozent rechnen.
ssi



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