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Mittwoch, 13. Februar 2013

Ratgeber: Alles, was Sie über den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. wissen müssen

Rom (dpo) - Habuimus Papam! Was niemand für möglich gehalten hätte, ist wahr geworden: Der Papst ist zurückgetreten (wir berichteten). Da dies das letzte Mal im Jahre 1294 (Coelestin V.) geschah, ist jetzt natürlich die Unsicherheit groß. Der Vatikankorrespondent des Papstillon hat daher ganz genau recherchiert und beantwortet die nun drängendsten Fragen:


Kann ein Papst überhaupt zurücktreten?
Ja, er kann. Dass er das darf, hat allerdings weniger mit christlicher Nächstenliebe zu tun als damit, dass ein gefesselter und geknebelter Zwangspapst, der von Messe zu Messe gekarrt wird, in der Öffentlichkeit nicht sonderlich gut ankommen würde.

Ist der Papst krank?
Nein, die Rücktrittsentscheidung von Papst Benedikt XVI. ist Vatikanangaben zufolge nicht auf eine akute körperliche Erkrankung zurückzuführen. Wie es um die geistige Gesundheit eines Mannes steht, der sich für den Stellvertreter einer unsichtbaren Fantasiefigur auf Erden hält, ist zwar unklar, für die Ausübung des Papstamtes aber unerheblich.

Heißt der Papst nach seinem Rücktritt Benedikt XVI. oder Joseph Ratzinger?
Weder noch. Aus unerfindlichen Gründen sieht das Kirchenrecht vor, dass jeder zurückgetretene Papst den Namen "Fridolin Bumsquatsch der Letzte" trägt.

Umweltfreundliche Alternative: Altpapstcontainer
Was passiert mit dem alten Papst nach seinem Rücktritt?
Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wird Papst Benedikt XVI. - wie jeder andere Papst in den letzten 500 Jahren auch - am Tag nach dem Ende seiner Amtszeit in einer großen Zeremonie und unter den Tränen von Millionen Gläubigen bestattet.
Alternativ könnte er aber auch in einem von 24 Altpapstcontainern entsorgt werden, die aus Nachhaltigkeitsgründen überall im Vatikan aufgestellt wurden.

Wer erledigt die Amtsgeschäfte vom 1. März bis zur Wahl des neuen Papstes?
Ein Aushilfspapst von einer Leiharbeitsfirma.

Steigen nachts aus ihrem Sarg und wählen
den Papst: Mitglieder des Konklave
Wie wird der neue Papst bestimmt?
Alle Katholiken werden dazu aufgerufen, in freier demokratischer Wahl, den/die geeignetste/n Nachfolger/in zu bestimmen. Ein von Benedikt XVI. und seinen Vorgängern willkürlich eingesetzter Männerverein bestimmt den Nachfolger in einer intransparenten Zeremonie.

Was macht Benedikt XVI. nach seinem Rücktritt?
Offiziellen Angaben zufolge will sich Benedikt zum Gebet und Bibelstudium in ein Kloster zurückziehen. Allerdings hat im MMORPG World of Warcraft ein Zwergenpriester (Level 85) namens "Ratze" kürzlich bekannt gegeben, er hätte aufgrund einer beruflichen Veränderung ab 1. März "endlich mehr Zeit zum Dungeonraiden".

Verliert der Papst seine Superkräfte?
Nein, Benedikt XVI. kann nach seinem Rücktritt immer noch genauso wie während seiner Amtszeit übers Wasser gehen, fliegen und Kranke heilen – nämlich nicht. Er bleibt außerdem unfehlbar.

Bekommt der Papst Rente?
Nein. Allerdings könnte er seine Unfehlbarkeit nutzen, um im Lotto zu gewinnen oder erfolgreich an der Börse zu spekulieren.

So könnte Benedikts Zukunft aussehen
Welche Kleidung wird Benedikt in Zukunft tragen?
Er wird anhand seiner Garderobe sichtbar machen müssen, dass er das Papstamt aufgeben hat. Da Benedikt in ein Kloster gehen will und sich als Papst an Frauenkleider gewöhnt hat, erwarten viele, dass er die Kluft einer Nonne tragen wird. Sein Papstring wird nach dem Ende seiner Amtszeit zerstört, seinen Papstintimschmuck muss er ablegen und an seinen Nachfolger weiterreichen.

Was sagt Gott zum Rücktritt seines ranghöchsten Dieners auf Erden?
Gabriel, ein Sprecher Gottes, gab heute bekannt: "Der Rücktritt geschah auf eigenen Wunsch des Papstes vollkommen einvernehmlich mit der Heiligen Dreifaltigkeit und hat nichts mit den Leistungen von Benedikt XVI. oder mit der aktuellen Tabellensituation zu tun – auch wenn die Presse teilweise etwas anderes behauptet."

ssi; Foto oben: Broc, Foto Container: Carnby, CC BY-SA 3.0



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