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Freitag, 15. März 2013

Angeblicher Rücktritt "nur ein kleiner Scherz": Benedikt XVI. bleibt doch Papst

Vatikan (dpo) - Benedikt XVI. hat heute offiziell verkündet, dass es sich bei seinem spektakulären Rücktritt am 11. Februar "nur um einen kleinen Scherz aus Langeweile" gehandelt habe. Nachdem "die Sache ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist", hat sich der Pontifex nun entschieden, den Spaß, den er gemeinsam mit seinem Privatsekretär Georg Gänswein ausgeheckt hat, aufzulösen. Benedikt XVI. ist und bleibt somit selbstverständlich der einzige echte Papst.

Benedikt, der erholt und gesund wirkt, wird schon heute wieder seine Amtsgeschäfte aufnehmen. Zuvor stellte er sich aber noch für eine klärende Pressekonferenz zur Verfügung.
"Was für ein famoser Spaß das doch war! Ich hätte nie gedacht, dass alle Welt auf unseren kleinen Streich hereinfällt. Als würde ein Papst tatsächlich zurücktreten. Das glaubt doch kein Mensch", sagte der Papst kopfschüttelnd. "Sollte man zumindest meinen..."
Reingefallen: Beinahe-Papst "Franziskus"
Der vitale 85-Jährige, der sich für seinen fingierten Rücktritt sogar eigens auf krank und gebrechlich geschminkt hatte, erklärte weiter: "Mir fiel es unglaublich schwer, ernst zu bleiben, als ich das Ende meines Pontifikats verkündete. Ich musste immer wieder kichern, aber zum Glück hat keiner was bemerkt."
Das Kirchenoberhaupt sei dann aber doch erstaunt gewesen, welchen Wirbel die Rücktrittsankündigung verursacht hat: "Georg [Gänswein] und ich wollten das Ganze eigentlich schon viel früher auflösen. Doch dann ging plötzlich alles so schnell und als das Konklave begonnen hat, waren wir einfach zu neugierig, wen die Jungs zu meinem Nachfolger wählen würden."
Bei seinem Beinahe-Nachfolger Jorge Mario Kardinal Bergoglio entschuldigte sich Benedikt XVI. ausdrücklich: "Falls "Franziskus" zwischenzeitlich tatsächlich geglaubt habe, er sei der neue Papst, dann tut mir das natürlich aufrichtig leid für ihn."
Wenigstens wisse Bergoglio jetzt, wie es sich anfühlt, zum Papst gewählt zu werden – eine wohl einmalige Gelegenheit für den 76-Jährigen Argentinier. Denn sollte Benedikt XVI. irgendwann in zehn oder zwanzig Jahren tatsächlich den Weg alles Irdischen gehen, dürfte der Kardinal viel zu alt sein, um noch als Nachfolger in Frage zu kommen.
ssi; Foto oben: Agência Brasil

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