Newsticker

Mittwoch, 27. März 2013

BER, Stuttgart 21 und Elbphilharmonie werden zu riesigem "Bad Bau" zusammengelegt

Erfurt (dpo) - Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat angekündigt, dass der Berliner Flughafen BER, Stuttgart 21 und die Elbphilharmonie zu einem einzigen kolossalen "Bad Bau" namens ElbphilBER 21 zusammengelegt werden sollen. Die Bündelung aller Kosten und Planungsfehler der drei gescheiterten Großprojekte auf eine Baustelle soll es Berlin, Hamburg und Stuttgart ermöglichen, sich endlich wieder realistischeren Projekten zu widmen.

Als Standort für den gigantischen Bad Bau, der gleichzeitig als Mahnmal für menschlichen Größenwahn dienen soll, hat das Verkehrsministerium ein verlassenes Areal bei Erfurt gewählt. Immerhin liegt die thüringische Hauptstadt ungefähr in der Mitte der durch ihren Größenwahn in Schieflage geratenen Metropolen.
Hat aus der Finanzkrise gelernt: Dobrindt
"Die Elbphilharmonie, BER und Stuttgart 21 haben eines gemeinsam: Sie sind 'too big to fail'. Deshalb können wir nicht einfach aufhören, an ihnen weiterzubauen", erklärte Dobrindt, während er vor Ort den ersten Spatenstich für das Projekt setzte und dabei das Arbeitsgerät abbrach. "ElbphilBER 21 wird das furchtbarste Bauprojekt aller Zeiten. Es wird ein Alptraum aus Tiefbahnhof und Flughafen mit einer Wahnsinnsakustik. Niemals wird dort ein Flugzeug starten oder ein Zug abfahren."
Dobrindt geht davon aus, dass mindestens die nächsten 200 Jahre an ElbphilBER 21 gebaut wird. Das ist durchaus gewollt, denn weil Deutschlands erster Bad Bau mangels konkreter Baupläne problemlos erweiterbar ist, können dorthin auch die gescheiterten Großprojekte künftiger Generationen ausgelagert werden.
ssi; Idee: slo, sni; Hinweis: Artikel an 2014 angepasst; Foto rechts: Henning Schacht, CC BY-SA 3.0 DE



Kommentare einblenden

Reklame