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Mittwoch, 20. März 2013

FDP verhindert NPD-Verbotsantrag, um nicht selbst unbeliebteste Partei zu werden

Berlin (dpo) - Weil sich die Minister der FDP dagegen ausgesprochen haben, wird die Bundesregierung keinen eigenen Antrag für ein Verbot der rechtsextremen NPD beim Bundesverfassungsgericht stellen. Ein Insider verriet nun dem Postillon den eigentlichen Grund für die Entscheidung der Liberalen: Offenbar befürchtet die FDP endgültig zur unbeliebtesten Partei Deutschlands abzusteigen, wenn es die noch unbeliebtere NPD nicht mehr gäbe.

"Seit Jahren ist die FDP die zweitunbeliebteste Partei im ganzen Land", so das FDP-Mitglied, das anonym bleiben will. "Da wären wir doch bescheuert, wenn wir mithelfen würden, die einzige Partei zu verbieten, die noch verhasster ist. Bevor Sie fragen: Ja, wir liegen knapp hinter den Violetten und der Partei Bibeltreuer Christen, aber immerhin mit einigem Abstand vor der NPD."
Kritiker aus Union und Opposition werfen den Liberalen nun kurzsichtiges Handeln vor. Immerhin würde nach einem NPD-Verbot ohnehin binnen kürzester Zeit eine neue Nazipartei gegründet, von der die FDP wieder auf den sicheren vorletzten Platz in der Beliebtheitsskala gehievt wird.
ssi

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