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Montag, 25. März 2013

Polizei zerschlägt illegalen "Wetten, dass..?"-Ring


Wien (dpo) - Der Polizei ist am Samstagabend ein wichtiger Schlag gegen die internationale Wetten, dass..?-Mafia gelungen. Im Zuge einer großangelegten Razzia wurden mehrere deutsche B-Prominente, der amerikanische Rapper 50 C., der kanadische Jazz-Sänger Michael B. sowie 2500 Schaulustige vorläufig festgenommen. Besonders schwere Vorwürfe werden gegen den mutmaßlichen Drahtzieher Markus L. und seine Komplizin Cindy aus M. erhoben. Ihnen drohen lange Haftstrafen.
Brutal: Wettverlierer Oliver P. wird gezüchtigt
Den Beteiligten, die noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden sollen, wird vorgeworfen, im Rahmen einer sensationsheischenden Show auf absurde Darbietungen gewettet zu haben. Dabei soll es illegalerweise um Geldbeträge von mehreren Tausend Euro gegangen sein, die die sogenannten "Wettpaten" für ihre "Schützlinge" erspielten. Lagen die prominenten Zocker hingegen daneben, so mussten sie drakonische Strafen über sich ergehen lassen.
Ein Polizeisprecher erklärte: "Wir sind froh, dass wir diesem Spuk endlich ein Ende bereiten konnten. Schon seit 1981 treibt dieser illegale Wetten, dass..?-Ring sein Unwesen. Dem Zugriff der Staatsgewalt entzogen sich die Verantwortlichen bislang durch stete Ortswechsel und unberechenbare Pausen zwischen zwei Veranstaltungen."
Besonders zynisch: Selbst Minderjährige wurden im Laufe der Jahre immer wieder für die bizarren Wetten des Wetten, dass..?-Ringes missbraucht.
Sitzen die eigentlichen Drahtzieher in Mainz?
Samstag Abend gegen 23 Uhr klickten dann aber doch endlich die Handschellen, als deutsche Polizisten im Verbund mit österreichischen Kollegen die Wiener Stadthalle stürmten. Pikant: Hätte Markus L. nicht um elf Minuten überzogen, wären er und seine Komplizen wohl wieder davon gekommen.
L. ist zwar geständig, versucht aber die Verantwortung abzuwälzen. Er habe die Leitung des Wetten, dass..?-Rings erst kürzlich vom zur Zeit noch flüchtigen Thomas G. und dessen Assistentin Michelle H. übernommen. Zudem sei das Ganze die Idee eines gewissen Frank E. gewesen.
Zur Zeit versucht die Staatsanwaltschaft, den genauen Verlauf der kriminellen Veranstaltung zu rekonstruieren. Weil die verhafteten Schaulustigen allein dadurch verdächtig sind, dass sie sich die dreistündige Show freiwillig angesehen haben, bitten die Behörden um die Mithilfe der Bevölkerung. Wer am Samstagabend zwischen 20:15 und 23 Uhr etwas Verdächtiges gesehen oder gehört hat, möge sich bitte an die nächste Polizeidienststelle wenden.
ssi



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