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Donnerstag, 9. Mai 2013

Fabrikeinsturz in Bangladesch: Suche nach unbeschädigten Kleidungsstücken eingestellt

Dhaka (dpo) - 15 Tage nach der verheerenden Einsturz eines Fabrikgebäudes im bengalischen Dhaka hat der Textildiscounter KiK die Suche nach unbeschädigten Kleidungsstücken eingestellt. Für die noch unter den Trümmern begrabenen T-Shirts, Hosen und Jacken sowie für zahlreiche exquisite Blusen aus der Verona Pooth Frühjahrskollektion 2013 bestehe leider keine Hoffnung mehr, so ein Sprecher des Unternehmens.

Gleichzeitig bedankte sich der Textil-Discounter bei den örtlichen Behörden. Oft, wenn es den Rettungskräften gelang, verschüttete Arbeiter oder eine der über 800 Leichen zu bergen, seien darunter KiK-Kleidungsstücke zum Vorschein gekommen, die die Katastrophe weitgehend unbeschädigt überstanden hatten.
"Besser als wie man denkt": Dieses Shirt lebt
"KiK hatte Glück im Unglück. Immerhin konnten rund 70.000 Kleidungsstücke im Wert von insgesamt 20.000 Euro heil oder nur leicht zerschlissen von unserem Kriseneinsatzteam geborgen werden", so heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Selbst gestern konnte noch ein Polo-Shirt für 4,99 Euro gerettet werden, das zwei Wochen ohne Sauerstoff und Wasser auskommen musste.
Inzwischen wurden die geretteten Kleidungsstücke nach Deutschland geflogen, wo sie zur Zeit gewaschen werden, um Staub und Blutflecken zu beseitigen. Schon ab nächster Woche sollen sie wieder in rund 3200 KiK-Filialen präsentiert werden ("stonewashed").
Das KiK-Kriseneinsatzteam wird ab sofort alle Kräfte auf diejenige Textilfabrik konzentrieren, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag abgebrannt ist.
ssi; Foto oben: © Rafael Ben-Ari - Fotolia.com

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