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Dienstag, 25. Juni 2013

Abschaffung kleiner Cent-Münzen würde Einkaufszeit für Senioren um 40 Prozent verkürzen

Brüssel (dpo) - Geht es bald schneller an der Supermarktkasse? Wie eine von der EU in Auftrag gegebene Studie ergab, würde die derzeit in Europa diskutierte Abschaffung von 1- und 2-Cent-Münzen die durchschnittliche Einkaufszeit von Menschen über 65 Jahren signifikant verringern. Bei einem 20-minütigen Einkauf etwa könnten acht mühsame Minuten allein beim Bezahlen an der Kasse eingespart werden – das entspricht 40 Prozent der Einkaufszeit.

"Ein typischer Rentner trägt zu jedem gegebenen Zeitpunkt zwischen einem und vier Kilo Kupfermünzen bei sich", erklärt Alterswissenschaftlerin Hannelore Behrens. So erkläre sich auch die eigentümlich gebeugte Haltung und motorische Trägheit vieler alter Menschen.
Hätten wieder mehr Zeit für Arztbesuche: Rentner
"Ohne die kleinen Cent-Beträge können Senioren endlich wieder einen unbeschwerten Alltag genießen, dessen Höhen und Tiefen sich nicht mehr an der Supermarktkasse abspielen", so Behrens.
Kassierer und Kunden sollten sich aber zumindest für die nächste Zeit noch keine allzu große Hoffnungen machen: Aufgrund der hohen Kleingeldreserven europäischer Rentner könnte es selbst bei einer sofortigen Abschaffung noch bis zu 12 Jahre dauern, bis alle kleinen Cent-Münzen aus dem Zahlungsverkehr verschwunden sind.
dan; Foto oben: © peno - Fotolia.com, Foto rechts: © Ingo Bartussek - Fotolia.com
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