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Donnerstag, 27. Juni 2013

Bald wieder mehr Geburten: Schwangerschaftstests werden einfacher

Berlin (dpo) - Muss der Klapperstorch bald Extra-Schichten fliegen? Um die hierzulande viel zu niedrige Geburtenrate zu erhöhen, greift das Familienministerium nun zu drastischen Maßnahmen. Noch in diesem Jahr sollen sogenannte Schwangerschaftstests deutlich vereinfacht werden. Studien hatten nämlich ergeben, dass Frauen bei neun von zehn der Schnelltests ein negatives Ergebnis erzielen.

Das Kalkül des Ministeriums: Je mehr Frauen bei einem Schwangerschaftstest positiv abschneiden, desto mehr Kinder kommen auf die Welt. Zwar sei es bisher in den meisten Bundesländern erlaubt, den Test beliebig oft zu wiederholen, doch nicht wenige Frauen geben spätestens nach dem 30. Mal entnervt auf.
Künftig soll bereits ein einzelner Strich reichen
Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) erklärte heute bei einer Pressekonferenz, wie eigene leidvolle Erfahrungen diesen Entschluss in ihr heranreifen ließen: "Viele denken: Was ist schon so schwierig dabei, auf ein Stäbchen zu pinkeln und dann kurz zu warten. Dabei hatte selbst ich erst beim neunten Anlauf ein positives Ergebnis. Und das als Familienministerin!"
Um schwanger zu werden, reiche daher bei den meisten Schwangerschaftstests künftig bereits ein einziger Strich. 
Auch, dass der Schwangerschaftstest bei erneutem Kinderwunsch wiederholt werden muss, könnte bald der Vergangenheit angehören. Schwesig: "Frauen, die den Test einmal bestanden haben, können danach so viele Kinder bekommen, wie sie wollen."
Noch ist allerdings Koalitionspartner CDU/CSU nicht vom Vorstoß der Familienministerin überzeugt. Unionspolitiker befürchten, dass niedrigere Schwangerschaftsteststandards vor allem dazu führen, dass vermehrt Frauen aus den unteren Bildungsschichten sowie Teenager Kinder bekommen. Statt den Schwierigkeitsgrad zu senken, sollten sich Frauen lieber intensiv auf einen Schwangerschaftstest vorbereiten – am besten gemeinsam mit ihrem Partner.
ssi; Foto oben: © Shutterstock, Foto rechts: Claus Michelfelder, CC BY-SA 3.0; Hinweis: Artikel an 2014 angepasst
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