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Montag, 17. Juni 2013

Erdoğan lässt Demonstranten so lange verprügeln, bis sie aufhören, ihn als autoritär zu bezeichnen

Istanbul (dpo) - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan hat heute damit gedroht, die Demonstranten am Taksim-Platz und im benachbarten Gezi-Park so lange mit allen Mitteln staatlicher Gewalt zu bekämpfen, bis diese aufhören, seinen Regierungsstil als autoritär zu bezeichnen. Auch gegen jene, die behaupten, er sei unnachgiebig, will der AKP-Politiker unnachgiebig vorgehen.

"Autoritär? Unnachgiebig? So eine Frechheit!", tobte Erdoğan bei einer Rede vor Parteianhängern. "Dies ist meine letzte Warnung. Jeder, der behauptet, ich sei kein Demokrat und würde die Meinungsfreiheit nicht respektieren, sollte seine Meinung schnell ändern. Andernfalls könnte er dies schon bald bitterlich bereuen."
Zum Weinen: Tränengasgeschwängerte Straße
Sämtliche Vorwürfe der Selbstherrlichkeit wies Erdoğan ebenfalls entschieden zurück. Eine geniale Führungspersönlichkeit wie er müsse sich so etwas nicht bieten lassen. "Immerhin hat die Türkei ihren beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg mir zu verdanken", so Erdoğan. "Mir ganz alleine!"
Davor, dass der rigorose Einsatz von Polizeigewalt immer weitere Proteste nach sich ziehen könnte, hat Erdoğan keine Angst. Diese könnten zur Not jederzeit durch rigorosen Einsatz von Polizeigewalt niedergeknüppelt werden.
ssi; Foto oben: World Economic Forum, CC BY-SA 2.0, Foto rechts: Alan Hilditch



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