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Donnerstag, 26. September 2013

"Erst denken, dann drucken"-Warnhinweise in E-Mails verursachen 27% des weltweiten Papiermülls

Ulm (dpo) - "Think before you print", "Erst denken, dann drucken": Aufforderungen wie diese werden immer häufiger in Form von Logos oder Text an E-Mails angehängt. Das Ulmer Institut für Umweltforschung hat nun herausgefunden, dass versehentlich mitgedruckte Warnhinweise dieser Art inzwischen 27 Prozent des weltweiten Papiermülls verursachen. Dabei sollen sie Verschwendung eigentlich verhindern.

Der Ulmer Umweltforscher Heinz Keller erklärt dem Postillon die Ergebnisse seiner jüngsten Studie näher: "Signaturen dieser Art am Ende einer E-Mail führen nur in etwa 0,000034 Prozent aller Fälle dazu, dass der Empfänger tatsächlich innehält, nachdenkt und zum Entschluss kommt, dass er die elektronische Nachricht nicht in ausgedruckter Form benötigt."
Müll: Leeres Blatt mit Warnhinweis ganz oben
Die dadurch erzielte minimale Papierersparnis werde jedoch um ein Vielfaches durch die zahlreichen versehentlich mitgedruckten Warnhinweise konterkariert. Denn: 99 von 100 E-Mail-Empfängern ignorieren oder übersehen den Warnhinweis und drucken ihn einfach mit. Da der Warnhinweis in vielen Fällen zu einem Seitenumbruch führt, wird dabei stets ein Blatt Papier mehr bedruckt als ursprünglich benötigt.
Fast leere Seiten, auf denen einzig und allein ein Warnhinweis zur Papierersparnis gedruckt ist, machen der Studie zufolge etwa 19 Prozent des weltweiten Papiermülls aus. Seiten, auf denen sich mehrere Warnhinweisen hintereinander befinden (sammeln sich bei längeren Konversationen am Ende von E-Mails), verursachen weitere acht Prozent.
Um die Papierverschwendung durch Warnhinweise, die Papierverschwendung eindämmen sollen, einzudämmen, empfiehlt das Institut für Umweltforschung, den vorliegenden Artikel in seiner ganzen Länge als Warnhinweis automatisch an jede E-Mail anzuhängen.
ssi; Foto rechts: © eyeQ - Fotolia.com
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