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Freitag, 1. November 2013

Polizei nimmt 500.000 vermummte minderjährige Schutzgelderpresser fest

Berlin, Hamburg, München (dpo) - Bundesweiter Großeinsatz! Im Verbund mit den Polizeien der Länder gelang es dem Bundeskriminalamt, rund eine halbe Million minderjährige Schutzgelderpresser festzunehmen, die in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November auf den Straßen ihr Unwesen trieben. Um ihre Opfer einzuschüchtern, trugen die meisten der Verhafteten unheimliche Kostüme.

Die vermummten Täter gehören vermutlich einer internationalen Erpresserbande an, die unter anderem in den USA und in England ihr Unwesen treibt. Laut BKA klingelten die skrupellosen Ganoven bei ahnungslosen Mitbürgern und forderten mit unverhohlenen Drohungen Schutzgeld in Form von Naturalien.
Erfolgreicher Erpressungsversuch - insgesamt stellte die Polizei rund 150 Tonnen Süßigkeiten sicher
"Sie sagten, sie wollten Süßes, sonst gebe es Saures", erklärt BKA-Sprecher Willibald Leupe bei einer Pressekonferenz und schüttelt traurig den Kopf. "Jenen Bürgern, die den Forderungen der Kriminellen nicht nachkamen, wurden üble Streiche gespielt. Manchen wurde das Gartentürchen ausgehängt, andere mussten mitansehen, wie ihr Pkw in Toilettenpapier eingewickelt wurde."
Der Polizei sei es entgegengekommen, dass die kriminelle Vereinigung bereits in den Vorjahren am selben Datum zuschlug. Dieses Mal sei man daher gewappnet gewesen und habe die nötigen Kräfte mobilisieren können, so Leupe.
Schockierend ist, dass es sich bei nahezu allen festgenommenen Bandenmitgliedern um Kinder handelt. Experten gehen jedoch davon aus, dass die meisten von ihnen volljährig sein werden, wenn sie ihre Strafe abgesessen haben.
ssi; Foto oben/rechts: div. Fotolia/© Monkey Business - Fotolia.com

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