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Donnerstag, 16. Januar 2014

Hartmut Mehdorn verklagt sich selbst wegen Rufschädigung durch Klage gegen sich selbst

Potsdam, Berlin (dpo) - BER-Chef Hartmut Mehdorn hat überraschend Klage gegen sich selbst eingereicht. Der bekannte Manager sieht es als erwiesen an, dass durch die Klage, die er 2012 in seiner früheren Funktion als Chef der Fluggesellschaft Air Berlin gegen die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH angestrengt hat, deren Chef er heute ist, sein eigener Ruf geschädigt wird. Rechtsexperten vermuten, dass Mehdorn im Erfolgsfall bis zu einer Million Euro Schmerzensgeld erhalten könnte bzw. Strafe zahlen müsste.

Mehdorns Anwalt Dr. jur. Heinz Fischer erklärte: "Hartmut Mehdorn lässt Hartmut Mehdorn mit dem Prozess gegen sich selbst in der Öffentlichkeit dastehen wie einen rücksichtslosen Opportunisten, der so oft den Chefposten wechselt, dass er sich sogar selbst in die Quere kommt. Mein Mandant muss sich so etwas nicht gefallen lassen und fordert daher von sich selbst eine Entschädigungssumme, die seiner Position als Spitzenmanager gerecht wird."
Sieht sich (Foto oben) vor Gericht: Mehdorn
Ob Mehdorn mit der Klage gegen sich selbst wegen Rufschädigung durch eine andere Klage gegen sich selbst Erfolg haben wird, ist indes ungewiss. Dr. jur. Heinz Fischer, der seinen Mandanten Hartmut Mehdorn selbstverständlich auch vor Gericht gegen sich selbst verteidigen wird, hält die Vorwürfe Mehdorns für lächerlich: "Hartmut Mehdorn konnte 2012, als er die Klage gegen den BER unterzeichnete, überhaupt noch nicht wissen, dass er nur wenige Monate später BER-Chef sein würde", so Fischer. "Durch seinen Wechsel hat Mehdorn sich die ganze Misere wissentlich selbst eingebrockt. Ich werde Mehdorn raten, Widerklage zu erheben, weil diese sinnlose Klage wegen Rufschädigung wegen der früheren Klage geeignet ist, Mehdorns Ruf zu schädigen. Äh... Entschuldigen Sie mich bitte, ich habe Kopfschmerzen."
Sollte Hartmut Mehdorn tatsächlich Recht bekommen und an sich selbst eine siebenstellige Summe entrichten müssen, dürfte Mehdorn dies nicht allzu sehr schmerzen. Eigenen Angaben zufolge habe er schon vor Jahren ein Notkonto mit einigen Millionen Euro angelegt für den Fall, dass ihn "mal irgendein Spinner verklagt".
ssi; Fotos: Bigbug21, CC BY-SA 3.0
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