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Kleiner Timmy (9) leidet unter "Starting-Life-Crisis"

Saarbrücken (dpo) - Nicht erst seit sein zehnter Geburtstag ansteht, ist der kleine Timmy mit dem bisher in seinem Leben Erreichten unzufrieden. Freunde und Verwandte sind sich inzwischen sicher: Der neunjährige Familiensohn steckt trotz einer vielversprechenden Karriere als Grundschüler mitten in einer ausgewachsenen Starting-Life-Crisis, einem weit verbreitetes Phänomen, das besonders männliche Kinder im ersten Lebensachtel in Depressionen stürzen und zu irrationalem Handeln treiben kann.

Bereits seit seiner letzten Mathearbeit kämpft der sonst so fröhliche Drittklässler mit der Vorstellung, es in seinem Berufsleben trotz fast dreijähriger Bemühungen zu nichts gebracht zu haben. Er klagt über den endlosen Kreislauf aus Arbeit und Beförderung.
Wird Timmy Lisa (9) für eine Jüngere verlassen?
Inzwischen überlegt Timmy, einfach alles hinzuschmeißen und seinem Leben eine neue Richtung zu geben: "Er sieht die Auswirkungen des Alterns auf seinen Körper und möchte noch ein wenig Spaß in seinem Leben, bevor es zu spät ist", berichtet seine Mutter.
Auch in seiner langtägigen Beziehung mit Partnerin Lisa (9) sieht Timmy inzwischen nicht mehr die Erfüllung, der sich die beiden frisch Verliebten noch letzten Dienstag so sicher waren. Stattdessen plagen den Neunjährigen Ängste um seine Zeugungsunfähigkeit.
Um ihm aus seiner Sinnkrise zu helfen, haben Timmys Eltern ihrem Sohn inzwischen angeboten, im Sommer extra für ihn eine sechswöchige Auszeit von der Schule einzurichten. Trotzdem fragt Timmy sich nach eigener Aussage, was der Sinn einer Familie ist, wenn seine Eltern sich trotz seiner Diagnose weigern, ihm einen neuen Porsche Cayman in racinggelb zu kaufen.
dan, ssi; Foto oben: © corbisrffancy - Fotolia.com, Foto rechts: Fotolia
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