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Dienstag, 11. Februar 2014

NSA spähte bereits Reichskanzler Otto von Bismarck aus

Berlin (dpo) - Die Ausspähung deutscher Regierungschefs durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA reicht noch weiter in die Vergangenheit zurück als bislang vermutet. Nach Informationen, die dem Postillon vorliegen, wurde offenbar bereits Reichskanzler Otto von Bismarck von den Amerikanern abgehört. Einer internen Powerpoint-Präsentation der NSA ist zu entnehmen, dass zwischen 1871 und 1890 mehrere tausend Gespräche und Depeschen ausgespäht wurden.

Demnach wurde 1871, als Bismarck eine zentrale Rolle bei der Gründung des Deutschen Reiches spielte, damit begonnen, private Konversationen des Staatsmannes in mühevoller Arbeit auf Wachszylinder mit einem Fassungsvermögen von rund 3 Minuten aufzuzeichnen, um rechtzeitig über politische Absichten des preußischen Staatsmannes im Bilde zu sein.
Ab 1889 wurde auch Bismarcks Dienst-Smartphone angezapft
Nach Angaben anonymer Geheimdienstfunktionäre kann außerdem nicht ausgeschlossen werden, dass auch Bismarcks Telegramm- und Instagram-Accounts von Spähaktivitäten betroffen waren. Ein Insider spricht gar von tausenden analogen Chats zwischen Bismarck und einem bisher unbekannten Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen sowie hunderten mit lustigen Filtern versehenen Schnappschüssen und Selfies, die in den Archiven der NSA lagern sollen.
Ob diese großangelegten Abhörmaßnahmen gegen einen der prominentesten Politiker des Deutschen Reiches ein konkretes politisches Ziel verfolgten, ist bislang noch unklar. Im Hinblick auf die deutsche Politik der folgenden Jahrzehnte dürfte die NSA jedoch mit ihrem gängigen Argument der Verhinderung von Straftaten und Katastrophen nicht durchkommen.
Otto von Bismarck war für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar.
mate, dan

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