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Dienstag, 4. März 2014

EU-Beschluss: Tabakwarenverkäufer müssen ab 2017 schwarzen Umhang und Sense tragen

Brüssel (dpo) - Schockbilder sind offenbar nicht genug: Im bereits zweiten Vorstoß zur Abschreckung von Rauchern innerhalb weniger Tage hat das EU-Parlament nun beschlossen, dass Zigaretten ab 2017 nur noch von schwarz bemantelten, sensenschwingenden Verkäufern mit eisigem leerem Blick und markerschütterndem Lachen angeboten werden dürfen. Dadurch sollen Käufer von Tabakprodukten stärker mit ihrer eigenen Vergänglichkeit und ihrem unausweichlichen Tod konfrontiert werden.

"Die ab 2016 geltenden Schockbilder sind an sich eine gute Idee", erklärt dazu EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg, der die neue Reform initiierte. "Es steht aber zu befürchten, dass sich Raucher über kurz oder lang an den Anblick gewöhnen oder die Bilder einfach ignorieren."
Muss nach dem Schrecken erst mal eine rauchen: nervöse Testperson
Bei einem hysterisch lachenden, sich zufrieden die Hände reibenden Sensenmann, in dessen fahlen Augen sich der eigene dahinwitternde Körper spiegelt, sei das hingegen nicht mehr so einfach.
"Tests haben gezeigt, dass bis zu 30 Prozent der Raucher bereits nach nur einem Kauf nach der neuen Richtlinie mit dem Rauchen aufhören – sei es durch Selbstenthaltung oder Suizid", so Borg.
Doch auch für den Fall, dass sich hartnäckige Tabakkonsumenten nach einiger Zeit an die neue Verkaufsform gewöhnen, gibt es schon neue Gesetzesvorschläge. So könnten Raucher schon ab 2020 dazu verpflichtet werden, sich beim Zigarettenkauf von einem Priester ölen zu lassen oder einem sterbenden Lungenkrebspatienten mindestens 10 Minuten die Hand zu halten.
dan; Foto oben: Fotolia/Mattes, CC BY-SA 3.0, Foto rechts: © K.- P. Adler - Fotolia.com

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