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Freitag, 14. März 2014

Sicherheitslücke: Hacker knacken Apples Displaysperre durch einfache Schiebebewegung

Turku, Cupertino (dpo) - Es war wohl nur eine Frage der Zeit: Finnischen Hackern ist es gelungen, die offenbar anfällige Displaysperre von Apple-Geräten durch eine einfache Schiebebewegung zu knacken. Laut der Tageszeitung Turun Sanomat wurden in dem mehrmonatigen Experiment die Lockscreens sämtlicher iPhones und iPads der letzten Generationen erfolgreich umgangen. Nach Meinung der Hacker seien Display- und Tastensperren anderer Hersteller "ebenfalls leicht zu knacken".

Vier Monate und drei Wochen hat es gedauert, bis die beiden Informatikstudenten Alvar Korhonen und Unto Järvine es schafften, den Lockscreen eines Apple iPhones zu überlisten. Dabei nutzten die Finnen laut eigener Aussage eine bis dato unbekannte Sicherheitslücke in der aktuellen Software (iOS 7) des beliebten Herstellers: einen auf dem Display befindlichen Schiebemechanismus. Sämtliche Versuche mit Tastenkombinationen zuvor brachten nicht den gewünschten Erfolg.
Ruckzuck geknackt: Nokiahandy nach Drücken von Menü und *
Apple reagierte sofort. Der US-Elektronikkonzern warnt nun offiziell vor der bekannt gewordenen Sicherheitslücke. Laut CEO Tim Cook können Unbefugte durch das Entsperren des Lockscreens "leichten Zugriff auf E-Mails, Adressbücher und andere sensible Daten erhalten". Ein Update ist laut Cook bereits unterwegs.
Die Arbeit der beiden Informatiker hat auch in Fachkreisen eine Diskussion ausgelöst. Laut internationalen Experten seien nicht nur Apple- und nicht nur aktuelle Geräte von der Sicherheitslücke betroffen. Ganze Produktlinien etwa des Handy-Herstellers Nokia könnten bereits mit dem Drücken zweier Tasten "für Fremdzugriff freigeschaltet werden". Die meisten Telefone zeigen "die verräterische Tastenkombination" sogar auf dem Bildschirm, sobald man die erste "der Geheimtasten" gefunden hat.
Zurzeit versuchen sich Korhonen und Järvine an den Lockscreens von Android-Telefonen. Diese seien - so Järvine - aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Hersteller "eine ganz andere Liga". Mal müsse man den Finger aus einem Kreis heraus bewegen, mal nach oben oder unten streichen. Doch die erfolgsverwöhnten Hobby-Hacker versprechen sich auch dazu eine Lösung schon nach wenigen Monaten.
fed; Foto oben: krossbow, CC BY 2.0
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