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Montag, 31. März 2014

WhatsApp-Nutzer, der Kettenmail nicht weiterleitete, tot aufgefunden

Kamen (dpo) - Matthias K. musste sterben, weil er eine Kettenmail nicht wie gefordert innerhalb von fünf Minuten an zehn seiner Kontakte weiter geleitet hatte. Obwohl ihn sein Freundeskreis über den Ernst solcher Texte informiert haben will, ignorierte der Teenager alle Warnungen. Kritiker bewerten die zur Verfügung stehende Reaktionszeit von fünf Minuten als "ohnehin viel zu knapp".

Der fünfzehnjährige Matthias K. aus einer Kleinstadt bei Dortmund hat die Gefahr unterschätzt. Er starb, weil er im Gegensatz zu seinen Freunden auf die offenbar verbindliche Anweisung einer Kettenmail nicht reagiert hatte. Dabei war die Botschaft des umstrittenen Schreibens - so die Experten - "absolut eindeutig":
"Wichtige Info bitte beachten !!!
Eigentlich unmissverständlich: Anweisung
Am 31. August wird Whatsapp kostenpflichtig (1,98 €/Monat). Du kannst Whatsapp aber 5 Jahre kostenlos haben, wenn du diese Nachricht innerhalb 5 Minuten an 10 Freunde aus deiner Kontaktliste schickst. Wenn nicht, wirst du sterben. Ein Junge aus Österreich hat das nicht geglaubt und wurde am nächsten Tag in sein Kinderzimmer mit kostenpflichtigem Whatsapp tod aufgefunden.
Weiterleiten !!! Kein fake !!!"
Für Matthias kam jede Hilfe zu spät. "Wer die Anordnungen einer Kettenmail ignoriert, muss nun mal mit dem Tod rechnen", erklärt Hauptkommissar Manfred Wuttke die Funktionsweise solcher Nachrichten. Allein im vergangenen Jahr starben nachweislich 17 Smartphonebesitzer infolge nicht weitergeleiteter Kettenmails. Fast alle von ihnen besaßen WhatsApp.
Wie genau es Kettenmails und ihren analogen Vorgängern, den Kettenbriefen, gelingt, Menschen zu töten, konnte die Wissenschaft bislang noch nicht beantworten.
Derzeit arbeiten die Behörden an einer eigenen Kettenmail, die schon ab September in Umlauf gebracht werden soll. Darin geben die Beamten genaue Anweisungen, wie man sich im Falle eines Kettenbriefs zu verhalten hat. Bis dahin wird allerdings mit weiteren Todesopfern zu rechnen sein.
fed, Foto oben: Fotolia
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