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Freitag, 11. April 2014

Studie: Bananenschalen erstaunlich ineffizient, um Menschen ausrutschen zu lassen

Bremen (dpo) - Entgegen einem weitverbreiteten Volksglauben sind Bananenschalen denkbar ungeeignet, um Menschen ausrutschen zu lassen. Zu diesem Ergebnis kam eine groß angelegte Feldstudie des Konrad-Wiesheu-Instituts in Bremen. Wer es wirklich darauf anlegt, seine Mitmenschen zu Fall zu bringen, sollte lieber auf andere Methoden setzen.

Professor Bernd Lichter, der für seine Studie insgesamt 2199 Probanden über präparierte Strecken gehen ließ, ist mehr als enttäuscht von den Fähigkeiten der Südfrucht: "Man sieht das immer wieder in alten Slapstick-Filmen, in Komödien und auch in Comics. Irgendwer lässt eine Bananenschale fallen und wenige Augenblicke später rutscht ein nichtsahnendes Opfer darauf aus. Mit der Realität hat das allerdings nichts zu tun."
Deutlich effizienter als Bananenschale: Frisch gewischter Boden (64% Ausrutschquote)
Denn die vergleichsweise niedrige Oberfläche von Bananenschalen hat zur Folge, dass Fußgänger überhaupt nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent darauftreten. Doch auch von jenen 22 Prozent rutschte nur ein Bruchteil (11%) tatsächlich aus. Der Grund: Bananenschalen trocknen meist innerhalb kürzester Zeit aus und büßen dabei auch noch den letzten Rest ihrer ohnehin schon geringen Gleitfähigkeit ein.
"Entsprechend nutzt es - entgegen einem weitverbreiteten Glauben - auch bei Kartwettrennen überhaupt nichts, Bananenschalen in der Hoffnung nach hinten zu werfen, dass ein nachfahrender Kontrahent dadurch ins Schleudern gerät", so Lichter.
Doch es gibt auch gute Nachrichten. Nach wie vor hervorragend geeignet, um nichtsahnende Mitmenschen zu Fall zu bringen, seien großzügig mit Bohnerwachs, Speiseöl oder Schmierseife präparierte Böden (Ausrutschquote zwischen 75 und 90%). Auch herumliegende einzelne Rollschuhe (98% bei Betreten) oder ein handelsübliches, straff gespanntes Stück Draht (84%) erzielten beeindruckende Werte.
ssi; Fotos: Fotolia
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