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Mittwoch, 21. Mai 2014

Mann mit Schlafstörung nach TV-Duell zwischen Schulz und Juncker geheilt

Bremen (dpo) - Ralf Meierbach kann es noch immer kaum glauben: Seit mehr als zehn Jahren leidet der 38-Jährige unter chronischer Schlaflosigkeit. Doch seit er am Dienstag zufällig das Duell zur Europawahl mit den Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker und Martin Schulz im Fernsehen gesehen hat, ist er auf beinahe wundersame Weise von seiner Schlafstörung befreit.

"Seit Jahren werde ich von Arzt zu Arzt geschickt, niemand konnte mir helfen", erklärt Meierbach im Gespräch mit dem Postillon. "Als ich gestern den Programmhinweis gesehen habe – 'Duell', 'Arena' – dachte ich erst, das ist irgendwas mit Gladiatoren. Allerdings waren da nur ein kleiner glatzköpfiger Mann aus den Siebzigern und irgendein Franzose, die sich ziemlich gut vertragen haben und sich partout nicht duellieren wollten. Und nach zehn Minuten oder so wurden meine Augenlider dann plötzlich ganz schwer."
Gingen sanft miteinander um: Martin *gähn* Schulz (links) und Jean-*schnarch*
In dieser Nacht schlief der Bremer insgesamt zwölf Stunden am Stück: "Ich fühle mich wie neugeboren!"
Als er beim Frühstück auf seinem Laptop nachsehen wollte, welche Wundersendung seine Schlafstörung besiegt hatte, ertrank er vom Schlaf übermannt fast in seiner Müslischüssel. "Inzwischen werde ich sogar schläfrig, wenn ich die Wörter 'Europa', 'EU' 'Frieden' und 'Demokratie' zu schnell hintereinander sage", berichtet Meierbach begeistert und gähnt herzhaft.
Das Video des TV-Duells hat er sich inzwischen privat heruntergeladen, um es jeden Abend abzuspielen. Aus dem ehemals begeisterten AfD-Anhänger ist so ein lautstarker Verfechter der europäischen Idee geworden, der sich für künftige Europawahlen noch mehr Wahlkampf wünscht. Meierbach appelliert nun an die Medizinforschung, die Wirkung von Juncker und Schulz auf die Hirnströme von Patienten mit Schlafstörungen zu untersuchen.
dan, ssi; Foto oben: © Tracy King - Fotolia.com; Foto rechts: ARD
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