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Donnerstag, 31. Juli 2014

Argentinien stellt Eilantrag auf EU-Beitritt

Buenos Aires, Brüssel (dpo) - Wird aus Argentinien bald EUgentinien? In einem überraschenden Schritt hat die argentinische Regierung heute einen Eilantrag gestellt, in dem das südamerikanische Land darum bittet, als 29. Mitgliedsstaat in die Europäische Union aufgenommen zu werden.

Präsidentin Cristina Kirchner erklärte auf einer eilends einberufenen Pressekonferenz: "Wir Argentinier fanden die Europäische Union und insbesondere Deutschland" – hier knirschte Kirchner hörbar mit den Zähnen – "schon immer prima."
Könnte bald in europäischer Lasagne auftauchen: argentinisches Lama
Besonders beeindruckt sei das argentinische Volk davon, dass die Staaten der EU in guten wie in schlechten Zeiten zusammenhalten und sich zur Not auch gegenseitig aushelfen – etwa wenn eines der Mitgliedsländer völlig überraschend und unverschuldet in Zahlungsschwierigkeiten gerät. Kirchner: "Teil eines solchen Rettungsschirmes zu sein, kann sich jedes Land nur wünschen."
Aufgrund seiner vielen kulturellen Bezüge zu Europa sei Argentinien der perfekte EU-Beitrittskandidat. Nicht nur hätten viele Argentinier Vorfahren aus Italien, Spanien und dem Vorgängerstaat der Bundesrepublik Deutschland. Auch leihen die Südamerikaner dem EU-Staat Großbritannien derzeit eine ganze Inselgruppe, die “eigentlich verdammt nochmal Argentinien” gehöre.
Zuletzt mahnte Kirchner die Europäische Union noch einmal zur Eile bei der Überprüfung des Antrags. Lästige Details wie die Frage, ob das Land auch alle Stabilitätskriterien erfülle, könne man zur Not auch hinterher klären.
ssi, dan; Foto oben: Presidencia de la N. Argentina, CC BY 2.0, Foto rechts: tripalbum.net, CC BY-SA 2.5; Hinweis: Eigenplagiat
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