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Mittwoch, 24. September 2014

IS-Kämpfer freuen sich schon darauf, bald auch deutsche Waffen zu erbeuten

Raqqa, Leipzig (dpo) - Sie können es kaum erwarten: Angesichts der ersten Lieferung deutscher Waffen im Wert von 70 Millionen Euro in die Kurden-Gebiete im Nordirak haben IS-Kämpfer aus den angrenzenden Gebieten bereits ihre Vorfreude geäußert. Endlich sei man nicht mehr nur darauf angewiesen, amerikanische und irakische Munitions- und Waffenlager zu plündern, sondern könne bald auch "echte deutsche Wertarbeit" erbeuten.

Bald auch im Arsenal des IS: Panzerabwehrsystem MILAN
"Amerikanische Waffen haben durchaus ihre Qualitäten, aber wir freuen uns einfach, dass Deutschland bald frischen Wind in unsere Ausrüstung bringen wird", erklärte ein nicht näher identifizierter IS-Kämpfer in einem Video. "Sie mögen Ungläubige sein, aber die Deutschen sind ja nicht umsonst der drittgrößte Waffenexporteur der Welt." – Eine Barbarei, vor der selbst der IS den Hut zieht.
So genießen nicht nur die G3- und G36-Sturmgewehre der Firma Heckler & Koch größtes Ansehen bei den Islamisten, auch die deutschen Panzerfäuste sowie die Raketenwerfer des Typs "Milan" werden dringend benötigt, um Panzer der irakischen und syrischen Armee außer Gefecht zu setzen.
Doch trotz aller Vorfreude bleiben für die Terroristen offenbar noch einige Wünsche offen. So könne man absolut nicht verstehen, warum die Bundesregierung den überforderten kurdischen Kämpfern bisher noch keine Leopard-Panzer geliefert habe. Überhaupt sei die erste Lieferung an sich noch recht dünn gewesen; in Zukunft erhoffe man sich mehr. "Die Faustregel ist ganz einfach", so der IS-Kämpfer. "Bis auf Marinehubschrauber darf grundsätzlich gerne alles reingepackt werden."
ssi, dan; Foto rechts: Björn Becker, CC BY-SA 2.0 DE
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