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Montag, 22. September 2014

Mann glaubt nicht mehr an den Telekomtechniker

Quickborn (dpo) - Am Ende waren die Zweifel doch zu groß: Tobias Krüger (34), ein Industriekaufmann aus Quickborn, hat seinen Glauben an die Existenz des Telekomtechnikers verloren. Im Gespräch mit dem Postillon berichtet er, wie er nach seinem Umzug vor fünf Monaten vom Gläubigen zum Atechnisten wurde.

Hadert mit seinem Glauben: Tobias Krüger
In der ersten Woche nach dem Wohnungswechsel habe ihm der Glaube, dass ein freundlicher Techniker der Telekom schon übernächsten Mittwoch vorbeischauen würde, viel Trost und Zuversicht gespendet, erzählt Krüger. "Dass es auch ein Leben mit Internetanschluss geben soll, dass da mehr dahintersteckt – das hat mir Mut gemacht."
Zahlreiche Bekannte berichteten zudem, ihnen sei bereits persönlich durch die Gnade des Technikers DSL widerfahren. Tobias Krüger jedoch wartet vergebens. An jenem Mittwoch taucht kein Techniker auf. Er bekommt neue Termine, bleibt immer wieder zwischen 8 und 18 Uhr zu Hause, holt sich in Gesprächen mit der Service-Hotline neue Kraft für den Alltag. Der Techniker lässt bis heute auf sich warten.
"Manchmal denke ich mir: Es wäre so schön, an ihn zu glauben", sagt Krüger und schluckt. "Es beruhigt einen, dass irgendwo da draußen einer ist, der einfach so, mit einem Knopfdruck alle Kommunikationsprobleme beheben kann." Doch mittlerweile zweifelt der 34-Jährige sogar daran, dass es in diesem Universum überhaupt jemanden gibt, der solch eine Macht besitzt. "Wenn er wirklich da wäre, dann würde er doch nicht zulassen, dass so viele defekte Anschlüsse existieren, oder?"
ssi, dan; Foto oben: Chubykin Arkady / Shutterstock, Foto rechts: Fotolia

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