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Samstag, 6. September 2014

"Verspätungen wie immer": Dreistündiger Lokführerstreik von niemandem bemerkt

Berlin (dpo) - Wie erst jetzt bekannt wurde, haben die Lokführer der Deutschen Bahn heute offenbar bundesweit für höhere Löhne und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit gestreikt. Die Arbeitsniederlegung wurde jedoch von einem Großteil der Zugreisenden nicht bemerkt, weil viele die stundenlangen Verzögerungen für die üblichen Verspätungen der Deutschen Bahn hielten.

"Mir ist nichts Besonderes aufgefallen", sagt etwa Ulrich K., der jedes Wochenende zwischen Bielefeld und Steinhagen pendelt. "Alles andere als drei Stunden Verspätung hätte mich bei der Bahn mehr als verwundert." An einen möglichen Arbeitskampf habe er daher keinen Gedanken verschwendet.
Die Lokführergewerkschaft GDL hat inzwischen aus der mangelnden öffentlichen Wahrnehmung Lehren gezogen. Beim nächsten Mal wolle man gleich mehrere Tage lang streiken und hoffe, dass spätestens am zweiten Tag die ersten Wartenden am Bahnsteig stutzig werden.
ssi, dan; Hinweis: Artikel erschien schon so ähnlich; Foto oben [M]: Sebastian Terfloth, CC-SA-2.5

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